Kinder bleiben im Web 2.0 lieber unter sich

Ganz privat im Web 2.0: Kinder bleiben im Netz lieber unter sich und haben wenig Interesse an Blogs und „Second Life“

Kinder bleiben im Web 2.0 lieber unter sich und pflegen Freundschaften aus der realen Welt, statt Kontakt zu unbekannten Usern aufzunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, die das Marktforschungsinstitut iconkids & youth im Auftrag von SUPER RTL erstellt hat. Zwar laden die Kinder eigene Bilder und Videos hoch, gestalten persönliche Homepages und eröffnen Chats – allerdings vorzugsweise innerhalb eines geschützten Raumes, den nur gute Freunde betreten dürfen.

Die meisten der jungen User wägen sehr genau ab, welche Informationen sie im Internet über sich preisgeben. Einen unreflektierten Umgang mit Medien kann man ihnen nicht unterstellen. Dazu passt, dass Kinder sich lieber in privaten Chatrooms austauschen, wo sie nicht von Fremden angesprochen werden können. Den befragten acht- bis elfjährigen Kindern geht es bei der Nutzung von Online-Communitys primär darum, bestehende Kontakte aus der realen Welt auch im Internet fortzuführen. Erst mit zunehmendem Alter steigt das Interesse an neuen Bekanntschaften im Web.

Blogs (Internettagebücher) stoßen bei Kindern auf ebenso wenig Interesse wie virtuelle Welten à la „Second Life“. Lieber schauen sich Kinder und Jugendliche Videos an. Während sich die Mädchen vornehmlich Star-Videos und harmlose Clips ansehen, stehen bei den Jungen Pannenvideos auf Kosten anderer hoch im Kurs. Sowohl Jungen als auch Mädchen sind aber weniger daran interessiert, sich selbst abzubilden, weil die Furcht vor der Blamage dominiert.

Für die Studie wurden 452 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren befragt, die das Internet mehrmals pro Monat nutzen. Ein Folder mit den ausführlichen Studienergebnissen steht ab Ende Mai auf superrtl.de zum Download bereit

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