Axolotl Roadkill

Der plagiierte Blogger Airen erkennt die Qualität von Helene Hegemanns Bestseller „Axolotl Roadkill“ an:

„Das Buch entspricht meinem literarischen Stilempfinden und hat seinen Erfolg verdient“, bekundet Airen in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern. Obwohl Hegemann gut zwei Dutzend Passagen aus Airens Techno-Roman „Strobo“ zitierte, ohne ihre Quellen zu nennen, begeistert das Ergebnis den Plagiierten: „Genau gesagt, hat es mich geflasht, dass eine 17-Jährige so ein intensives Werk verfasst.“

Trotz seiner Begeisterung besteht der Blogger allerdings auf seinem Urheberrecht – obwohl sein Roman ein Milieu schildert, das vom Remix lebt. „Im Milieu der elektronischen Musik werden bei Mash-ups und Remixen immer der Remixer und die Originalquelle angegeben. Warum sollte es in der Literatur anders sein?“, so der 28-Jährige, der wegen seiner rauschhaften Vergangenheit am Rande der Legalität anonym bleiben möchte, im Mail-Interview mit dem stern. Der Ullstein Verlag, in dem „Axolotl Roadkill“ Ende Januar erschienen ist, verspricht, in der nächsten Auflage ein Quellenverzeichnis nachzureichen.