IBM will eventuell Sun Microsystems kaufen

Laut einem Bericht des Wall Street Journal denkt IBM über einen Kauf von Sun Microsystems nach.

Sun Microsystems ist ein in Santa Clara ansässiger Hersteller von Computern und Software – z.B. die Programmiersprache Java. Weder IBM noch Sun gaben offiziell einen Kommentar gegenüber dem Blatt ab. Der Kaufpreis für Sun soll bei rund 6,5 Milliarden US-Dollar liegen, rund doppelt so hoch wie die Börsenbewertung des Unternehmens am Dienstagabend. Für IBM wäre dies wohl die größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte und eine deutliche Stärkung der eigenen Marktposition gegenüber dem größten Konkurrenten HP und dem Newcomer Cisco im Servermarkt. (via: Golem)

„Stretch“-Supercomputer

IBM feiert den 50. Geburtstag des „Stretch“-Supercomputers, der die Computerindustrie durch Technologien, die heute in Laptops, iPods und Supercomputern verwendet werden, grundlegend verändert hat. Gleichzeitig wurde durch den „Stretch“-Supercomputer eine Innovationskultur bei IBM begründet, die bis heute besteht.

Der „Stretch“-Supercomputer war der Versuch in den 50er Jahren einen Computer zu entwickeln, der 100mal schneller als der 704 sein sollte, ein IBM Supercomputer dieser Zeit. Bei der Markteinführung war der „Stretch“-Computer schließlich 30 bis 40 Mal schneller als andere Systeme.

Es wurden insgesamt zehn dieser Systeme gebaut.

Die Geschichte ist an dieser Stelle noch nicht zu Ende. Der „Stretch“-Computer war mit Technologieinnovationen vollgepackt. Diese waren so grundlegend, dass sie in der IT-Welt bis heute verwendet werden und für IT-Anwender selbstverständlich geworden sind. Einige Beispiele dafür sind:

– Multiprogrammierung ermöglicht es Computern, mehr als eine Aufgabe gleichzeitig zu bearbeiten
– Pipelining – das Hintereinanderreihen von Instruktionen – erlaubt eine unterbrechungsfreie Bearbeitung von Rechenoperationen
– Memory Protection verhindert einen unauthorisierten Hauptspeicherzugriff und ist damit absolut essentiell für die Systemsicherheit
– Memory Interleaving teilt den Hauptspeicher zur Steigerung der Bandbreite in kleine Pakete auf
– Das 8-Bit Byte, das die Daten-Standardgröße geworden ist und jeweils ein Zeichen repräsentiert.

Diese Innovationen bilden die Basis für Computing, wie wir es heute kennen.

In der Nachfolge des „Stretch“-Computers wurden die damals erzielten Innovationen in das nächste große IBM Projekt integriert, den erfolgreichen System/360-Mainframe. Von dort aus haben sie Eingang gefunden in fast alle Bereiche des heutigen Mainstream-Computings.

Weitere Informationen unter ibm.com

IBM BladeCenter-System QS22

IBM hat das neue IBM BladeCenter-System QS22 vorgestellt, das mit seiner wirtschaftlichen Supercomputing-Technologie auf die wachsenden Rechenanforderungen im Finanzbereich, bei medizinischen Bilddaten oder bei der Schaffung von Digital-Media-Inhalten reagiert und kommerzielles Hochleistungsrechnen attraktiver macht.

Im Zentrum des QS22 steht ein neuer Prozessor auf der Basis der Cell-Broadband-Engine-Architektur. Der Prozessor, genannt IBM PowerXCell 8i, ist rund fünfmal schneller als der ursprüngliche Cell/B.E.-Prozessor. Mit bis zu 32 Gigabyte Hauptspeicher kann das QS22 dabei Aufgaben bearbeiten, die vorher die Rechenleistung von Dutzenden von Servern erforderten. Ein Arzt könnte damit beispielsweise die Rechenzeit für eine Tumordiagnose durch medizinische Bilddaten auf Sekunden statt vorher Stunden reduzieren.

IBM hat das QS22-Blade in ein Ökosystem von mehr als 20 IBM Geschäftspartnern eingebunden, die Cell/B.E.-Technologielösungen für wichtige Analyse- und Bildverarbeitungsprojekte bereitstellen können. Gleichzeitig haben 35 Universitäten Ausbildungspläne und Ressourcen darauf abgestimmt. Diese Investitionen schaffen ein Klima, das die Markteinführung von Supercomputing-Innovationen weiter begünstigt und diese Technologie auch einem breiterem Anwenderspektrum zugänglich macht. Bereits mehr als 50 Kunden weltweit verlagern wichtige Aufgaben auf IBM QS22-Blades.

Beispielsweise bietet die Platform-Computing-„Symphony“-Lösung eine skalierbare Infrastruktur für ultraschnelle Pre- und Post-Trade-Analytik-Aufgaben. In Kombination mit dem QS22-Blade können Trader Portfoliosimulationen bedeutend schneller ablaufen lassen und die Berechnungszeiten um bis zu 80 Prozent verkürzen. Zusätzlich ermöglicht die aufeinander abgestimmte Lösung eine schnellere Einsetzbarkeit ausgefeilter Analytik-Anwendungen in wichtigen Handelsraum-Umgebungen.

Das QS22 wurde als ein zentrales Element der IBM Initiative zur nächsten Generation von Rechenzentren entwickelt. Das QS22-Blade nutzt Red Hat Enterprise Linux als primäres Betriebssystem und die offene Entwicklungsumgebung von Eclipse.