Kabel Deutschland bis 100 Mbit/s-schnelles Internet

Kabel Deutschland (KDG) startet in Hamburg mit ihren neuen Internet-Geschwindigkeiten: Ab sofort haben Neukunden die Wahl, mit bis zu 100 Mbit/s oder mit bis zu 60 Mbit/s im Netz zu surfen.

Innerhalb der folgenden sechs Monate beabsichtigt das Unternehmen zudem, die neuen Internet- und Telefon-Produkte „Paket Comfort 100“ und „Paket Comfort 60“ in Berlin, Hannover und München einzuführen. Darüber hinaus ist geplant, dass diese hohen Geschwindigkeiten im Laufe der nächsten 12 bis 18 Monate nahezu im gesamten modernisierten Verbreitungsgebiet von KDG verfügbar sind. Angebote für Bestandskunden werden folgen.

Die Maximalgeschwindigkeit von 100 Mbit/s ist derzeit zum monatlichen Preis von 42,90 Euro während der Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten erhältlich. Danach fallen 49,90 Euro pro Monat für „Paket Comfort 100“ an. „Paket Comfort 60“ bietet bereits für monatlich 32,90 Euro eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 60 Mbit/s. Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten beträgt der Preis 39,90 Euro pro Monat. Beide Produkte beinhalten zudem eine Telefon-Flatrate mit zwei Leitungen für kostenlose Gespräche in das deutsche Festnetz. Neukunden können die Verfügbarkeit der neuen Geschwindigkeiten in Hamburg im Internet unter folgendem Link unverbindlich prüfen: kabeldeutschland.de

Der für diese hohen Geschwindigkeiten nötige Datenübertragungsstandard im Breitband-Kabelnetz heißt DOCSIS 3.0 (Data Over Cable Service Interface Specification). Nach dem erfolgreichen Start in Hamburg wird Kabel Deutschland den Standard sukzessive in ihrem für Internet und Telefon modernisierten Breitband-Kabelnetz einführen. Somit sind bis zu 100 Mbit/s- und 60 Mbit/s-schnelle Internet-Produkte auch in kleineren Städten und ländlichen Regionen im für Internet und Telefon modernisierten Verbreitungsgebiet möglich.

Alice Service-Studie 2009

Guter Service ist laut der Alice Service-Studie 2009, durchgeführt von der TNS Infratest RI GmbH, mittlerweile hinter der Produktqualität das wichtigste Entscheidungskriterium deutscher Konsumenten.

Der Telekommunikationsanbieter Alice hat dies früh erkannt und gibt seinen Kunden seit April das Alice Service-Versprechen: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass noch vor kurzer Zeit für viele Kunden in erster Linie der Preis ausschlaggebend war. Gerade in diesem Bereich haben sich die Telekommunikationsanbieter jedoch relativ stark angenähert, so dass sich die Unternehmen jetzt über andere Leistungen von den Mitbewerbern differenzieren müssen“, erklärt Jaron Adamaszek, Quality Officer bei Alice. „Mit unserem Service-Versprechen haben wir nicht nur als erster Telekommunikationsanbieter konsequent auf Service gesetzt, sondern bieten nach wie vor auch die umfassendsten Maßnahmen. Wir fühlen uns dadurch bestätigt, dass viele unserer Wettbewerber jetzt nachziehen.“

Alice
Vanessa Hessler als „Alice“ – Foto: HanseNet Telekommunikation GmbH

Doch was genau bedeutet guter Service für die Kunden? Laut der repräsentativen Alice Service-Studie 2009 ist Verlässlichkeit der Aussagen am wichtigsten, also, dass Zusagen eingehalten werden. Ähnlich bedeutend ist für sie, dass ihr Anliegen durch kompetente Ansprechpartner sofort, vollständig und richtig bearbeitet wird. Freundlichkeit sowie „echte Menschen“ anstelle von Sprachcomputern an der Hotline sehen die Verbraucher ebenfalls als ein wichtiges Merkmal von gutem Service. „Wir haben uns bei der Entwicklung des Service Versprechens realistische Ziele gesteckt, uns genau überlegt, was der Kunde tatsächlich will und Prozesse entsprechend langfristig verbessert. Deshalb können wir uns den Kunden gegenüber zur Einhaltung unserer Versprechen verpflichten.“ Zum Service-Versprechen gehören unter anderem der reibungslose Wechsel zu Alice sowie die Entstörung innerhalb von 24 Stunden nach Störungsmeldung. Sollte Alice diese Versprechen einmal nicht halten können, bekommt der Kunde einen Freimonat. Zudem arbeitet das Unternehmen ständig daran, den Service weiter auszubauen. Deshalb stellt Alice seit kurzem am Anschlusstag eine kostenfreie Hotline zur Verfügung. Und lässt sich die technische Frage am Telefon nicht beantworten, kommt ein Service-Techniker vorbei – natürlich kostenlos.

Zudem hilft Alice auch weiterhin beim Anbieterwechsel, indem sich das Unternehmen um die Kündigung des bestehenden Festnetzanschlusses sowie die Übernahme der Festnetz- und Mobilfunknummer kümmert. Bei einem Wechsel zu Alice meldet sich der Kunde nur im Alice Service-Center und Alice übernimmt dann die Kündigung beim alten Anbieter, die Übertragung der Nummer und sogar die Kosten für die Rufnummernmitnahme der Festnetz- oder Mobilfunknummer anfallen. Die bei vielen Kunden so unbeliebten Sprachcomputer verbannte Alice bereits im Sommer 2008 von der Hotline.

Die Maßnahmen der Telekommunikationsanbieter, ihren Service zu verbessern, tragen bereits erste Früchte: Denn während lediglich 28 Prozent der Befragten das Gefühl haben, der Service sei in Deutschland im Allgemeinen in den letzten drei Jahren besser geworden, spürt schon jeder Dritte eine Steigerung der Service-Qualität im Bereich der Telekommunikation. Noch deutlicher wird diese Entwicklung bei einem Blick auf die unzufriedenen Kunden: 32 Prozent der Konsumenten bewerten den Service allgemein heute schlechter als noch vor drei Jahren, während dies nur 17 Prozent über den Service der Telekommunikationsunternehmen sagen.

„Über den Service in der Telekommunikationsbranche wurde in der Vergangenheit immer wieder viel geschimpft – zum Teil auch zu Recht“, gibt Jaron Adamaszek zu. „Der Fokus der Telekommunikationsanbieter lag zunächst primär darauf, neue Kunden zu gewinnen. Innerhalb der letzten zwei Jahre sind aber erhebliche Verbesserungen in der Branche spürbar. Mit den jetzigen Maßnahmen kann man sagen, dass es einen Trendwechsel in Richtung Qualität für den Kunden gegeben hat“, beurteilt er die Entwicklung.

Quelle: Alice Service-Studie 2009; CATI adhoc Studie mit repräsentativer Stichprobe; durchgeführt im Juli 2009 von der TNS Infratest RI GmbH

Internetsperren – einige Internetprovider unterschreiben freiwillig

Bisher haben sich fünf große Internetprovider freiwillig dazu verpflichtet, die von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen geforderten Internetsperren künftig einzurichten.

Telekom, Vodafone, Alice/HanseNet, Kabel Deutschland und Telefónica O2 sind auf die Forderung von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen eingegangen und haben eine freiwillige Vereinbarung zur Sperrung von Websites mit Kinderpornografie unterzeichnet. 1&1 Internet, Versatel und Freenet waren an den Verhandlungen beteiligt, lehnten eine Vereinbarung ohne gesetzliche Grundlage aber ab.

Die freenet AG hat neben der 1&1 Internet und Versatel bislang keine Vereinbarung mit dem Bundeskriminalamt zur Sperrung von Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten unterzeichnet. Freenet nimmt hierzu wie folgt Stellung: „Die freenet AG unterstützt den Kampf gegen die Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten im Internet und hat sich von Anfang an konstruktiv und kontinuierlich in die von Ministerien, BKA und Internetprovidern ins Leben gerufene Arbeitsgruppe eingebracht. Entgegen der Behauptung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Gespräche abgebrochen zu haben, sind wir selbstverständlich auch weiterhin zum Dialog bereit. Die Unterzeichnung der vom BKA vorgelegten Vereinbarung lehnen wir dennoch ab, da die von uns geforderte Rechtssicherheit zur Umsetzung der Sperrmaßnahmen nach wie vor nicht gegeben ist. Im Gegenteil: Auf Grundlage der aktuellen Gesetzeslage bestehen erhebliche rechtliche, insbesondere verfassungsrechtliche Bedenken, die im Übrigen auch vom Bundesjustizministerium geteilt werden. Die gewünschten Sperrmaßnahmen verletzen Grundrechte der Bürger, insbesondere das Fernmeldegeheimnis sowie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Die Umsetzung des sogenannten Access Blocking würde die Filterung der gesamten Kommunikation im Internet bedeuten. Jeder einzelne Datenstrom müsste zumindest daraufhin überprüft werden, ob mit ihm kinderpornografische Inhalte abgerufen werden sollen. Dies würde auch eine Überprüfung unbescholtener Internetbenutzer bedeuten. Darüber hinaus würde gezielt von Verbindungs- und unter Umständen auch von Inhaltsdaten Kenntnis genommen, was einem schweren Grundrechtseingriff gleichkommen würde. Die freenet AG ist verpflichtet, sich hier rechtskonform zu verhalten und entsprechend sorgsam mit den Daten ihrer Kunden umzugehen. Es bedarf daher des raschen Handelns des Gesetzgebers, eine entsprechende Grundlage zu schaffen, die es den Unternehmen ermöglicht, die technisch erforderlichen Maßnahmen im rechtssicheren Rahmen umsetzen zu können. Die freenet AG geht weiterhin davon aus, dass ein entsprechendes Gesetz, wie von Frau Zypries bereits angekündigt, noch bis August 2009 verabschiedet werden wird. Es stellt sich daher die Frage, ob es sinnvoll ist, eine verfassungsrechtlich höchst bedenkliche Vereinbarung zu unterzeichnen, wenn eine Umsetzung der Sperrmaßnahmen ohnehin erst nach Inkrafttreten eines entsprechenden Gesetzes möglich ist, das die nötige Rechtssicherheit schafft. Die freenet AG ist der Auffassung, dass die Unternehmen, die Sperrmaßnahmen ohne gesetzliche Grundlage umsetzen, sich in einem rechtsunsicheren Raum bewegen.“

Breitband Internet – Telekom ueberprueft Investitionen

Die Deutsche Telekom stellt den stärkeren Ausbau von Breitbandanschlüssen für unversorgte Gebiete im ländlichen Raum auf den Prüfstand.

Die Investitionen werden angesichts der am Dienstag von der Bundesnetzagentur bekannt gegebenen Entscheidung zur Absenkung des Preises für die „letzte Meile“ (Teilnehmeranschlussleitung) neuen Wirtschaftlichkeitsberechnungen unterzogen. Die Deutsche Telekom hat im Breitbandsegment einen Marktanteil von rund 50 Prozent und kann mit solchen Entgelten nicht die Breitbandversorgung in Deutschland allein herstellen: „Auch die Wettbewerber, die sich für einen Senkung stark gemacht haben, sind jetzt gefordert, in Breitband im ländlichen Raum zu investieren. In einem liberalisierten Markt kann die Last des Ausbaus nicht von einem Unternehmen allein getragen werden“, erklärt Timotheus Höttges, Vorstand Finanzen der Deutschen Telekom.

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Unternehmen, die in den kostenintensiven Aufbau auf dem Land investieren, brauchen Investitionsanreize auch bei den Vorleistungspreisen und Sicherheit bei den Laufzeiten. „Die Entscheidung der Behörde ist für uns ein Investitionshemmnis“, so Höttges. Während die Bundesnetzagentur in anderen Branchen wie Energie den Investitionsbedarf in moderne Infrastruktur durchaus berücksichtigt und Netz-Betreibern höhere Entgelte zubilligt, kennt sie bei der Regulierung des Telekommunikationsmarktes auch in einer Wirtschaftskrise nur ein Ziel: Dienstleistungen immer billiger machen.

Die Deutsche Telekom hatte in ihrem Antrag auch die Kosten für den sozialverträglichen Personalumbau geltend gemacht. Diese Sonderlasten waren der Bundesnetzagentur detailliert dargelegt worden, so dass eine Berücksichtigung beim TAL-Entgelt erstmals möglich gewesen wäre. Die Kosten für Personalmaßnahmen und die nachgewiesenen Kosten für die Vivento, die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft der Deutschen Telekom, wurden jedoch nicht bei der Preisfestlegung anerkannt. Damit werden die gesamten Umbaukosten der Marktliberalisierung bei der Deutschen Telekom belassen – aus Sicht des Unternehmens eine sozial unverträgliche Regulierungspolitik der Behörde.

Die Regulierungsbehörde hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass der monatliche Preis, den Wettbewerber für die Leitungen zahlen müssen, um 0,30 Euro auf 10,20 Euro reduziert wird. Auf Basis der aktuell vermieten Anschlüsse, die bei mehr als 8 Millionen liegen, wird dem Konzern damit durch die Entscheidung ein hoher zweistelliger Millionenbetrag entzogen.

Die Deutsche Telekom hatte 2008 rund 100 Millionen Euro in den Ausbau weißer Flecken investiert und damit mehr als 400.000 Haushalte zusätzlich mit einem Breitbandanschluss versorgt. Für 2009 ist eine ähnliche Investitionssumme vorgesehen und der Konzern hatte auch beabsichtigt, diese Summe noch aufzustocken, um die Breitbandversorgung im ländlichen Raum in Deutschland zu verbessern. Angesichts des regulatorischen Rahmens müssen in den kommenden Wochen zusätzliche Investitionen überprüft werden. Auch bei den bereits geplanten Ausbauprojekten muss die Wirtschaftlichkeit noch einmal bewertet werden. Die Deutsche Telekom muss als Unternehmen solche Veränderungen der Rahmenbedingungen in ihren Planungen berücksichtigen.

Breitbandversorgung ist aus Sicht des Unternehmens eine Schlüsselinfrastruktur für den Standort Deutschland. Darum muss nicht nur der ländliche Raum angeschlossen werden, sondern auch die verfügbare Bandbreite ausgebaut werden. Die Deutsche Telekom hat seit 1999 rund 10 Milliarden Euro in den Aufbau moderner Breitbandinfrastruktur allein im Festnetz investiert. Aktuell können rund 96 Prozent der Haushalte in Deutschland mit einem Breitbandanschluss versorgt werden. In Deutschland ist das moderne VDSL, das Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s ermöglicht, in 50 Städten verfügbar.

Das TAL-Entgelt zahlen andere Telekommunikationsunternehmen monatlich an die Deutsche Telekom für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung, der so genannten „letzten Meile“. Als „letzte Meile“ wird in Telekommunikationsnetzen der Abschnitt der Leitung zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Anschluss beim Kunden bezeichnet. Die Teilnehmeranschlussleitung ist eine wichtige Vorleistung im deutschen Telekommunikationsmarkt. Mit rund 8 Millionen vermieteten Teilnehmeranschlussleitungen (Stand Q4 2008) ist Deutschland mit weitem Abstand europäischer Spitzenreiter.

Internet – Kunden oft unzufrieden mit Internetprovider

Zwei von fünf Usern sind mit ihrem Internet-Anbieter unzufrieden, fast jeder Vierte hat akute Wechselabsichten: So lautet das Ergebnis einer Umfrage des Internet-Portals online-tarife.de. Vor allem zu hohe Preise und schlechter Service sorgen bei den Nutzern für Wechselstimmung.

Der Wettbewerb auf dem Markt der Internet-Provider ist hart, fast täglich gibt es neue Angebote. Aber erfüllen diese auch die Erwartungen der Kunden? Das Internetportal online-tarife.de wollte es wissen und stellte seinen Besuchern die Frage, wie zufrieden sie mit ihrem Internet-Anbieter sind. Ergebnis: Nur knapp 20 Prozent sind „Sehr zufrieden“, weitere 43,2 Prozent fanden immerhin keinen konkreten Grund zur Klage.

Schlechter Service verärgert viele Kunden
38,6 Prozent zeigten sich jedoch „eher unzufrieden“ mit ihrem Anbieter, annähend jeder vierte Befragte (22,7 Prozent) möchte deshalb wechseln. „Vor allem das Preis-/Leistungsverhältnis oder schlechter Service sorgen für Unzufriedenheit bei den Kunden“, beurteilt Henrik Wolter, Experte des Internet-Portals online-tarife.de die Situation, „insbesondere über den Kundenservice per E-Mail und Telefon gibt es immer wieder Klagen“. Aber auch wenn die Übertragungsgeschwindigkeit nicht das hält was der Anbieter verspricht, kommt Missstimmung beim Verbraucher auf. Nicht zuletzt sorgt die für den Laien schier undurchschaubare Angebotsvielfalt bei den Online-Tarifen oftmals eher für Verwirrung als für Klarheit.

Unzufriedene Kunden finden kostenlose Beratung beim Internet-Portal online-tarife.de. Ein Tarifrechner ermittelt anbieterunabhängig in wenigen Schritten den individuell passenden Online-Tarif.