Psychologie: Frauen interessieren staerker fuer Krimis als Maenner

Nach einer Statistik des Buchhandels haben im Jahr 2008 55 Prozent der deutschen Frauen mindestens einen Kriminalroman gelesen, gegenüber nur 44 Prozent der Männer.

Ihr Krimikonsum, so berichtet das Magazin GEO in seiner März-Ausgabe, dient den Leserinnen nicht bloß zur Entspannung.

Doch Grund für Ehemänner, sich vor rachsüchtigen Gattinnen zu fürchten, die sich in Romanen Anregung besorgen, besteht kaum. Den Rat holen Frauen vor allem zum Selbstschutz ein. Das belegt eine psychologische Studie der University of Illinois. „Wir wissen“, sagt die Ko-Autorin Amanda Vicary, „dass Frauen sich mehr vor Gewalttaten fürchten als Männer, obwohl sie seltener Opfer sind.“ In Romanen und TV-Sendungen suchen sie nach Tipps, wie eine Notsituation zu überleben wäre.

Dumm nur, dass dieses Wissen nicht beruhigt: Je mehr Frauen über Verbrechen lesen, desto größer ist ihre Angst. Daraus kann ein Teufelskreis entstehen: Sie konsumieren noch mehr Krimis als zuvor.

Actionfilme ohne Alltagsbezug lassen Frauen dagegen kalt. Darin leben vorrangig Männer ihre Fantasien aus. Die aktuelle GEO-Ausgabe umfasst 140 Seiten, kostet 6,30 Euro und ist ab sofort im Handel erhältlich.

TV Tipp: Mr. Ripley und die Kunst des Toetens

„Mr. Ripley und die Kunst des Tötens“ als Free TV-Premiere im ZDF-Montagskino. Einen spannenden und perfekt inszenierten Kriminalfilm mit überraschenden Wendungen und einer hervorragenden Besetzung präsentiert das ZDF-Montagskino am 20. April 2009, 22.15 Uhr als Free TV Premiere.

„Mr. Ripley und die Kunst des Tötens“ (Originaltitel: „Ripley Under Ground“) – Roger Spottiswoodes Verfilmung des zweiten Teils der Romanreihe von Patricia Highsmith mit dem Kanadier Barry Pepper („Flags of Our Fathers“) in der Titelrolle entstand 2005 als amerikanisch-britisch-deutsche Koproduktion.

Der Abend, an dem er die Vernissage eines Freundes in London besuchen will, beginnt für Tom Ripley (Barry Pepper) vielversprechend, als er die Bekanntschaft der bezaubernden Französin Héloise (Jacinda Barret) macht. Auch die Ausstellung läuft zunächst gut, die Kritiker sind von dem aufstrebenden Maler Derwatt (Douglas Henshall) begeistert. Nachdem jedoch Derwatts Freundin Cynthia (Claire Forlani) dessen Heiratsantrag ablehnt, kommt der aufgebrachte Künstler kurz darauf bei einem Autounfall ums Leben. Sein Manager Jeff Constant (Alan Cumming) fürchtet, dass sich Derwatts Bilder nun nicht mehr verkaufen lassen, und so ersinnen er, Cynthia und Ripley einen perfiden Plan: Der Tod des Künstlers wird geheim gehalten, und der befreundeter Maler Bernard Sayles (Ian Hart) soll in Derwatts Namen weitere Werke fertig stellen. Dabei obliegt es Cynthia nun, als Muse für Bernard zu fungieren. Zwischenzeitlich hat Ripley gegen den Willen ihres Vaters das Herz von Héloise erobert und alles scheint nach Plan zu laufen. Doch dann meldet der amerikanische Kunstsammler Neil Murchison (Willem Dafoe) Zweifel an der Echtheit der Gemälde an. Als Inspektor John Webster (Tom Wilkinson) von Scotland Yard auftaucht, der mit der Suche nach dem spurlos verschwundenen Amerikaner beauftragt wurde, stehen die Fälscher vor ernsten Problemen…

Die amerikanische Autorin Patricia Highsmith, weltberühmt geworden durch ihre psychologisch ausgefeilte Kriminalliteratur, verewigte Tom Ripley zwischen 1955 und 1991 in insgesamt fünf Romanen und setzte sich bewusst von den Erzählmustern und Konventionen der klassischen Kriminalliteratur ab. Ihre Romane sind nicht, wie üblich, aus der Sicht der ermittelnden Privatdetektive oder Polizisten erzählt, sondern aus der des Betrügers Tom Ripley, ein Hedonist mit vielen Gesichtern, der pragmatisch seine egoistischen Ziele verfolgt und dafür auch über Leichen geht. Nach zwei Verfilmungen des ersten Romans „Der talentierte Mr. Ripley“ (1960 durch René Clément mit Alain Delon in der Hauptrolle und 1999 durch Anthony Minghella mit Matt Damon) nahm sich Spottiswoode 2005 erstmals des zweiten Romans der Ripley-Reihe an.

Krimi – Der Frauenmoerder

Buchtipp: Der Kriminalroman „Der Frauenmörder“ von Hugo Bettauer versetzt den Leser zurück ins Berlin der wilden 20er Jahre. Ein Serienkiller scheint umzugehen in Berlin.

Der Fall „Frauenmörder“ beginnt mit dem geheimnisvollen Verschwinden einer Reihe von jungen Mädchen. Berlin ist in Aufruhr: Mehrere junge Frauen sind plötzlich spurlos verschwunden. Alle eben in der Großstadt Berlin angekommen, alle alleinstehend und, wie die jeweiligen Vermieter überseinstimmend aussagen, berichteten alle von der Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen Mann, der sie bald zu heiraten beabsichtigte. Dann verschwinden die Mädchen spurlos, lassen ihre armselige Habe zurück und tauchen auch als Leichen nicht wieder auf. Ein erfolgloser Schriftsteller soll der Mörder sein. Kommissar Krause aber deckt nach und nach Widersprüche in dem Fall auf. Wird der Kommissar den wahren Mörder ermitteln können? Lassen Sie sich fesseln von einem spannenden Krimi, der im Berlin der frühen 20er Jahre spielt.

Hugo Bettauer
„Der Frauenmörder“ – Kriminalroman
ISBN-10: 3-8370-6094-2
ISBN-13: 9783837060942
132 Seiten, € 12,90

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