Fuer neuen Job die Branche wechseln

Das weltweite Wirtschaftsklima wirkt sich auf besondere Weise auf die Wechselwilligkeit der Arbeitnehmer aus: Insgesamt 89 Prozent der weltweit befragten Angestellten würden derzeit auch eine Stelle in einer anderen Branche annehmen, lautet ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Karriereportals Monster.

Von allen Befragten gaben 49 Prozent an, dass sie zurzeit versuchen, sich beruflich zu verändern und deshalb ein Branchenwechsel für sie in Betracht käme. 18 Prozent antworteten, dass ihre Branche unter der gegenwärtigen Wirtschaftskrise leidet und sie daher offen für einen Branchenwechsel wären. Lediglich elf Prozent aller Umfrageteilnehmer erklärten, dass ein Job in einer anderen Branche für sie nicht in Frage käme.

Die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick:

Würden Sie einen Job in einer anderen Branche annehmen?

– Ja, ich wollte mich beruflich sowieso verändern. 49% (10.975)

– Ja, da es meiner Branche in der momentanen
Wirtschaftslage nicht gut geht. 18% (3.921)

– Vielleicht, ich nehme den ersten Job,
den ich kriegen kann. 22% (4.994)

– Nein, derzeit kann ich mir nicht vorstellen,
einen Job in einer anderen Branche anzunehmen. 11% (2.554)

Bezeichnenderweise gaben 22 Prozent der weltweit befragten Arbeitnehmer an, dass sie den erstbesten Job annehmen würden, der ihnen angeboten wird – unabhängig davon, ob es eine Stelle in ihrer derzeitigen Branche wäre oder nicht. Generell zeigt sich, dass nur wenige der Umfrageteilnehmer gar nicht bereit waren, einen anderen Berufszweig in Betracht zu ziehen.

„Ein Jobwechsel kann gerade auch in Krisenzeiten eine Chance zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung sein“, so Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. „Das derzeitige Wirtschaftsklima zwingt viele Angestellte zum Handeln, so dass sie über eine berufliche Veränderung nachdenken müssen. Monster hilft den Jobsuchenden mit seinem Online-Angebot, die eigenen Handlungsmöglichkeiten auszuloten und sich eine neue Karriere aufzubauen.“

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass spanische Arbeitnehmer am ehesten bereit sind, die Branche zu wechseln – 92 Prozent gaben hier an, darüber nachzudenken. Welche Auswirkungen die Weltwirtschaftskrise auf Spanien hat, wird auch daran deutlich, dass 44 Prozent der befragten Spanier den ersten Job annehmen würden, der ihnen angeboten wird. In allen anderen Ländern käme das für maximal 23 Prozent der Befragten in Betracht.

Ein differenzierteres Bild zeigt sich in Deutschland: Deutsche Arbeitnehmer sind zurückhaltender und wechseln trotz Wirtschaftskrise nicht so schnell die Branche. Hierzulande gaben rund 54 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie sich ohnehin beruflich verändern möchten. Knapp 18 Prozent denken über einen Branchenwechsel nach, da es ihrer derzeitigen Branche wirtschaftlich nicht gut geht. Nur 16 Prozent der Deutschen würden hingegen das erstbeste Jobangebot annehmen. Zwölf Prozent der deutschen Befragten sagen sogar, dass für sie ein Job in einer anderen Branche nicht in Frage kommt.

Die Arbeitnehmer in Österreich und der Schweiz zeigen eine sehr hohe Bereitschaft, in einer neuen Branche Erfahrungen zu sammeln. In der Schweiz gaben 67 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie sich unabhängig von der wirtschaftlichen Situation sowieso beruflich verändern wollten. In Österreich gilt dies sogar für 69 Prozent der Befragten.

22.444 Arbeitnehmer in den USA, Kanada und Europa haben sich vom 20. Juli bis zum 10. August an dieser Umfrage beteiligt. 47 Prozent der Teilnehmer kamen aus den USA und 57 Prozent aus Europa – darunter 4.043 aus Deutschland. Das Karriereportal Monster führt in regelmäßigen Abständen Befragungen auf lokalen und globalen Webseiten des Unternehmens zu Themen rund um Arbeitsplatz und Karriere durch. Diese Befragungen sind nicht repräsentativ, sie spiegeln die Meinung der Nutzer von Monster wider.

IT-Arbeitsmarkt – noch keine Belebung in Sicht

COMPUTERWOCHE: Zahl der ausgeschriebenen IT-Stellen von April auf Mai um 4,5 Prozent gesunken / Gegenüber Mai 2008 Rückgang um 35 Prozent / Bayern fällt in der regionalen Auswertung auf Rang drei zurück

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat den IT-Arbeitsmarkt nach wie vor fest im Griff. Während die Zahl ausgeschriebener Stellen branchenübergreifend im Mai insgesamt um zehn Prozent auf 127.286 Offerten gestiegen ist, zeigt der IT-Arbeitsmarkt noch keine Belebung. Dort ging die Menge der inserierten IT-Stellen von April auf Mai um 4,5 Prozent auf 12.269 zurück. Gegenüber Mai 2008 beträgt das Minus sogar 35 Prozent. Das berichtet die IT-Wochenzeitung COMPUTERWOCHE (Ausgabe 27/2009, www.computerwoche.de) unter Berufung auf eine aktuelle Analyse des Berliner Marktforschungsunternehmens AnzeigenDaten.de, in deren Rahmen IT-Jobangebote aus 89 Zeitungen und 19 Online-Jobbörsen ausgewertet wurden.

Besonders stark schrumpfte das Angebot von Unternehmen aus den Bereichen Hardware, Elektronik und Nachrichtentechnik – und zwar um 27 Prozent auf 776 Stellen. Bei Softwarehäusern und im Maschinenbau waren im Mai rund zehn Prozent weniger neue Mitarbeiter gefragt, im Fahrzeugbau sogar 40 Prozent weniger. Fast ein Drittel der Angebote (3.521) kommt von Personalberatungen, die diese Stellen im Auftrag von Kunden vermitteln. Hier ist ein Rückgang von fast zehn Prozent gegenüber dem April (3.857 Stellen) zu vermelden. Um sieben Prozent auf 3.503 (April 2009: 3.753) verminderten sich die Jobs bei den Zeitarbeitsfirmen. Positive Nachrichten kommen von den Unternehmensberatungen. In diesem Sektor stieg die Zahl der ausgeschriebenen Stellen um rund sieben Prozent. Deutliche Zuwächse vermelden der Einzelhandel (plus 21,7 Prozent), der Bereich Marketing, Marktforschung, PR (plus 29,6 Prozent) sowie der Großhandel (plus 52,8 Prozent).

Nach Regionen ausgewertet finden sich die meisten Job-Offerten für IT-Experten in Baden-Württemberg – mit 3.289 Offerten sind es laut COMPUTERWOCHE allerdings fast fünf Prozent weniger als im April. Nordrhein-Westfalen dagegen verzeichnet einen Zuwachs von vier Prozent auf 2.385 ausgeschriebene Stellen und verdrängt damit Bayern auf Rang drei, das einen Rückgang um 5,6 Prozent auf 2.336 freie Jobs hinnehmen muss.

IT Job – Anforderungen an Informatiker nehmen zu

IT-Spezialisten müssen für den Sprung auf der Karriereleiter mehr mitbringen als nur einen guten Hochschulabschluss – und die Ansprüche wachsen stetig. So nahm beispielsweise die Zahl der Stellenanzeigen, die von Bewerbern Führungskompetenz einfordern, im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozentpunkte zu.

Mit einem Plus von 14 Prozentpunkten gewinnt auch die Nachfrage nach projekterfahrenen Mitarbeitern an Bedeutung. Zudem müssen IT-Fachkräfte immer mobiler sein. Der Anteil der Jobangebote, die eine ausgeprägte Reisebereitschaft zur Bedingung machen, stieg innerhalb eines Jahres von 25 auf 37 Prozent. Die Zahl der Stellen, die Auslandserfahrung voraussetzten, verdoppelte sich sogar. Das sind die Ergebnisse der Studie „IT-Jobscout 2009 – Stellen für Berufserfahrene“ des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG.

Ohne Zusatzqualifikationen kommt die Karriere von IT-Fachkräften schnell ins Stocken. So wird beispielsweise in neun von zehn Jobangeboten danach gefragt, ob die Bewerber bereits eigenverantwortlich Technologien in die Praxis überführt haben. Ebenfalls weit oben auf der Wunschliste der Personalverantwortlichen stehen Sprachkenntnisse (72 Prozent) und betriebswirtschaftliches Zusatzwissen (59 Prozent).

Dabei wird vor allem von IT-Beratern und Projektmanagern viel erwartet. Für sie ist es besonders wichtig, dass sie über ihre fachlich-universitäre Qualifikation hinaus überzeugen können. Denn in ihrer Position übernehmen sie eine wichtige Schnittstellenfunktion – zwischen der Softwareentwicklung auf der einen und dem Kunden auf der anderen Seite. Dafür brauchen IT-Berater und Projektmanager nicht nur technische Expertise. Sie müssen zusätzlich die branchenspezifischen Wünsche des Kunden verstehen, passende Lösungen erarbeiten, sowie den Überblick über das Projekt behalten.

Bei diesen Aufgaben spielen vor allem betriebswirtschaftliche Kenntnisse eine zentrale Rolle. So ist für 76 Prozent der offenen Projektmanagerjobs und für zwei Drittel der Angebote für IT-Berater zusätzliches Wirtschaftswissen Pflicht. Denn Spezialisten aus diesem Aufgabengebiet müssen die betriebswirtschaftlichen Geschäftsprozesse ihrer Kunden verstehen und in technische Lösungen übersetzen können. Zudem sind BWL-Kenntnisse notwendig, damit während der Realisierung eines IT-Projektes die zur Verfügung stehenden Ressourcen optimal eingesetzt werden.

Hintergrundinformationen Für den „IT-Jobscout 2009 – Stellen für Berufserfahrene“ hat die PPI AG die Online-Stellenangebote der 100 größten IT-Unternehmen Deutschlands untersucht und kann damit einen Querschnitt des deutschen IT-Stellenmarktes abbilden. Insgesamt wurden 751 Stellenanzeigen für Arbeitskräfte mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung von Unternehmen ab 750 Mitarbeiter im Dezember 2008 ausgewertet.

IT-Arbeitsmarkt 2008 – weniger Jobs

Nachdem es 2007 einen regelrechten Job-Boom für IT-Experten gab, haben sich die Aussichten für Arbeitssuchende trotz des weiterhin allseits beklagten Fachkräftemangels in diesem Jahr eingetrübt.

So stieg die Zahl der IT-Stellenangebote in den ersten acht Monaten 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur noch um sechs Prozent von 19.961 auf 21.166. In den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres lag das Wachstum gegenüber 2006 noch bei 20 Prozent. Das berichtet die IT-Wochenzeitung COMPUTERWOCHE (Ausgabe 37/2008, computerwoche.de) unter Berufung auf eine aktuelle Analyse des Personaldienstleisters Adecco, bei der IT-Jobangebote in 40 Tageszeitungen und der COMPUTERWOCHE ausgewertet wurden.

Zwar ist nach Angaben des COMPUTERWOCHE-Kooperationspartners Stepstone das Wachstum in den Online-Stellenbörsen nach wie vor zweistellig, aber mit Blick auf die einzelnen Branchen zeigt sich eine deutliche Eintrübung am IT-Arbeitsmarkt. So ist die Zahl der Job-Angebote in Beratungs- und Softwarehäusern überraschend um etwa fünf Prozent zurückgegangen. Unerwartet stagnieren die Angebote für IT-Profis in den Boom-Branchen Fahrzeugtechnik und Maschinenbau. Ebenfalls wenig Bewegung ist bei Finanzdienstleistern, in der Telekommunikationsindustrie und bei den Zeitarbeitsfirmen zu beobachten. Das größte Wachstum verzeichnet dagegen der Öffentliche Dienst mit 50 Prozent mehr inserierten Jobs. Ebenfalls positiv aufgefallen sind die Branchen Verkehr und Medien, die über 40 Prozent mehr freie Arbeitsplätze melden als im Vorjahr. Ganz besonders gefragt sind nach wie vor Anwendungs-Entwickler. Für sie gab es 4.690 Offerten, was allerdings nur einem Plus von fünf Prozent entspricht (Vorjahr plus 20 Prozent). Prozentual stärker stieg das Interesse an System- und Datenbank-Spezialisten – von 2.370 auf 2.773. Größer als 2007 ist auch die Nachfrage nach Internet-Spezialisten.

Im regionalen Ranking bleibt Bayern laut COMPUTERWOCHE weiter vorn. Auf Rang zwei folgt Baden-Württemberg. Stark im Kommen ist Berlin, die Hauptstadt schafft es erstmals im Ranking auf den dritten Platz. Positiv ist auch die Entwicklung in Sachsen, dort sind die Job-Angebote um ein Viertel auf 1.461 gestiegen, so dass der ostdeutsche Freistaat insgesamt das zweitstärkste Wachstum meldet.

Neues Job- und Karriere-Portal

Ratgeber- und Grundlagenartikel zu den Themen Bewerbung, Arbeitsrecht und Karriereberatung / Vergünstigte Weiterbildungsangebote von ExperTeach für TecChannel-Leser / Speziell auf IT-Profis abgestimmter Stellenmarkt von JobScout24

TecChannel, das deutsche Webzine für technische IT-Experten, erweitert seine redaktionelle Berichterstattung. Der neue „Job+Karriere“-Channel unter der Adresse TecChannel.de/jobs liefert IT-Profis ab sofort gezielt Informationen für ihre berufliche Weiterentwicklung. In der Rubrik „Aktuelle Themen“ werden Ratgeber- und Grundlagenartikel zu den Themen Bewerbung, Arbeitsrecht und Karriereberatung veröffentlicht. Darüber hinaus haben TecChannel-Leser in dem Portal die Möglichkeit, Seminare des führenden IT-Weiterbildungsanbieters ExperTeach zu vergünstigten Konditionen zu buchen. Ein Stellenmarkt in Kooperation mit JobScout24 speziell für IT-Fachkräfte rundet das neue Angebot auf TecChannel.de ab. Anwender können dort mit den Kriterien „Berufsfeld“ und „Ort“ nach freien Stellen suchen, Bewerbungsunterlagen einstellen sowie den Online-Bewerbungsdienst nutzen.

„Angesichts der schnellen technischen Weiterentwicklung in der Branche ist es besonders für IT-Experten von entscheidender Bedeutung, immer auf dem aktuellen Wissensstand zu sein“, sagt Dirk Limburg, Verlagsleiter TecChannel. „Mit unserem neuen Job- und Karriere-Portal bieten wir allen Fachkräften einen umfassenden Service für die erfolgreiche Karriere-Planung.“