DENIC – neue kurze Domains

Neue kurze de. Domains bei der Vergabestelle Denic

Die DENIC schafft die Einschränkungen bei der Second-Level-Domainregistrierung weitgehend ab. So kann man jetzt beispielsweise auch Domains mit nur einer Zahl oder einem Buchstaben registrieren. Bei der Registrierung der neuen Kurz-Domains gilt das „First come – first served“-Prinzip – also wer zuerst kommt, der mahlt zuerst. Erweiterte DENIC-Richtlinien geben Spielraum für neue Domains unter der TLD .de

Für Domains unter der TLD .de gelten ab dem 23. Oktober 2009 folgende Regeln:

* Auch ein- und zweistellige sowie reine Zifferndomains können jetzt registriert werden.
* Domains, die einem Kfz-Kennzeichen oder einer TLD entsprechen, sind frei gegeben.
* Erlaubte Zeichen für Domains sind die Ziffern 0 bis 9, der Bindestrich, die lateinischen Buchstaben a bis z und die weiteren Buchstaben aus der aktuell gültigen Anlage zu den Domainrichtlinien.
* Eine Domain darf mit einem Bindestrich weder beginnen, noch enden. Auch Bindestriche an dritter und vierter Stelle der Domain sind nicht zulässig.
* Die Mindestlänge einer Domain liegt bei einem Zeichen.
* Die Maximallänge einer Domain beträgt 63 Zeichen (bezogen auf den Domain-ACE) – jeweils exklusive .de.

Die DENIC eG wird die aktuellen Domainrichtlinien unter der Top-Level-Domain (TLD) .de dahingehend erweitern, dass künftig auch ein- und zweistellige Domains sowie reine Zifferndomains registriert werden können. Desweiteren werden Domains, die einem Kfz-Kennzeichen oder einer TLD entsprechen, für die Registrierung freigegeben. Das Registrierungsverfahren für die neuen Domains startet am 23. Oktober 2009 9:00 (MESZ). „Die jetzt geschaffenen Veränderungen reduzieren Restriktionen auf ein Minimum“, sagt DENIC- Vorstand Sabine Dolderer (CEO).

Um ein Höchstmaß an Chancengleichheit zu gewährleisten, gilt bei der Registrierung das in vielen Bereichen bewährte „First come – first served“-Prinzip nach dem der erste eingegangene Auftrag zu einer Domain auch die Registrierung erhält.

Gegen 9.00 Uhr sind teilweise die Server einiger Domain-Provider wegen des hohen Ansturms nicht erreichbar gewesen. Auch die Seite der Denic hatte vorübergehend eine lange Ladezeit. Gute Domains, wie z.B. PC.de, TV.de waren natürlich bereits fast alle weg. Wer aber einfallsreich ist, wird vielleicht noch eine gute Zahlen-Buchstaben Kombination für eine Domain finden.

Allerdings gibt es auch hier schon wieder rechtlichen Ärger. So hat eine Anwaltskanzlei gegen die Denic eine einstweilige Verfügung erwirkt, wonach die Einbuchstabenmarken E, F, G und X, Y, Z nicht registriert werden dürfen. Also dürfen beispielsweise die Domains „e.de“, „f.de“, „g.de“, „x.de“, „y.de“, „z.de“ bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt nicht bei der Denic registriert werden.

tel-domain – die neue Telefon-Domain

Ein Werbespot für die „tel domain“, die neue Top-Level Domain mit der Endung „*.tel“

.tel Domains soll man nutzen, um dort Kontaktinformationen, wie z.B. Telefonnummer, Handynummer, E-Mail, Messenger, Fax, usw. zu hinterlegen – eine Art Online Visitenkarte also. Den entscheidenden Vorteil dieser neuen Domain-Endung gegenüber einer klassischen .de, .com oder .net Domain sehe ich aber ehrlich gesagt noch nicht – außer, dass bei der .tel Domain noch viele Domainnamen frei sind.

Yahoo schliesst Homepage-Dienst GeoCities

Ein Stück Internet-Geschichte der 90er Jahre geht zu Ende: Yahoo will bis zum Jahresende den kostenlosen Homepage und Webspace Dienst geocities laut Information in einer Ankündigung für immer schliessen. Millionen Webseiten werden damit gelöscht.

Der Internet-Konzern Yahoo hatte den Homepage Service GeoCities 1999 für ca. 3 Milliarden Dollar durch einen Aktientausch übernommen.

geocities
Homepage-Dienst GeoCities im Jahr 1996

Yahoo empfiehlt seinen Kunden, auf die kostenpflichtige Domain Hostinglösungen des Unternehmens umzusteigen. Nach dem Abschalten von Geocities wird es kein kostenloses Hostingangebot mehr geben, stellte Yahoo klar. Das günstigste Angebot liegt bei 11,95 US-Dollar pro Monat.

weitere Berichte:
GolemzdnetIntern

Dienstleister-Report 2008

eco-Verband und KennstDuEinen.de legen Dienstleister-Report 2008 vor

Über die Hälfte aller Apotheken, Autowerkstätten, Ärzte, Finanzberater, Friseure, Handwerker und sonstigen Dienstleistungsbetriebe in Deutschland haben bereits ein- oder mehrmals Online-Werbung ausprobiert, sind aber nicht mit einer eigenen Homepage im World Wide Web präsent. Dies ist eine der zahlreichen Merkwürdigkeiten, die der neue „Dienstleister-Report 2008“ aufdeckt, den das Online-Empfehlungsportal KennstDuEinen und der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft eco vorgestellt haben. Für die Untersuchung wurden mehr als 1.100 Dienstleister interviewt. Interessierte Betriebe können den Report mit einer E-Mail an Report2008@KennstDuEinen.de oder unter der kostenfreien Rufnummer 0800 5200100 anfordern.

Weitere Ungereimtheit laut KennstDuEinen/eco-Report: 85 Prozent der Dienstleister gewinnen neue Kunden über Empfehlungen aus ihrer Stammkundschaft heraus. Dennoch verzichten zwei Drittel der Betriebe darauf, ihre Kunden um persönliche Weiterempfehlungen zu bitten. Sie investieren statt dessen zu 64 Prozent in klassische Werbung wie Anzeigen, Branchenbucheinträgen und Handzettel und zu 49 Prozent in Internet-Marketing. Aber nicht einmal 5 Prozent aller Neukunden werden durch diese Werbemaßnahmen gewonnen. Mit anderen Worten: Über 95 Prozent der Werbung verpufft wirkungslos, wie der gemeinsame Report von KennstDuEinen.de und dem eco-Verband aufzeigt.

Ebenfalls kurios: Beinahe drei Viertel der Dienstleister pflegen eine Kundendatenbank im Computer, aber weit weniger als die Hälfte (43 Prozent) speichern die E-Mail-Adressen ihrer Kunden. Nicht einmal ein Drittel (31 Prozent) versenden elektronische Post an ihre Kunden.

„Der von Selbstständigen und Kleinbetrieben geprägte Dienstleistungssektor setzt auf die falschen Pferde“, analysiert KennstDuEinen.de-Geschäftsführer Carsten Schmidt: „Statt zufriedene Kunden für Weiterempfehlungen zu gewinnen und statt interaktiver Online-Kommunikation wird das Geld in plakative Werbung gesteckt, die nachweislich kaum etwas bringt.“

Thomas von Bülow, Vorstand des eco Verbandes der deutschen Internetwirtschaft, ist erschüttert: „Ärzte, Friseure, Handwerker und alle anderen Dienstleister sind zu weiten Teilen immer noch nicht im Internet-Zeitalter angekommen. Es wird aber dringend Zeit, dass die Betriebe nach der ersten Euphorie und der anschließenden Ernüchterung jetzt endlich zur Realität beim Online-Marketing und Internet-Business finden. So machen sich beispielsweise immer mehr Verbraucher im Internet kundig, bevor sie einen Betrieb auswählen. Empfehlungen durch Verbraucher, der Internetauftritt und die Suchmaschinenergebnisse müssen passen, sonst darf sich kein Dienstleister wundern, wenn am Ende die Kunden wegbleiben.“

Im KennstDuEinen/eco-Report werden die verschiedenen Branchen gegenübergestellt. Kuriose Erkenntnisse: Malermeister stecken am meisten Geld in klassische Werbung und Apotheker sind die eifrigsten Online-Werber. Finanzberater leben stärker als andere Branchen von den Empfehlungen ihrer zufriedenen Kunden, gefolgt von Zahnärzten und Kfz-Werkstätten. Gartenbaubetriebe machen am wenigsten Werbung und liegen bei der Gewinnung neuer Kunden dennoch an vorderster Stelle – durch Empfehlungen ihrer Stammkunden.

America.com – Internetdomain wird versteigert

America.com steht nun offiziell zum Verkauf: Wird der beste Domain-Name in die Hände Amerikas fallen oder wird ein anderes Land sich ihn unter den Nagel reißen? Bald werden wir es wissen, wenn dieser Domain-Verkauf, der alle Rekorde brechen und in die Geschichte eingehen dürfte, über die Bühne gegangen ist.

Internet Media Consultants SA wurde exklusiv mit dem Verkauf dieses Domain-Namens der Spitzenklasse beauftragt: America.com. Das Unternehmen IMC hat sich mit GreatDomains.com, einem Geschäftsbereich von Sedo.com, zusammengeschlossen, um die bevorstehende Online-Auktion abzuhalten, die für den Zeitraum vom 22. Mai 2008, 14.00 Uhr EST (Eastern Standard Time) bis zum 29. Mai 2008, 14.00 Uhr EST angesetzt ist.

„Zahlreiche Unternehmen und Investoren aus der ganzen Welt haben bereits großes Interesse bekundet“, so Paolo Belcastro, Director von IMC. „Eine solche Gelegenheit bietet sich wohl nur einmal im Leben, und man muss davon ausgehen, dass der künftige Besitzer den Domain- Namen in Zukunft auch nicht unbedingt wieder hergeben wird.“

Laut den Einschätzungen mehrerer internationaler Experten aus der Branche beläuft sich der Wert der Domain auf 3,5 bis 7,3 Millionen US-Dollar. Bei einem festgesetzten Mindestpreis von über 1.000.000 US-Dollar dürften den Erwartungen zufolge zahlreiche vorangegangene Verkaufsrekorde gebrochen werden.

Branchenanalysten bezeichneten diesen hochrangigen Domain-Namen kürzlich als „Sofortgeschäft“. Ihrer Ansicht nach fällt er unter die 1 % der besten Domain-Namen der Welt. Diese Domain bietet unbegrenzte Möglichkeiten zur Verwirklichung von Geschäftsmodellen und dürfte in Zukunft eine attraktive Einnahmequelle darstellen.

Im Jahr 1999 wurde der Domain-Name Business.com für 7,5 Millionen US- Dollar verkauft. Nur einige Jahre später wurde die weiterentwickelte Domain Business.com für über 345 Millionen US-Dollar an R.H. Donnelly weiterverkauft. Ein ähnliches Zukunftsszenario ist auch für America.com denkbar.

Zu den jüngsten Domain-Verkäufen zählen: Sex.com 12,5 Mio. USD, IRS.com 12,5 Mio. USD, Fund.com 9,9 Mio. USD, Porn.com 9,5 Mio. USD und Diamond.com 7,5 Mio. USD. Vergangenen Monat wurde Pizza.com für 2,6 Millionen US-Dollar auf GreatDomains.com verkauft.