Beim Notebook auf den Einsatzzweck achten

Kleiner, leichter, schneller – mit einer Vielzahl von Superlativen präsentieren die Hersteller dieses Jahr wieder neue Notebooks auf der weltweit bedeutendsten Messe für Informations- und Kommunikationstechnik CeBit in Hannover.

„Doch für den privaten Gebrauch ist nicht unbedingt der modernste auch der beste Rechner“, betont Bernd Rippel von TÜV Rheinland LGA, der Gebrauchseigenschafts- und Sicherheitsprüfungen bei IT-Produkten durchführt. Wer ein neues Gerät kauft, sollte sich vorab überlegen, wofür er den mobilen Computer hauptsächlich verwendet.

Ersetzt ein Notebook den Desktop-PC zu Hause, sollte das Gerät über einen großen Bildschirm mit einer Diagonale von mindestens 17 Zoll verfügen. Bei einem solchen Display ermüden die Augen nicht so schnell und das Arbeiten fällt leichter, weil man zum Beispiel auch bei zwei nebeneinander geöffneten Dokumenten-Fenstern die Übersicht behält. Bei Reise-Laptops reichen dagegen 12 bis 14 Zoll meist aus. Zudem sollten diese Geräte wegen der ständig wechselnden Lichtverhältnisse kein glänzendes Display haben, rät Rippel. Hohe Helligkeit und guter Kontrast sowie eine gute Winkelsichtigkeit sind Merkmale, die der Käufer bereits im Fachgeschäft kontrollieren kann.

Zu groß und schwer sollte der PC für unterwegs auch nicht sein. Für den mobilen Einsatz reicht eine kleinere Festplatte, auf den DVD-Brenner kann man ganz verzichten. Zumal sich externe Geräte einfach durch USB-Anschlüsse anschließen lassen. Der Desktop-Ersatz verfügt idealerweise über alle wichtigen Komponenten, um so unnötiges Kabelgewirr zu vermeiden. Wichtig beim Reise-Notebook ist eine hohe Akkulaufzeit. „Wer sehr lange unterwegs ist, sollte einen Zweitakku immer im Gepäck haben“, rät der Experte. Grundsätzlich sollte man aus Kostengründen auf richtige Stromfresser verzichten. Geräte mit speziellen Notebook-Prozessoren und einem niedrigen Standby-Verbrauch helfen, Strom zu sparen. Käufer sollten sich hier genau beraten lassen und können zudem auf Siegel wie das Energiespar-Check-Zertifikat von TÜV Rheinland LGA oder den „Energy Star“ für energieeffiziente Bürogeräte achten. Wer im Büro das Netzteil – möglichst mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit – dauernd eingesteckt lässt, sollte dafür eine abschaltbare Steckerleiste nutzen. „Diese kann man vollständig vom Stromnetz trennen, um so zusätzlich Energie zu sparen“, betont Rippel.

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