Gimme Shelter – Spendenaufruf fuer Kongo auf Youtube

UNO-Flüchtlingshilfe zeigt auf YouTube erstmals deutsche Filmfassung von „Gimme Shelter!“ – Spendenaufruf mit den Rolling Stones und Ben Affleck

Im November 2008 reiste Oscarpreisträger Ben Affleck und Kameramann John Toll in die Krisenregion Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik (DR) Kongo. Dort drehten sie einen Film über den seit vielen Jahren tobenden Bürgerkrieg, die Flüchtlingskatastrophe und die Hilfsoperationen des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR).

Für den Film haben Mick Jagger und die Rolling Stones ihren Song „Gimme Shelter“ zur Verfügung gestellt. Während die Kämpfe im Osten des Landes mit unverminderter Härte weitergehen und sich 2009 die Krise in Nord-Kivu verschärft hat – ungefähr 160.000 Menschen sind allein seit Januar vertrieben worden – haben sich Ben Affleck und Mick Jagger in den Dienst einer Spendenkampagne für die Not leidenden Flüchtlinge gestellt.

Das Ziel: Mithilfe von „Gimme Shelter“ sollen innerhalb eines Jahres 23 Millionen US-Dollar für dringend benötigtes sauberes Trinkwasser und Überlebenspakete – Küchensets, Wasserkanister, Moskitonetze, Schlafmatten, Decken und Plastikplanen – aufgebracht werden.

Mit freundlicher Unterstützung von YouTube wird die deutsche Fassung von „Gimme Shelter“ erstmalig am Dienstag, 17. März, der Öffentlichkeit vorgestellt und zusätzlich auf der Startseite von YouTube in Deutschland promoted.

Außerdem sind alle vier Versionen des Films im YouTube-Kanal der UNO-Flüchtlingshilfe unter youtube.de/UnoFluechtlingshilfe zu sehen.

„Das Leid und die menschlichen Verluste, die wir alle mit eigenen Augen gesehen haben, sind erschütternd – jenseits jeder Vorstellungskraft“, so Ben Affleck. Mick Jagger betonte: „Die Rolling Stones sind sehr glücklich, mit „Gimme Shelter“ Bens Bemühungen um ein größeres Bewusstsein für den Konflikt im Kongo zu unterstützen. Ich hoffe, dieses Video wird dazu beitragen, die Not von Hunderttausenden Flüchtlingen zu verdeutlichen.“

Andreas Briese, der das Strategic Partnership Development für YouTube in Deutschland verantwortet, sagt: „YouTube verfügt über eine Community von Millionen von Menschen weltweit, die engagiert ist und wichtige Hilfsaktionen unterstützen möchte. So können wir mit unserer Videoplattform unseren Teil dazu beitragen, dass die Aufmerksamkeit auf eine der größten humanitären Krisen unserer Zeit gelenkt wird.“

„Gimme Shelter“ zeigt kongolesische Familien, die nur mit ihren Kleidern am Leib vor den Kämpfen geflüchtet sind, notdürftig Schutz und wenig zum Überleben gefunden haben. Derzeit gibt es etwa 1,4 Millionen Binnenvertriebene in der DR Kongo, von denen viele schon früher zu Opfern einer Gewaltspirale geworden sind. Der Konflikt hat in den vergangenen zehn Jahren mindestens fünf Millionen Menschenleben gefordert.

Helfen Sie Flüchtlingen im Kongo:
UNO-Flüchtlingshilfe, Spendenkonto 2000 88 50
Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98
Stichwort: Kongo

Studie: Die Aengste der Deutschen 2008

Immobilienkrise und explodierende Energiepreise, extreme Wetterlagen und Unruhen im Kaukasus: Dies waren wichtige Themen der letzten Monate. Aber wovor fürchten sich die Deutschen wirklich am meisten?

Diese und viele weitere Fragen beantwortet die repräsentative Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“, die das Infocenter der R+V Versicherung seit 1991 jährlich in Auftrag gibt.

Rund 2.400 Menschen ab 14 Jahren geben dabei Auskunft über persönliche Ängste, aber auch über Sorgen, die sie sich um Gesellschaft, Wirtschaft und Politik machen. Die Ergebnisse der bundesweit einzigen Langzeitbeobachtung zu den Ängsten der deutschen Bevölkerung wurden am 4. September 2008 in Berlin vorgestellt.

Rekordhoch: 76 Prozent der Deutschen haben große Angst vor Preissteigerung

Konjunkturflaute drückt die Stimmung – Furcht vor Naturkatastrophen wieder auf Platz 2 – Gesundheit wird zu finanziellem Risiko

Berlin, 4. September 2008. „Mehr als drei Viertel aller Deutschen sind sich einig: Die allergrößten Sorgen bereiten ihnen die immens steigenden Kosten für das tägliche Leben“, erläuterte Rita Jakli, Leiterin des Infocenters der R+V Versicherung, das zentrale Ergebnis der Studie „Die Ängste der Deutschen 2008“ heute in Berlin. Seit vielen Jahren ist die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten Thema Nummer 1 bei den Deutschen. Jetzt ist sie nochmals dramatisch angestiegen um zehn Prozentpunkte von 66 auf 76 Prozent – den höchsten Wert seit Beginn der R+V-Langzeitstudie im Jahr 1991. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die Wirtschaft. 58 Prozent aller Deutschen befürchtet eine Verschlechterung der Wirtschaftslage – ebenfalls zehn Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Weiterhin auf hohem Niveau: mit 58 Prozent die Angst vor Naturkatastrophen. Und jeden Zweiten beschäftigen intensiv die Sorgen, im Alter pflegebedürftig zu werden oder schwer zu erkranken. Die Furcht vor Krieg und Terror steht nicht mehr im Zentrum des Interesses. Hier verzeichnet die R+V-Studie den stärksten Rückgang.

Zum 18. Mal hat das R+V-Infocenter 2008 in einer repräsentativen Studie rund 2.400 Bürger in Deutschland nach ihren 16 größten Ängsten befragt. Ergebnis: Wachsende Sorgen um steigende Preise und die eigene Gesundheit drängen die Furcht vor Terror und Krieg deutlich in den Hintergrund. Insbesondere die hohen Energiekosten und die steigenden Lebensmittelpreise bewegen die Gemüter wie nie zuvor. Das strahlt auch auf die Bewertung der Wirtschaftslage aus. „Es ergibt sich eine erhebliche Diskrepanz zwischen der realen Konjunktur und der gefühlten“, erklärt Professor Dr. Manfred Schmidt, Politologe an der Universität Heidelberg und Berater des R+V-Infocenters. Die gefühlte Wirtschaftslage hat sich sehr verschlechtert, obwohl die gesamtwirtschaftliche Lage noch vergleichsweise gut sei. „Aber das ist nicht überraschend“, so der Politologe. „Preisstabilität ist in Deutschland ein hohes Gut. Und dieses Gut sieht die Bevölkerung in großer Gefahr. Das schürt tief sitzende Inflationsängste und weckt auch Zukunftsängste.“ Ein Beispiel: Die Sorge, im Alter auf den gewohnten Lebensstandard verzichten zu müssen, ist um drei Prozentpunkte auf 41 Prozent gestiegen.

Angst vor Naturkatastrophen trennt Ost und West

Starkregen, Überschwemmungen und Hagelstürme sorgen dafür, dass die Angst der Deutschen vor Naturkatastrophen auf sehr hohem Niveau bleibt. Mit 58 Prozent liegt sie gemeinsam mit der Furcht vor Verschlechterung der Wirtschaftslage bundesweit wieder auf Platz 2. Dabei räumen die Westdeutschen diesem Thema eine deutlich höhere Priorität ein als die Bürger der neuen Bundesländer: Mit 61 Prozent rangiert diese Angst im Westen auf Platz zwei, mit 15 Prozentpunkte weniger rutscht sie im Osten auf Platz 9. „Umweltpolitische Themen sind im Bewusstsein der Westdeutschen stärker verankert – seit der Ökobewegung der 70er Jahre und dem parteipolitischen Aufstieg der Grünen“, erklärt R+V-Experte Schmidt. „Diese Erfahrung fehlt in den neuen Bundesländern.“

Angstmacher: Alter, Krankheit, Pflege

Über die Hälfte der deutschen Bevölkerung hat große Sorgen, später pflegebedürftig zu werden (53 Prozent) oder schwer zu erkranken (51 Prozent) – diese Ängste stehen 2008 auf den Plätzen 4 und 5. „In Deutschland ist die Alterung der Bevölkerung sehr weit fortgeschritten. Die Ängste vor dem Pflegefall-Risiko sind somit ganz real“, meint der Politologe Schmidt. „Zudem befürchten viele, dass die staatlichen Sicherungssysteme im Pflege- und Krankheitsfall nicht ausreichen. Und sie haben Angst, schwere Krankheiten und den Pflegefall finanziell nicht aus eigener Kraft bewältigen zu können.“ Die bedenkliche Entwicklung dieser Sorgen zeigt sich am besten im Vergleich mit 1991. Zu Beginn der R+V-Studie fürchteten sich lediglich 22 Prozent der Deutschen vor einer schweren Erkrankung, und das Thema Pflegefall war nur für 30 Prozent der Bevölkerung ein großes Problem – heute sind es bei beiden Fragen rund doppelt so viele.

Nur noch wenige Unterschiede zwischen Ost und West

Die Ängste in Ost und West gleichen sich weiter an. Es zeigen sich nur noch wenige
gravierende Unterschiede: Die Westdeutschen liegen bei den Ängsten vor
Naturkatastrophen und Terrorismus vorn, die Ostdeutschen fürchten sich mehr
vor der eigenen Arbeitslosigkeit und einem sinkenden Lebensstandard im Alter.
Weitere Ergebnisse der Studie in Kurzform:

– Politiker: Die Bürger haben mehr Vertrauen in die Politik – die Befürchtung, die
Volksvertreter sind von ihren Aufgaben überfordert, rutscht von Platz 5 auf
Platz 6. Allerdings benoteten 51 Prozent der Bürger die Leistungen der Politiker
mit der Schulnote mangelhaft oder ungenügend.

– Frauen: Sie blicken sorgenvoller in die Zukunft. Lediglich die Angst, arbeitslos
zu werden, ist bei den Männern größer. Die Furcht vor einem Scheitern ihrer
Beziehung hat bei Frauen um vier Prozentpunkte zugenommen (23 Prozent).
– Altersgruppen: Nur bei der Generation 40- bis 59-jährigen ist die Angst vor der
Zukunft leicht gestiegen, die Jugend hat mehr Zuversicht.

Quelle: R+V Versicherung
www.ruv.de

Das Rauchen aufgeben am Weltnichtrauchertag

Der diesjährige Weltnichtrauchertag am 31. Mai steht unter dem Motto „Rauchfreie Jugend“. Dieser Tag ist für Raucher jeden Alters ein guter Zeitpunkt, mit dem Rauchen aufzuhören, denn gerade Eltern und das soziale Umfeld haben eine Vorbildfunktion für die Jugend.

Obwohl die meisten Raucher wissen, dass Rauchen gesundheitsgefährdend ist, fällt vielen ein Rauchausstieg schwer. Das liegt daran, dass Nikotin körperlich und psychisch stark abhängig macht. Ein Plan für den Rauchausstieg sollte deshalb beide Aspekte der Sucht berücksichtigen. Untersuchungen haben ergeben, dass schon eine kurze ärztliche Beratung die Chancen auf einen langfristig erfolgreichen Rauchausstieg erhöht. Der Arzt kann mit Tipps zur Verhaltensänderung und wirksamen Medikamenten ein wichtiger Verbündeter auf dem Weg in die Rauchfreiheit sein.

Vielen Rauchern ist zwar bewusst, dass Rauchen schädlich ist, sie wissen jedoch nicht, dass Nikotin körperlich und psychisch stark abhängig macht. Denn mit jeder Zigarette erhält der Körper etwa ein Milligramm des Nervengifts. Schon wenige Sekunden nach dem Zug an einer Zigarette erreicht das Nikotin das Gehirn. Nikotin bindet an bestimmte Reizempfänger, so genannte Rezeptoren, und stimuliert diese. So kommt es zu einer erhöhten Dopaminfreisetzung, die der Raucher als Belohnungsgefühl empfindet. Mit zunehmender Gewöhnung an das Nikotin nimmt die Zahl der Rezeptoren zu. Gleichzeitig werden sie unempfindlicher, so dass immer höhere Mengen Nikotin für das kurze Belohnungsgefühl nötig werden. Bei einem Nichtraucher hält die Wirkung von Nikotin 120 Minuten an, bei einem starken Raucher kaum noch 30 Minuten.

Wenn kein Nikotin mehr zugeführt wird, fällt der Dopaminspiegel wieder ab und es kommt zu Entzugssymptomen, wie dem Verlangen nach einer Zigarette (Craving), depressiven Verstimmungen, Unruhe oder Konzentrationsschwierigkeiten. Der Raucher greift wieder zur Zigarette und der Suchtkreislauf ist geschlossen. Das Rauchverhalten ist aber auch stark vom Umfeld des Menschen abhängig und oft an bestimmte Rituale gebunden. Im Laufe der Zeit entsteht eine Kopplung des Rauchens an gewisse Schlüsselreize, wie beispielsweise die Zigarette nach dem Essen. Diese erlernten Verhaltensweisen muss jeder Raucher individuell wieder verlernen.

Ärztliche Unterstützung für einen erfolgreichen Rauchausstieg
Noch immer hält sich unter Rauchern der (Irr-) Glaube, man könne mit reiner Willenskraft alleine aufhören. Die Weltgesundheitsorganisation vermutet jedoch, dass maximal fünf von 100 Rauchern der Ausstieg mit dem so genannten „kalten Entzug“ gelingt. Wenn man es nicht schafft, ist das keine Charakterschwäche, sondern ein Resultat des enormen Suchtpotenzials von Nikotin. Der Arzt ist ein wichtiger Verbündeter auf dem Weg in die Rauchfreiheit, denn er hilft mit Tipps zur Verhaltensänderung und wirksamen Medikamenten. Schon eine kurze Beratung beim Arzt kann positive Auswirkungen auf die Chance haben, beim Rauchausstieg erfolgreich zu sein.

Medikamente wirken gezielt auf die körperliche Abhängigkeit, wie zum Beispiel eine speziell zur Rauchentwöhnung entwickelte nikotinfreie Behandlungsoption. Der Wirkstoff besetzt dieselben Reizempfänger wie Nikotin und kann so helfen, die Entzugssymptome und das Verlangen nach einer Zigarette zu reduzieren. Gleichzeitig wird bei einem Rückfall das durch das Rauchen ausgelöste Belohnungsgefühl vermindert.

Auf rauchfrei-durchstarten.de finden Raucher weitere Informationen zum Thema Rauchentwöhnung und einen geschulten Arzt in ihrer Nähe, mit dem sie einen Plan für den Rauchausstieg erarbeiten können.