Online Konto eröffnen und Geld sparen

Online Konto eröffnen und Geld sparen: Wenn die Kontoführungsgebühren bei Ihrer Bank zu hoch sind, dann kann es sich lohnen, die Bank zu wechseln und kostenlos ein Girokonto zu eröffnen.

Da kann man sich manchmal schon ärgern. Jeden Monat geht auf der Bank das Gehalt oder die Rente auf dem Konto ein und die Bank arbeitet mit diesem Geld – aber es werden auch noch Kontoführungsgebühren verlangt! Hier dieses Geld summiert sich schnell zu einem beachtlichen Betrag zusammen und es können schon mal 120 Euro im Jahr sein, was die Bank für die Führung des Kontos verlangt. Eine Alternative kann ein kostenloses Girokonto bieten. Es gibt zahlreiche Direktbanken, wo Sie auch online ein Konto eröffnen können. Sofern Sie einen regelmäßigen Geldeingang, wie Lohn, Gehalt oder Rente beziehen, dann können Sie bei diversen Direktbanken kostenlos ein Girokonto eröffnen inklusive kostenloser Kontoführung, Bargeld abheben an Geldautomaten, persönlicher Beratung, kostenloser ec-Karte, Dispokredit und Online-Banking. Einige Banken bieten auch ein Girokonto kostenlos für Schüler und Studenten. Sie können zwar bei vielen Direktbanken im Internet ein Konto online eröffnen, aber man sollte vorher prüfen, ob es sich auch um eine seriöse Bank handelt. Von Banken mit Sitz außerhalb der EU sollte man vorsichtig sein. Wenn Sie aber eine bekannte Bank mit Sitz in Deutschland nehmen, sind Sie auf der sicheren Seite. Ein Girokonto kostenlos – mit diesem Versprechen gehen viele Banken auf Kundenfang. Damit auch wirklich alles kostenlos ist, müssen Sie sehr genau das „Kleingedruckte“ lesen und die AGBs prüfen, gerade auch wenn Sie ein Online Konto eröffnen. Lassen Sie sich Zeit und wechseln Sie nicht gleich zur erst besten Bank. Eine kundenorientierte Bank erkennen Sie auch daran, ob Sie Ihnen einen gratis Bankwechsel-Service anbietet, d.h. die Bank kümmert sich um den Papierkram bei Lastschriften etc. Ein kostenloses Girokonto bietet u.a. die Sparda-Bank, DKB-Cash, 1822direkt, Wüstenrot Direct, Comdirect, DAB Bank, Norisbank oder die Commerzbank.

Finanzmanagement als Erfolgsfaktor

Deloitte-Studie „Mastering Finance in Business“ weist direkten Einfluss integrierter Finanzabteilungen auf die Unternehmensperformance nach.

Wie die aktuelle Deloitte-Studie „Mastering Finance in Business“ unter 70 internationalen Unternehmen der Fertigungsindustrie zeigt, haben diejenigen, die ihre Finanzkompetenzen deutlich optimieren und auf strategische sowie operative Schlüsselbereiche ausweiten, die besten Perspektiven. Sie sind überdurchschnittlich erfolgreich und verbessern ihre Performance erheblich. Entscheidend ist, dass diese Unternehmen ihre Finanzkompetenz nicht nur zur Sicherstellung der Compliance und der Effizienz von Finanzprozessen nutzen (Steward- und Operatorfunktion), sondern darüber hinaus zur Strategieentwicklung und Umsetzung einsetzen (Strategie- und Katalysatorfunktion).

„Jetzt, wo das globale wirtschaftliche Klima rau wird und Liquiditätssicherung sowie Kosteneinsparungen ganz oben auf der Agenda stehen, nutzen Unternehmen jede Chance, ihre Potenziale auszuschöpfen um ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Die Integration der Finanzabteilung in alle Unternehmensbereiche spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Dies setzt den gezielten Aufbau einer am Geschäft orientierten Finanzkompetenz voraus“, so Dr. Hans-Rudolf Röhm, Partner und globaler Leiter Manufacturing bei Deloitte.

Hürden der Unternehmenspraxis
Hürden und Widerstände, die dem geschäftlichen Erfolg im Wege stehen, sind zahlreich: Sie erstrecken sich von mangelhaftem Performance-Management über den „War for Talents“ bis hin zu unzureichendem Risikomanagement. 72 Prozent der befragten Unternehmen beklagen eine fehlende Verbindung bzw. die Widersprüchlichkeit von strategischer und operationaler Entscheidungsfindung, fast ebenso viele haben keine allgemein gültigen Prozessstandards, 55 Prozent konstatieren einen Mangel an strategischer und operationaler Flexibilität, ebenfalls um die 50 Prozent benennen falsche oder unpräzise Forecasts als Problem. Auch fehlt vielen Unternehmen eine adäquate Informationsbasis zur Entscheidungsfindung.

„Finance Masters“ nutzen strategische und Katalysatorfunktion
Den Ergebnissen der Studie zufolge haben viele Unternehmen bei der Kontrollsicherheit und Prozesseffizienz im Finanzbereich gute Fortschritte gemacht. Anders sieht es jedoch bei der Entwicklung und nachhaltigen Umsetzung der Geschäftsstrategien aus. Insgesamt ist die Nutzung dieser Finance Business Roles der am schwächsten ausgeprägte Bereich des Finanzmanagements. Erst ein Viertel hat hier bereits verstärkt Kompetenzen aufgebaut und gelten als „Finance Masters“. Diese übertreffen den Wettbewerb insbesondere bei Unternehmenswachstum, Umsatzrendite, Profitabilität, Gewinn und Gewinnausschüttung.

Investitionen aus der Business-Perspektive
Um alle Geschäftspotenziale der Unternehmensfinanzen auszuschöpfen, helfen folgende Punkte: Investitionen in Finanzkapazitäten sollten stets aus einer Business-Perspektive, insbesondere der Businessstrategie und dem Performance-Management erfolgen. Im Vordergrund stehen Identifikation und Priorisierung von zentralen und performancerelevanten Bereichen wie Pricing, Kostenkalkulation und Supply Chain. Auch bei Investitionen in IT und Entwicklung sollte die Finanzabteilung eine Schlüsselrolle haben.

„Erfolgreiche Unternehmen – ‚Finance Masters‘ – weisen bestimmte Kennzeichen auf: Sie verfügen über Finanzkompetenz, die die Steuerung der Unternehmensperformance genauso unterstützt wie strategische Entscheidungen. Sie kann Investitionen im Abgleich zu den Markterwartungen evaluieren, durch Integration in die Supply Chain ihre Vertriebsinformation, Forecasts und die operationale Planung verbessern und die Innovationen mit den besten Erfolgsaussichten identifizieren. Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass eine kompetente und in das Geschäft integrierte Finanzfunktion die auf Wertschaffung ausgerichtete Transformation von Unternehmen am meisten voranbringt“, resümiert Dr. Hans-Rudolf Röhm.

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Belastet von der weltweiten konjunkturellen Eintrübung und der Finanzmarktkrise befindet sich der deutsche Mittelstand zum Jahreswechsel im Stimmungstief. Das monatlich gemeinsam von der KfW Bankengruppe und dem Münchner ifo Institut berechnete Geschäftsklima kleiner und mittelgroßer Unternehmen zeigte erneut einen deutlichen Stimmungsverfall im Mittelstand an.

Das aus Erwartungs- und Lagekomponente zusammengesetzte KfW-ifo-Geschäftsklima ist mit nunmehr -20,5 Saldenpunkten nur noch sehr knapp von seinem aus dem Dezember 2002 stammenden historischen Tiefststand (-20,7 Saldenpunkte) entfernt. Die Datentabelle und Grafiken des Indikators sind unter kfw.de in der Kategorie „Research“ abrufbar.

„Die anhaltend schlechten Wirtschaftsnachrichten haben die Perspektiven der Mittelständler weiter eingetrübt und die Erwartungskomponente auf ein neues Tief von -33,3 Saldenpunkten gedrückt.“, erklärt der Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, Dr. Norbert Irsch. Erschreckend ist, mit welcher Wucht nun den Mittelständlern die Geschäfte wegbrechen: Nach einem historisch starken Rückgang im November um 8,3 Zähler sank die Lagekomponente erneut um 9,1 Zähler auf -7,8 Saldenpunkte. Erstmals seit 2005 überwiegen die negativen Lageurteile. Damit steht fest: Nach gängiger Definition – Lage- und Erwartungskomponente negativ – befindet sich der Mittelstand in der Stimmungsrezession.

Ist das Geschäftsklima im Mittelstand schlecht, so ist es bei den Großunternehmen miserabel. Mit -38,2 Saldenpunkten wurde hier das bisherige Stimmungstief aus dem Februar 1993 bereits unterboten. Ebenso wie bei den Mittelständlern waren die Lageurteile im Dezember eingebrochen; mit -24,3 Saldenpunkten bewerteten jedoch deutlich mehr Großunternehmen ihre derzeitige Geschäftslage als schlecht. Und auch zukünftig scheinen die Großunternehmen die Hauptleidtragenden der Krise zu sein: „Noch nie in der 17-jährigen Historie des Indikators lagen die Saldenwerte der Erwartungskomponente zwischen den Größenklassen derart weit auseinander. Der Anteil der Großunternehmen, die pessimistisch in die Zukunft blicken, ist damit deutlich größer als der vergleichbare Anteil der Mittelständler.“, so Irsch.

Spuren hinterlässt die Krise mittlerweile auch auf dem Arbeitsmarkt. Seit Oktober geben die kleinen und mittleren Unternehmen mehrheitlich an, Beschäftigung abbauen zu wollen. Im Dezember brach der Indikator erneut scharf ein. Nach der dramatischen Abschwächung des Exportgeschäfts zieht damit eine weitere Gefahr auf: Ansteigende Arbeitslosigkeit könnte die ohnehin seit langem schwache Kauflust der privaten Haushalte weiter bremsen. Für eine gewisse Entlastung der Konsumenten könnten hingegen die abermals gesunkenen Preiserwartungen der Unternehmen sorgen. Hier verspüren die Mittelständler einen stärkeren Druck als die Großunternehmen: Der entsprechende Indikator hat mit -13,9 Saldenpunkten einen neuen historischen Tiefststand erreicht.

Von den befragten vier Hauptgruppen – Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe sowie Groß- und Einzelhandel – leiden die Großunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes derzeit am stärksten: Aufgrund ihrer hohen Exporttätigkeit sind sie besonders stark von dem Wegbrechen der ausländischen Absatzmärkte betroffen. Gleichzeitig sinkt hierdurch die Kapazitätsauslastung und damit die Investitionstätigkeit, was die inländischen Märkte der Investitionsgüterproduzenten schrumpfen lässt. Dies schlägt sich in einem historisch scharfen Einbruch der Lagebeurteilung der Großunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes nieder. Der entsprechende Saldenwert fiel binnen drei Monaten um 41,8 Zähler auf-38,9 Saldenpunkte. In die Rezession mitgerissen wurden nun die Mittelständler dieser Branche. Ihre Lagebeurteilung sank im selben Zeitraum um 30,9 Zähler auf -13,6 Saldenpunkte und rutschte damit erstmals seit August 2005 unter seinen historischen Durchschnitt, der konzeptionell der Nulllinie entspricht.

„Nun ist es gewiss: Auch das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – der Mittelstand – befindet sich in der Stimmungsrezession. Mit dem starken Einbruch der Geschäftsurteile, die auf einen massiven Rückgang der Geschäftstätigkeit hindeuten, hat die Krise spürbar an Breite gewonnen.“, kommentiert der Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassen-bezogenen Auswertung des bekannten ifo Geschäftsklimaindex, bei dem monatlich rund 7.000 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel) aus West- und Ostdeutschland zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt werden, darunter rund 5.600 Mittelständler. Berichtet werden der Saldo der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage (Prozentanteil der Gutmeldungen abzüglich des Prozentanteils der Schlechtmeldungen), der analog ermittelte Saldo der Geschäftserwartungen für die kommenden 6 Monate, sowie das hieraus als Mittelwert errechnete Geschäftsklima. Zudem werden, ebenfalls als Saldengrößen, die Beschäftigungserwartungen sowie die inländischen Absatzpreiserwartungen der Unternehmen genannt. Sämtliche Zeitreihen sind saison- und mittelwertbereinigt. Die Nulllinie markiert somit den „konjunkturneutralen“ langfristigen Durchschnitt. Indikatorwerte größer (kleiner) Null weisen auf eine überdurchschnittliche bzw. positive (unterdurchschnittliche bzw. negative) Konjunktursituation hin. Die Ergebnisse werden nach Veröffentlichung des ifo Geschäftsklimaindex von der KfW Bankengruppe veröffentlicht. Der Indikator kann inkl. Datentabelle und Grafiken auf der Internetseite der KfW Bankengruppe kfw.de in der Kategorie Research abgerufen werden.

Finanzkrise und IT-Investitionen

Die aktuelle Bankenkrise macht hierzulande noch einen großen Bogen um die IT in den Finanzinstituten. Nur bei einem kleinen Kreis der Banken und Sparkassen stehen nach einer Erhebung im Auftrag des internationalen Systemhauses C&P AG die IT-Investitionen zur Disposition und sind deutliche Einschnitte vorgesehen.

Mehrheitlich wird bei den über 100 befragten Kreditinstituten eine solche Diskussion im Moment allerdings noch gar nicht geführt. Wo jedoch IT-Projekte gestrichen werden sollen, bleiben davon solche Maßnahmen weitgehend verschont, die entweder aus gesetzlichen Gründen – wie etwa der neuen Abgeltungssteuerung – erforderlich sind oder die eigene Vermarktung unterstützen.

Laut der Untersuchung plant gegenwärtig nicht einmal jede zehnte Bank deutliche Kürzungen bei den IT-Investitionen. Bei weiteren 15 Prozent sollen wenige größere Vorhaben zeitlich verschoben werden. In jedem fünften Fall stehen außerdem einzelne kleinere Projekte vor dem Aus. Drei von fünf der befragten Banken haben demgegenüber noch keinerlei konkrete Entscheidungen getroffen, Beschneidungen bei den IT-Budgets vorzunehmen und ursprünglich geplante Vorhaben auszusetzen oder vollständig zu stornieren.

Diese von der momentanen Bankenkrise relativ unabhängigen Investitionsplanungen entsprechen auch den Eindrücken des Systemhauses C&P AG, das vor allem in der Softwareentwicklung für Finanzinstitute tätig ist. „Bisher wurden weder Projekte gekürzt noch zukünftige Vorhaben zur Diskussion gestellt“, berichtet C&P-Vorstand Kurt Glabischnig aus der Praxis.

Daran soll sich nach den Einschätzungen der meisten befragten Bankmanager auch nicht wesentlich etwas ändern. So glauben nur 17 Prozent, es könne doch noch zu deutlicheren Einschnitten bei den IT-nahen Investitionen kommen. Weniger skeptisch ist der Rest. Diese Führungskräfte gehen davon aus, dass mögliche weitere Budget-Kürzungen nur in einem begrenzten Rahmen stattfinden werden (51 Prozent) oder sie vollständig von Mittelstreichungen verschont bleiben (32 Prozent).

Den Befragten der C&P-Umfrage zufolge stehen dann bei möglichen Sparmaßnahmen vor allem nur solche Maßnahmen auf dem Prüfstand, die sich auf die Optimierung der Unternehmensorganisation oder des IT-Infrastrukturbetriebs beziehen (27 bzw. 21 Prozent). Die Lösungen, in denen die Kreditinstitute Vorgaben des Gesetzgebers erfüllen müssen, sollen logischerweise kaum von Budget-Streichungen betroffen sein. Aber auch die vornehmlich marktorientierten Projekte stehen praktisch nicht zur Disposition. Dazu zählen alle technischen Maßnahmen und die Entwicklung solcher Anwendungen, die beispielsweise das Kundenmanagement, die Vermarktung der Bankprodukte und den Vertrieb unterstützen. Nur 7 Prozent der Befragten geben an, dass hier nach gegenwärtigem Entscheidungsstand Kürzungen erfolgen werden.

„Anders als in der Vergangenheit gehört es nicht mehr zum typischen Reflex, in Phasen wirtschaftlicher Krisen in erster Linie ein Cost Cutting vorzunehmen und sich bei den IT-Projekten vor allem auf Maßnahmen zur Kostenersparnis zu fokussieren“, glaubt Glabischnig eine wesentliche Änderung in den Bankenstrategien festgestellt zu haben. Stattdessen würde in einer solchen Situation der Blick auf eine Verbesserung der Vermarktungsbedingungen ausgerichtet. „Die Erlössteigerung wird heutzutage eher als ein probates Mittel zur Verbesserung der Rendite angesehen“, glaubt der C&P-Vorstand. Daraus leite sich die Konsequenz ab, dass es keinen wesentlichen Stillstand bei den IT-Maßnahmen geben dürfe und sich konjunkturelle Einflüsse weniger deutlich als früher im Investitionsverhalten niederschlagen.

Abgeltungssteuer

Keine Angst vor der Abgeltungssteuer: „Riester-Rente“ nicht betroffen – Verbraucherzentrale Sachsen informiert in spezieller Herbstaktion

Spar-, Anlage- und Vorsorgeprodukte werden ab Januar 2009 nicht gleichermaßen von der Abgeltungssteuer betroffen sein. So werden geförderte Altersvorsorgeprodukte zum Beispiel von der neuen Steuer nicht tangiert. Wer sich jetzt gut informiert, läuft nicht Gefahr, falsche Entscheidungen zu treffen und dadurch etwa finanzielle Verluste zu erleiden. Die Verbraucherzentrale Sachsen berät im September und im Oktober in einer speziellen Aktion interessierte Kleinanleger zu Anlageformen und Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Sachsen haben in den vergangenen Jahren tausende „Riester“- Sparverträge abgeschlossen. „Egal, ob es sich dabei um einen Fonds- oder Banksparplan oder um eine Rentenversicherung handelt, um die Abgeltungssteuer müssen sich diese Verbraucher keine Gedanken machen“, beruhigt Andrea Hoffmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. „Da bis zum 60. Lebensjahr kein Zufluss des gesparten Vermögens vorgesehen ist, wird in diesem Fall auch keine Abgeltungssteuer fällig.“ Und auch in der dann folgenden Rentenbezugsphase muss keine Abgeltungssteuer gezahlt werden. Stattdessen wird in dieser Zeit Einkommenssteuer erhoben, die aber im Rentenalter regelmäßig geringer als in der Zeit des Berufslebens ausfällt. Unter diesen Gesichtspunkten werden insbesondere Riester-Fondssparverträge auch für manchen interessant, der auf seine Einzahlungen keine staatliche Förderung erhält.

Für ungeförderte Kapitallebens- und Rentenversicherungen gibt es verschiedene Konstellationen. Für ab 2005 abgeschlossene Verträge gilt: Läuft die Kapitalversicherung mindestens 12 Jahre und ist der Versicherungsnehmer bei der Auszahlung mindestens 60 Jahre alt, so ist dann die Hälfte der Erträge mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. In allen anderen Fällen ist auf den vollen Ertrag Abgeltungssteuer zu zahlen, also zum Beispiel, wenn die Versicherung schon mit 55 ausgezahlt werden soll. Bei privaten Rentenversicherungen wiederum ist nur ein bestimmter Prozentsatz der Rente steuerpflichtig, dessen Höhe wiederum vom Alter des Empfängers abhängt. Diese Steuersituation wird derzeit von Versicherern gern als Verkaufsargument hervorgehoben. „Dabei sollte bedacht werden, dass der Steueraspekt nicht alleiniges Kriterium für eine gute Geldanlage ist“, empfiehlt Hoffmann. Die Rendite fällt bei vielen Kapital- und Rentenversicherungen bedingt durch hohe Kosten nicht all zu üppig aus.

Ein weiteres wichtiges Kriterium einer guten Geldanlage ist die Sicherheit. „Auch daran sollte im Lichte der Abgeltungssteuer gedacht werden, insbesondere wenn jetzt Anbieter des Grauen Kapitalmarktes auf Verbraucher zukommen“, warnt Hoffmann. Geschlossene Fonds und stille Beteiligungen sind zwar nicht von der Abgeltungssteuer betroffen, aber es besteht grundsätzlich ein Risiko des Totalverlustes.