CeBIT 2010 Top-Trends der Messe

CeBIT Trends: Auf der Eröffnungsfeier zum Start der CeBIT 2010 wurden sie heftig diskutiert – die aktuellen Themen, die IT-Entscheider beschäftigen.

Cloud Computing, Business Intelligence, Web 2.0, Online vs. Realität – CHIP Online Business hat die Gala-Gäste nach ihren ganz persönlichen Messe-Trends gefragt. IBM, VATM, Fraunhofer Institut, SAS und Sascha Lobo: Die Gäste der CeBIT-Eröffnungsfeier haben ganz unterschiedliche Ansichten darüber, was auf der größten IT-Messe im Mittelpunkt steht – oder stehen sollte.

Live auf der CeBIT – Next level 3D

Die Kinobranche darf sich freuen: Über 143 Millionen Zuschauer strömten 2009 in die deutschen Filmtheater – 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Als Hauptgrund für diesen Erfolg nennen Experten die Zugkraft digitaler 3D-Erfolge wie Ice Age 3 oder Avatar.

Neben den Lichtspielhäusern erobern dreidimensionale Bilder zunehmend auch andere Wirtschaftszweige – von der Automobilindustrie über die Architektur bis zur Medizintechnik. Die CeBIT 2010 greift dieses Thema in Halle 16 auf: „Next level 3D“ zeigt stereoskopische Hard- und Softwarelösungen für Kino, Home und Office.

Erstmals zeigt sich auch die Eröffnungsfeier der CeBIT am 1. März in 3D-Optik: An die Faszination für das Dreidimensionale und Digitale wird im CeBIT-Opening angeknüpft. Die Gäste erwartet eine feierliche Eröffnung in real 3D-Technologie im Hannover Congress Centrum.

CeBIT mit eigenem 3D-Kino
Die Storz Medienfabrik macht die Träume vieler Filmfreunde schon heute wahr und bringt zur CeBIT vom 2. bis 6. März ein eigenes 3D-Kino mit. Das Kino in der Präsentation „Next level 3D“ verfügt über 40 bis 50 Besucherplätze. Die Wiedergabe erfüllt volle HD-Ansprüche (1920 mal 1080 Pixel).

Neue 3D-Brille und 3D-Projektor in HD-Qualität Nicht jeder findet in den eigenen vier Wänden Platz für ein Heimkino der dritten Dimension, zumal das Angebot an 3D-tauglichen Abspielgeräten derzeit noch gering ausfällt. So kommen Neuheiten wie der 3D Vision-Shutterbrille, die der Visual-Computing-Spezialist Nvidia in Hannover zeigt, eine besondere Bedeutung zu: Zusammen mit der passenden GeForce-Grafikkarte des Unternehmens, einem LCD-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von mindestens 120 Hertz und einem PC ermöglicht die Brille eine realistische Darstellung von PC-Spielen in 3D. Darüber hinaus ist die Wiedergabe von Blu-ray-Scheiben mit 3D-Inhalten möglich.

Anspruchsvolle Multimedia-Anwender, die nicht auf die Einführung der nächsten DVD-Generation warten wollen, überrascht Acer auf der CeBIT mit einem innovativen Projektor, der Filme und Spiele in dreidimensionalen HD-Bildern auf die Wohnzimmerwand projiziert. Unterstützt von einem Computer mit kompatibler Grafikkarte und der 3D-Brille von Nvidia, verwandelt der Projektor das Wohnzimmer in einen 3D-Kinosaal.

Videobrille für den Klinikeinsatz
Eine futuristisch gestylte 3D-Videobrille stellt der Optikspezialist Carl Zeiss auf der CeBIT 2010 vor. Der „cinemizer Plus“ stößt nicht nur bei Filmliebhabern auf Interesse, die „ihr“ Kino immer dabei haben wollen, sondern auch bei Ärzten und Klinikpersonal. Das Gerät, das vor den Augen eine zwei Meter entfernte Leinwand mit einer Diagonale von 115 Zentimetern simuliert, soll beispielsweise Patienten bei einer medizinischen Behandlung alle Sorgen vergessen lassen. „Für den Einsatz in Kliniken ist der ‚cinemizer Plus‘ wie gemacht, da man selbst im Liegen bequem einen Film ansehen kann“, erklärt Andreas Klavehn, Leiter Marketing Multimedia Devices bei Carl Zeiss. „Für Arzt und Patient ist es wesentlich angenehmer, wenn der Patient durch einen Film mit beruhigender Wirkung vom eigentlichen Geschehen abgelenkt ist.“

3D-Genuss auf gewöhnlichen Displays
Einen anderen vielversprechenden Weg in die 3D-Zukunft weist SeeFront. Die Hamburger zeigen auf der CeBIT eine Technologie, die normale Displays in autostereoskopische 3D-Bildschirme verwandelt. Eine spezielle Brille ist also nicht nötig. Möglich macht die optische Leistung ein spezieller Monitoraufsatz. Die 3D-Technologie wird zur Lizenzierung angeboten, es gibt aber auch bereits aufgerüstete Displays der Firma Eizo.

3D für Hobbyfilmer und Fotografen
Hobbyfilmer und Fotografen können auf der CeBIT ebenfalls Bekanntschaft mit dem dreidimensionalen Medienzeitalter schließen: Mit seinem Finepix Real 3D-System liefert Fujifilm gleich ein komplettes 3D-Paket – von der digitalen Fotografie bis zum hochwertigen Ausdruck. Herzstück ist die Digitalkamera Finepix Real 3D W1, die Fotos und Filme in 3D-Qualität aufnimmt. Dazu kommen der acht Zoll große digitale Bilderrahmen Finepix Real 3D V1 und ein 3D-Printservice. Der besondere Clou: Auch hier wird für das dreidimensionale Vergnügen kein weiteres technisches Hilfsmittel benötigt.

Digital Signage demnächst auch in 3D
In der Werbebranche werden Displays und Videoboards mit aufmerksamkeitsstarken 3D-Effekten in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen, zumal der Markt für die digitale Außenwerbung boomt: In ihrer Studie „Digital Signage in Europe – The Opportunities for digital Out-of-Home Advertising“ prognostizieren die Beratungsunternehmen Goldmedia (Berlin) und Screen Digest (London), dass die Nettowerbeumsätze mit digitaler Außenwerbung bis 2012 in Westeuropa auf mehr als 630 Millionen Euro steigen werden. Dies entspricht einem Wachstum von fast 30 Prozent pro Jahr. Unternehmen wie die britischen Spezialisten von Pride Eagle Technology bieten auf der CeBIT einen Blick in die Digital-Signage-Welt von Morgen – live und in 3D.

Unternehmen suchen Dialog mit Web-Nutzern

Pünktlich zum Ende der ersten Internet-Dekade haben die Verantwortlichen für Konsumenten-Beziehungen ein neues Trendthema entdeckt: den Umgang mit Social Media. Unter diesem Schlagwort definiert die Web-Enzyklopädie Wikipedia die „sozialen Netze und Netzgemeinschaften (…) zum gegenseitigen Austausch von Meinungen und Erfahrungen“.

Die Macht der Internetnutzer wurde jüngst im Falle einiger Abmahnwellen eindrucksvoll bewiesen: soziale Netzwerke können das längjährig aufgebaute Image namhafter Marken binnen Tagen enormen Schaden zufügen. Wer die Dynamik des Netzes unterschätzt, wird gnadenlos abgestraft. Auf dem Branchenevent CallCenterWorld in Berlin stellt der Kölner Software-Spezialist ITyX den COMCRAWLER vor: eine Anwendung, mit der Unternehmen diesem neuartigen Kommunikationsphänomen begegnen können. Sie erfasst und analysiert nicht nur die Stimmungen im Social Web (klassisches „Web Monitoring“), sondern ermöglicht auch den direkten Dialog zwischen Unternehmen und Online-Kunden.

In der Tat stellt die neue Mündigkeit der Verbraucher die Unternehmen vor neue Herausforderungen. „Die systematische Verdichtung der Beiträge auf die wesentlichen Stimmungen ist eine zentrale Aufgabenstellung“, beschreibt Marcus Nessler, Head of Customer Relations Management bei Samsung Electronics, die Zielsetzung wirkungsvollen Social Media Monitorings. „Die Ergebnisse des klassischen Monitorings sind überwiegend ungenau. Sie spiegeln ein quantitatives, nicht aber ein gewichtetes Meinungsbild wider“.

Samsung Deutschland gehört ebenso wie der Naturstrom-Anbieter Entega und die im Social Media Umfeld bereits seit zwei Jahren aktive Mobilfunkmarke Simyo zu den Unterstützern der Initiative. In ihrer Folge wird Mediatrix COMCRAWLER im Juni 2010 beginnen, Netz-Inhalte von Marken und Unternehmen u.a. in Bewertungsportalen, Blogs und auf Twitter automatisch zu bewerten und je nach Dringlichkeit verfügbaren Mitarbeitern zur Prüfung, Bewertung und Beantwortung vorzulegen. „Hier stellt sich die Frage nach der Relevanz von Meinungsäußerungen für die Marke“, sagt Gerald Schreiber, geschäftsführender Gesellschafter der defacto callcenter Gruppe, die mit Kunden Entega Pilot-Partner dieses Projektes sind. Sowohl die inhaltliche Analyse von Bewertungen, als auch der Grad der Beachtung durch die jeweilige Community würden von Fall zu Fall durch geschulte Mitarbeiter mittels klassischer Suchmaschinen festgelegt. „Dabei ist das Social Web faktisch ein gleichberechtigter Kommunikationsweg für den Verbraucher“, so Schreiber. „Die Unternehmen müssen lernen, professionell mit diesem Phänomen umzugehen und aktiv den Dialog zu suchen.“

Im Rahmen ihrer gemeinsamen Initiative werden die Pilot-Partner bis zum Jahresende Erfahrungen mit dem Betrieb der Lösung sammeln und diese im Bezug auf die Unternehmens-internen Prozesse optimieren. „In Zeiten der Digitalisierung des Dialogs zwischen Verbrauchern und Marken gewinnt das Internet und seine mobile Nutzung zunehmend an Bedeutung“, bewertet ITyX-Vorstand Andreas Klug die gemeinsame Initiative. „Wir sind davon überzeugt, dass schon in wenigen Jahren der Großteil der Kommunikation zwischen Marken und Endverbrauchern im Web stattfinden wird“.

Das Web ist zur Informationsquelle Nummer Eins für Verbraucher geworden. 96 Prozent aller Internetnutzer treffen ihre Kaufentscheidungen mit Hilfe des Internets. In Foren, Blogs und Bewertungsportalen tauschen Onliner in Netzwerken, Foren und Blogs ihre Erfahrungen über Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen aus. Studien belegen den großen Einfluss des »User Generated Contents« auf Kaufentscheidungen. So erhebt die Internet-Gemeinde innerhalb weniger Tage bislang Unbekanntes zum globalen Trend – und gleichwohl hat sie das Potenzial, eine Marke massiv zu beschädigen. „Das Web 2.0 hat den Verbrauchern eine mächtige Stimme gegeben“, sagt Gunnar Sohn, Chefredakteur des Onlinemagazins NeueNachricht. „Sie fordern Dialog auf Augenhöhe.“

Die neue Web-Monitoring Lösung COMCRAWLER wird im Rahmen der Berliner CallCenterWorld 2010 (9.-11.2.2010, Halle 4 D9) erstmals dem Fachpublikum vorgestellt.

Social Media Week in Berlin

Die im Rahmen der Social Media Week in Berlin abgehaltene #smwberlin Conference verspricht eine der spannendsten Veranstaltungen zum Themenkomplex Social Media in diesem Jahr zu werden.

Mit einem vollen Programm und 6 Diskussionspanels wird am 2. Februar Social Media breit beleuchtet. Das Thema „Streit“ ist dabei nicht nur Bekenntnis, sondern Programm. „Wir haben darauf geachtet, dass alle Palens heterogen besetzt sind. Wir wollen keine Kuschelrunden, sondern ernsthafte Diskussion fördern,“ sagt Thomas Praus, Programmverantwortlicher der #smwberlin Conference. „Mit Privatheit im Netz, Community Management und Social Media Marketing bilden wir weiterhin ein breites Spektrum aktueller Themen ab“.

„Social Media wird für Werbetreibende immer wichtiger,“ sagt auch Nico Lumma, Director Social Media bei Scholz & Friends. „Gleichzeitig gibt es in der Industrie immer noch grosse Ratlosigkeit über mögliche Tools und deren Anwendung.“ Und auch kulturelle Themen finden Ihren Platz „Wir erleben einen starken Wandel in der gelebten Privatsphäre. Social Networks haben die Wahrnehmung und Nutzung des Internets verändert. Nun ist es an uns die Mediennutzung und -auswertung neu zu verhandeln,“ stellt Markus Angermeier, Moderator des Panels zur Privatheit im Netz fest. Einen spannenden und auch leicht ironischen Abschluss der Konferenz bildet das Streitgespräch von Sascha Lobo und Hajo Schumacher über Chancen und Risiken von Social Media für Kultur, Politik und Gesellschaft, welches in die Verleihung der Deutschen Social Media Awards 2010, den OSKR, überleitet.

Die im letzten Jahr in New York abgehaltene Social Media Week expandiert weltweit und findet dieses Jahr erstmals auch in Berlin statt. Die Berliner Social Media Week steht unter dem Leitthema „Streit! – Konstruktive Kontroversen im Web“. Anspruch der Social Media Week ist es, eine Klammer zu geben, unter der sich eine Vielzahl von Initiativen versammeln und Partnerevents anbieten. Dieser offene Ansatz zeigt das Grundverständnis von Social Media als offene und das Mitmachen fördernde Entwicklung, die sowohl im Netz als auch in der realen Welt immer mehr Freunde findet. Mehr Informationen unter: socialmediaweek.org/berlin/

Wie IT-Dienstleister erfolgreich bleiben koennen

Im Markt für IT-Dienstleistungen herrscht seit Langem hoher Preisdruck, eine Besserung scheint nicht in Sicht. Zusätzlich treten neue Spieler aus dem Software-Bereich in den Wettbewerb mit traditionellen IT-Service-Anbietern. Was also können diese tun, um weiterhin gut im Geschäft zu bleiben?

Um herauszufinden, welche Trends die Entscheider in der Branche aktuell bewegen, befragte Deloitte freie und konzerngebundene IT-Dienstleister Deutschlands und Österreichs. Neben Preisdruck und preisbewusstem Einkauf von IT-Services standen die Themen IT as a Service, Cloud Computing, Virtualisierung und Green IT im Fokus – wobei auffällt, dass die viel besprochene Green IT kein neuer Trend mehr ist. Der klare Vorsprung der Themen Preisdruck und preisbewusstes Sourcing sind dabei zum einen der Finanzkrise geschuldet, zum anderen ist der IT-Service-Sektor auch, unabhängig von den jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen, von sinkenden Margen geprägt. Generell sind die Dienstleister bei der Gestaltung von Angeboten und Vertriebsabläufen gut aufgestellt, viele bieten spezielle Branchenlösungen an. Die meisten haben hier standardisiert und gestrafft – betriebsinterne Abläufe jedoch bergen häufig noch Kostensenkungspotenzial.

„Die meisten IT-Dienstleister haben Wege gefunden, um mit dem zunehmenden Preisdruck umzugehen, in der Regel stimmen sie Angebot und Vertrieb auf ihre Kunden ab. Intern besteht aber häufig noch Handlungsbedarf. Über 60 Prozent der Unternehmen haben noch nicht einmal begonnen, Geschäftsabläufe oder -organisation zu straffen. Damit bleibt vielen also Spielraum zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit“, erläutert Robert Horndasch, Deloitte-Partner im Bereich Technology, Media and Telecommunications (TMT).

Sourcing, SaaS, Green IT, Zertifikate bestimmen den Markt
Vor dem Hintergrund des anhaltenden Preisdrucks im IT-Markt nennen 23 Prozent der Befragten preisbewusstes Sourcing als den derzeit wichtigsten Markttrend. IT as a Service belegt mit 19 Prozent Platz zwei. Platz drei, vier und fünf gehen an Cloud Computing, Virtualisierung und Green IT mit 16, zwölf bzw. elf Prozent. Green IT belegt den letzten Platz, da die meisten IT-Dienstleister Umweltschutz zwar als wichtig ansehen, entsprechende Maßnahmen aber bereits vor Aufkommen des Trends mittels Nachhaltigkeitsinitiativen eingeführt haben – lediglich 30 Prozent der Unternehmen sind erst dabei, sogenannte „Green“-Maßnahmen umzusetzen. Die Studie hat ergeben, dass Green IT aktuell weniger von Kunden nachgefragt wird, als dass vielmehr die IT-Service-Provider aktiv versuchen, sich selbst und ihre Produkte als „grün“ zu präsentieren – der wichtigste Treiber ist jedoch in der damit verbundenen Kostensenkung zu sehen.

Zwei weitere wichtige Trends zeichnen sich ab: Die Anzahl an IT-Zertifikaten und -Zertifizierungen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen – es existiert eine „Hyperinflation an Zertifikaten“. Ein Grundstock wird von den Kunden eingefordert, weitere, spezielle Zertifizierungen sind jedoch nur in Einklang mit dem strategischen Konzept und der Ausrichtung des IT-Service-Unternehmens sinnvoll und sollten kritisch auf ihren Nutzen hinterfragt werden. Zum anderen gewinnt Governance, Risk and Compliance Management (GRC) stark an Bedeutung. Die Erfüllung der formalen GRC-Kriterien wird von den meisten IT-Service-Unternehmen als Pflichtkriterium wahrgenommen.

Dienstleister standardisieren bislang nur ausgewählte Geschäftsprozesse
Zahlreiche Dienstleister greifen, um ihre Kosten zu senken beim Vertrieb auf standardisierte Abläufe und ein modulares Angebotswesen zurück – mit Erfolg. 80 Prozent aller Befragten rechnen mit gleich bleibenden oder sogar sinkenden Vertriebsausgaben, obwohl die Anbahnung von Geschäften aufwendiger wird und die Vertragskomplexität aufgrund anspruchsvollerer Kundenanforderungen zunimmt. Anders sieht es bei Geschäftsprozessen aus, die nichts mit dem Vertrieb zu tun haben. Hier besteht häufig noch Standardisierungsbedarf, vor allem bei Dienstleistern, die in der Wertschöpfungskette höher angesiedelt sind – etwa Beratungsunternehmen oder Anwendungsentwicklern.

Die Standardisierung von IT-Services bedeutet jedoch gleichzeitig eine leichtere Vergleichbarkeit der Leistungen – diese werden dadurch für den Kunden austauschbar. 67 Prozent der Befragten gehen von einer steigenden Wechselbereitschaft aus. Vor diesem Hintergrund wird eine klare Wettbewerbsstrategie immer wichtiger; die beiden erfolgversprechendsten sind die horizontale und die vertikale Expansion, also die Ausdehnung des Leistungsangebots auf vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsschritte im selben Markt bzw. die Angebotsausdehnung auf weitere Märkte. Dabei spielen auch Akquisitionen von Wettbewerbern eine wichtige Rolle – laut Studie sehen sich die meisten IT-Dienstleister eher als Käufer denn als Übernahmekandidaten.

„Die Studie zeigt zweierlei Arten von Handlungsbedarf. Ein Teil der Unternehmen sollte Abläufe und Organisation standardisieren, um die Effizienz bei der Leistungserbringung zu steigern. Der andere Teil hat dies bereits getan und sollte jetzt die Strategie anpassen, um Marktanteile langfristig zu sichern und auszubauen. Beide Male bleibt genügend Spielraum, um auch in der derzeitigen Lage Gewinne zu steigern“, fasst Robert Horndasch zusammen.