Wie IT-Hersteller, Computer-Haendler und Dienstleister tricksen

Plant man die Anschaffung eines neuen Rechners oder eines anderen High-Tech-Gerätes, wird man in der Werbung mit unzähligen technischen Details überschüttet. In manchen Fällen dienen diese nicht der Information, sondern sollen unschöne Produkteigenschaften verbergen.

Bei welchen Werbeversprechen man stutzig werden sollte, steht in der aktuellen Ausgabe 8/09 des Computermagazins c’t.

Nur wenn der Käufer bei dem Berg an Daten, Abkürzungen und vermeintlichen Fachbegriffen weiß, worauf er zu achten hat, kann er falsche Werbeversprechen erkennen. „Wer auf dem jeweiligen Sachgebiet kein Experte ist, kann aus Technik-Kauderwelsch, Marketing-Kunstbegriffen oder Fantasiewörtern die tatsächlichen Produkteigenschaften kaum herausfiltern“, stellt c’t-Redakteur Christof Windeck klar, der in seinem Report über 100 Fallen anführt.

Einer dieser verwirrenden und oft in der Werbung benutzten Begriffe ist das Kürzel HD. Das soll für hohe Audio- und Videoqualität stehen. Daher bezeichnen Hersteller ihre Billig-Rechner gerne als HD-Video-tauglich, obwohl diese bloß einen unverschlüsselten 720p-Videotrailer abspielen können. Die Wiedergabe von Full-HD-Material oder einer Blu-ray Disc gelingt mit solchen Rechnern hingegen meist nicht.

Ähnlich unklare Aussagen über Produkteigenschaften gibt es auch bei Telekommunikationsdienstleistungen. Internetprovider stellen vor die beworbene Datenrate die Wörter „bis zu“ und sagen somit nichts über die endgültige Geschwindigkeit beim Kunden aus. Speicherkarten- und Druckerhersteller machen von dieser Einschränkung ebenfalls häufig Gebrauch. Gerade Tintenpatronen und Toner, die dem Drucker schon beim Kauf beiliegen, sind in der Kapazität meist stark beschränkt. Deshalb zeigt der c’t-Report, wonach man beim Kauf gezielt fragen sollte. Nur so kann man sich vor Enttäuschungen schützen.

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