Welche Rolle spielt das Internet im Handel?

Inwieweit greifen Firmen auf das Medium Internet zurück? Dieser Frage widmet sich laut Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) eine Umfrage des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln. Bei der Erhebung sollen gerade mittelständische Handelsunternehmen berücksichtigt werden. So bittet die IHK die Betriebe in Siegen-Wittgenstein und Olpe um Mithilfe.

Handelsunternehmen aus dem IHK-Bezirk können sich bis zum 25. Juli über die Internetseite ihk-siegen.de an der Erhebung beteiligen. Die Ergebnisse werden in einem Berichtsband dokumentiert, der voraussichtlich ab Oktober erhältlich ist. Sollten sich genügend heimische Unternehmen an der Umfrage beteiligen, ist eine gesonderte Auswertung für die beiden Kreise möglich.

Bereits in den Jahren 1999, 2002, 2004 und 2006 hatte das am Institut für Handelsforschung angesiedelte E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) die Internetnutzung in deutschen Handelsunternehmen untersucht. Insgesamt beteiligten sich über 9000 Firmen an den Befragungen. Doch im Laufe der Jahre hat sich gerade im Bereich des elektronischen Geschäftsverkehrs viel getan. Mit einer neuen Studie möchte das ECC Handel nun den aktuellen Stand der Internetnutzung feststellen. Die Studie wird unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

DSL-Alternative: VPN-Router

Mit dem Multichannel VPN Router bietet Viprinet eine Lösung zur kombinierten Nutzung mehrerer Internet-Zugangsleitungen an. Durch Bündelung von bis zu 6 Leitungen lässt sich das Ausfallrisiko minimieren und Bandbreiten vervielfachen. Ab Juli liefert der Hersteller für seinen Router nun auch UMTS-Module aus. Damit lassen sich nun auch Unternehmensstandorte vernetzen, an denen kein DSL verfügbar ist.

Für Unternehmen ist eine zuverlässige und schnelle Internetanbindung heute meist unverzichtbar. Die Anforderungen sind hoch: Fällt die Anbindung aus, steht der Betrieb – es drohen Umsatzausfälle. Zu geringe Bandbreiten hemmen zudem die Produktivität.

Mit seinem Multichannel VPN Router bietet Viprinet eine Möglichkeit, kostengünstig hochverfügbare Anbindungen zu realisieren. Der Router nutzt Kombinationen günstiger Consumerleitungen unterschiedlicher Carrier, und minimiert so das Risiko eines Gesamtausfalles – statistisch betrachtet ist es unwahrscheinlich, dass Ausfälle bei mehreren Anbietern exakt gleichzeitig auftreten. Die Bandbreiten aller angeschlossenen Leitungen stehen zudem gebündelt zur Verfügung, so dass die WAN-Anbindung beschleunigt wird.

Neben bereits bestehenden Modem-Modulen für DSL und andere kabelgebundene Angebote bietet Viprinet ab sofort nun auch ein UMTS-Modul für seinen Router an. Während ein einzelner UMTS-Zugang aufgrund der sehr häufigen Ausfälle in Mobilfunknetzen für Unternehmen bisher kaum in Frage kam, soll mit dem Viprinet-Router auch hier wiederum die Risikoverteilung durch Kombination mehrerer Netze greifen: Dass z.B. die Netze von T-Mobile, Vodafone und E-Plus gleichzeitig ausfallen, ist vergleichsweise unwahrscheinlich.

In erster Linie sieht der Hersteller den Nutzen des UMTS-Moduls bei der Vernetzung von Standorten, an denen kabelgebundene Zugänge kaum verfügbar sind, aber auch für den Einsatz auf Messen oder mobiles Videostreaming kann die Lösung interessant sein.

Der Router ist für rund 1.600 Euro netto zzgl. Modemmodulen direkt beim Hersteller sowie dessen Systemhauspartnern zu beziehen. Weitere Informationen und Bezugsmöglichkeiten nennt Viprinet auf seiner Website unter viprinet.com

Kauf von Billig-PCs unter 200 Euro

Die Preise für PCs befinden sich im freien Fall. Seit Kurzem sind sogar Modelle für weniger als 200 Euro im Handel erhältlich. Doch was leisten Super-Billig-PCs und wo liegen ihre Schwachstellen? Die PC-WELT ist in ihrer neuen Ausgabe (Heft 8/2008, EVT 4. Juli) dieser Frage nachgegangen und hat fünf Rechner zwischen 160 und 200 Euro auf den Prüfstand gestellt.

„Prinzipiell kann der Anwender schon für weniger als 200 Euro einen kräftigen Rechner bekommen, der für Büroanwendungen sowie für Schule und Studium leistungsfähig genug ist“, erklärt PC-WELT-Experte Christian Helmiss. „Auch für das Heimkino sind die meisten Geräte gut geeignet. Für aktuelle 3D-Spiele und das Decodieren von hoch aufgelöstem Videomaterial sind Schnäppchen-PCs allerdings definitiv zu schwach.“

Beim Kauf von Billig-Computern sind einige Details zu beachten. Da bei PCs unter 200 Euro die Hersteller knapp kalkulieren, kommen die Rechner ohne Betriebssystem, Maus und Tastatur daher. Dies muss bei der Preiskalkulation mitberücksichtigt werden. Auch bei den Komponenten wird oft kräftig gespart. Wichtig ist zum Beispiel, dass das Netzteil mehr als 300 Watt leistet. PCs mit 250-Watt-Modellen lassen sich nur schlecht aufrüsten. Zudem sollten mindestens drei freie Kartensteckplätze etwa für eine zusätzliche 3D-Grafikkarte oder ein WLAN-Modul sowie mindestens 512 Megabyte Arbeitsspeicher für Windows XP verfügbar sein. Für ein flüssig laufendes Windows Vista sind mindestens 1.024 Megabyte Speicher notwendig. Vorsicht gilt auch bei der Festplattenausstattung: Bei Sparangeboten werden oft 40 Gigabyte-Modelle verbaut, da stößt man schnell an die Kapazitätsgrenze. Besser ist es, auf eine nahezu gleich teure 80 Gigabyte-Festplatte zurückzugreifen.

PC-WELT-Tipp: Wer einen besonders preiswerten und zugleich leisen und sparsamen PC sucht, sollte einen Blick auf den One System Sempron 64 LE-1100 für etwa 160 Euro werfen one.de. Dieses Modell ist als elektronische Schreibmaschine, Zweit- oder Ersatzrechner, Schüler-PC sowie zum Surfen und DVDs schauen sehr gut geeignet.

Software warnt vor unsicheren Web-Shops

Tausende von Servern machen es Kriminellen leicht, wichtige Daten wie Passwörter oder Kreditkartennummern mitzulesen. Dazu gehörte bis vor wenigen Tagen auch das Telekom-Bezahlsystem T-Pay. Mit dem kleinen Programm SSL-Wächter kann man das Risiko beim Online-Einkauf aber wieder minimieren, so das Computermagazin c’t. Die Redaktion hat das Tool selbst entwickelt und stellt es in der aktuellen Ausgabe 15/08 vor.

Der c’t-SSL-Wächter warnt den Nutzer, wenn er eine vermeintlich sichere Webseite ansurft, die mit einem schwachen Zertifikat ausgestattet ist. Diese Seite könnte gehackt sein. Das Programm bietet an, die Verbindung im Zweifelsfall zu kappen. Zertifikate sind eine Art Identitätsnachweise, die normalerweise sicherstellen, dass man sich tatsächlich auf der gewünschten Seite befindet und eine verschlüsselte, also sichere Verbindung besteht. Profis sind durchaus in der Lage, den Schlüssel schwacher Zertifikate zu ermitteln und die Anwender anschließend auf gefälschte Webseiten zu lotsen, die auch das für Sicherheit stehende Schloss im Browser anzeigen.

Bis vor kurzem war selbst die Telekom-Webseite   sicherbezahlen.t-pay.de betroffen: Betrüger hätten einen Server aufsetzen können, der sich als T-Pay-System ausgibt und diese Identität dem Browser über sein Zertifikat beweist. Inzwischen hat T-Pay das Zertifikat widerrufen und ein neues eingesetzt. Wer das widerrufene Zertifikat allerdings hat, kann noch immer sein Unwesen damit treiben, denn es läuft erst am 11. November ab.

In den vergangenen Wochen waren bei einem Test von rund 30.000 Servern zehn Prozent mit unsicheren Zertifikaten ausgestattet. Schuld an der Misere sind bestimmte Linux-Systeme, die über anderthalb Jahre hinweg schwache Schlüssel für Zertifikate erstellt haben.

„Will man das Problem in den Griff bekommen, muss man am Browser ansetzen“, so c’t-Redakteur Jürgen Schmidt. „Genau das tut der SSL-Wächter. Er gleicht das Zertifikat mit einer Liste von schwachen Zertifikaten ab. Dabei kann es unter Umständen zu kurzen Verzögerungen beim Aufbau einer Webseite kommen.“ Der SSL-Wächter eignet sich für den Internet Explorer, Outlook Express und andere Windows-Programme. Für den Firefox gibt es bereits eine ähnliche Erweiterung, entstanden aus einer Privatinitiative.

Der c’t-SSL-Wächter findet sich Online unter heise.de/ct/projekte/sslwaechter/