Social Media auf Reise-Webseiten

Personalisierung, Individualisierung und Community: Neue europaweite Studie von Yahoo! untersucht Nutzererwartungen an Reise-Webseiten

Vertrauenswürdigkeit ist Trumpf! Wer in Europa eine Reisewebseite anklickt, der folgt meistens der persönlichen Empfehlung von Freunden oder Bekannten. Und auch bei der Urlaubsplanung spielen Bewertungen, Erfahrungen und Fotos von anderen Nutzern eine entscheidende Rolle. In der neuen Studie von Yahoo! Insights wurde untersucht, wie sich im Zeitalter von Social Media die Anforderungen an Reiseseiten im Netz verändert haben.

Vertrauenswürdigkeit kommt vor Information und einfacher, klarer Bedienbarkeit, wenn es um die Entscheidung geht, welche Reiseseite im Internet besucht wird. Der neuen Yahoo!-Studie „Reise-Websites im Zeitalter von Social Media“ zufolge, an der sich über 11.000 Internetnutzer aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien beteiligten, ist für 60 Prozent der Europäer „Vertrauen“ das wichtigste Auswahlkriterium. Die Ausnahme bilden die befragten deutschen Internetnutzer, denn für 63 Prozent steht der Informationsgehalt einer Reise-Website im Vordergrund.

Obwohl Reiseseiten im Web heftig beworben werden, bieten weder TV-Spots noch Anzeigen in Print- und Online-Medien den entscheidenden Impuls, eine spezielle Reiseseite zu besuchen. 56 Prozent der befragten Europäer und 62 Prozent der befragten Deutschen nennen die „Persönliche Empfehlung“ als entscheidenden Faktor dafür, eine bestimmte Reise-Webseite zu wählen.

„Personalisierung und Individualisierung sind die großen Trends. Durch Social Media haben sich das Verhalten und die Anforderungen der Internetnutzer stark verändert“, betont Andreas Krawczyk, Chefredakteur Yahoo! Deutschland. „Mund zu Mund-Propaganda, Erfahrungsberichte aus erster Hand – kurzum die Möglichkeit zum direkten Austausch – sind heute für die meisten Nutzer als elementare Bestandteile von Internetangeboten nicht mehr wegzudenken. Das bestätigt auch die aktuelle Umfrage von Yahoo! Insights.“

Social Media-Features gefragt – insbesondere hierzulande Auf die Frage nach den gewünschten Inhalten ihrer idealen Reisewebseite votierten 52 Prozent der befragten Europäer für die „Möglichkeit der Personalisierung“. Für 78 Prozent ist das Fotomaterial „wichtig“ bis „sehr wichtig“, um sich für eine Reisewebseite zu entscheiden – allerdings sollte dieses nicht aus Katalogen von Reiseveranstaltern stammen, sondern ganz authentisch von anderen Nutzern. Im europäischen Vergleich legt kein anderes Land so viel Wert auf „Nutzerkommentare und -meinungen“ wie die Deutschen (7,4 auf einer Skala von 1 bis 10 / EU-Durchschnitt 6,8). Darüber hinaus sind sich die Europäer auch einig darin, dass ihr Wunsch-Reiseportal die Community-Features „Frage-Antwort-Seiten“ (45 Prozent), „Was haben Freunde gesehen/empfohlen“ (38 Prozent) und „Gruppen mit ähnlichen Interessen“ (31 Prozent) enthalten sollte.

„Diese Veränderung der Nutzerbedürfnisse hin zu mehr Interaktion und Vernetzung, persönlicher Information und individuellen Antworten beobachten wir bei Yahoo! seit einigen Jahren“, erklärt Krawczyk. „Mit dem Anspruch, stets den Wünschen unserer User Rechnung zu tragen, sind Social Media-Features auch auf Yahoo! Reisen neben Last-Minute-Angeboten, günstigen Hotels, Luxusreisen und Mietwagen schon lange ein wichtiger Bestandteil: Neben umfangreichen Bewertungsmöglichkeiten für Nutzer – beispielsweise im Yahoo! Reiseführer oder auch von Hotels – ist der Yahoo! Reiseplaner eine zentrale Web 2.0-Plattform, über die man mit anderen die persönlichen Erfahrungen in fremden Ländern, aufregenden Metropolen oder in punkto idealem Wochenend-Kurztrip ganz einfach teilen kann – und damit dem Entdeckungsfreudigen und Wissbegierigen maßgeschneiderte Reiseinformationen bzw. einen individuellen Ratgeber bietet.“

Studiensteckbrief: Die Umfrage von Yahoo! Insights wurde im Dezember 2008 auf dem Yahoo! Network und dem SOKOS Panel in Deutschland (1.675 Befragte), Großbritannien (2.507), Italien (1.961), Spanien (2.338) und Frankreich (2.520) unter Nutzern durchgeführt, die in den letzten drei Monaten eine Reisewebseite besucht hatten. An der Umfrage beteiligten sich 11.001 Nutzer ab 18 Jahren.

Reisevorbereitung im Internet

Die Urlaubszeit steht vor der Tür und viele Deutsche fahren auch dieses Jahr im Sommer wieder in den Urlaub. Immer mehr Deutsche bereiten die schönste Zeit des Jahres im Internet vor, so die Branchenverbände BITKOM und Verband Internet Reisevertrieb.

Eine der beliebtesten Informationsquellen für 84 Prozent der Internetnutzer: die Webseite des jeweiligen Hotels. Bei der Beschreibung der Hotels wird aber oft getrickst. Deshalb empfiehlt COMPUTERBILD zusätzlich einen „Blick von oben“: So lässt sich beispielsweise mit Google Maps anhand von Satellitenfotos überprüfen, ob die Unterkunft tatsächlich wie beschrieben „strandnah“ gelegen ist. Auch offizielle Fotos sind häufig geschönt oder veraltet. Aufschlussreicher und meist aktueller sind deshalb Fotos von Urlaubern selbst. Die finden sich etwa bei Holidaycheck.de, dort haben viele Nutzer ihren Berichten eigene Bilder hinzugefügt. Gute Adressen sind auch die Fotoplattform Flickr.de oder die Google-Bildersuche: Per Suchfunktion lassen sich zu fast jedem Hotel weltweit zahlreiche Fotos und Kurzkommentare aufspüren.

Wer eine Auswahl passender Unterkünfte für das gewählte Urlaubsziel und den eigenen Geldbeutel finden will, sollte auf Hotelbuchungsportalen recherchieren – beispielsweise bei Hrs.de oder Hotel.de. Einen übergreifenden Preisvergleich, auch mit englischsprachigen Buchungsseiten, liefert die Hotelpreissuchmaschine Trivago.de. Wer seine Hotel-Favoriten zusammengestellt hat, findet Bewertungen und Meinungen anderer Reisender auf Hotelbewertungsportalen. Tripadvisor.de oder Holidaycheck.de sind dafür gute Adressen. Dabei gilt: Je mehr Bewertungen ein Hotel hat, desto aussagekräftiger ist die Gesamtnote, die es von den Urlaubern bekommen hat.

Auch bei Flügen lässt sich viel Geld sparen. Den besten Preisvergleich liefern Swoodoo.de und Idealo.de. Hier werden die Angebote der Fluglinien und von Internet-Reisebüros miteinander verglichen – die Ersparnis gegenüber den Durchschnittspreisen im Internet beträgt bei einzelnen Strecken bis zu 38 Prozent.

Selbst wenn die Vorbereitung perfekt war, ganz ausschließen lässt sich ein Urlaubsflop nie. Wer deshalb beim Veranstalter reklamieren will, muss schon vor Ort tätig werden. COMPUTERBILD-Tipp: Die Mängel bei der Reiseleitung und möglichst vor Zeugen beanstanden und per Unterschrift bestätigen lassen. Falls sie dann nicht oder erst spät behoben werden, kann der Kunde später beim Reiseveranstalter reklamieren. Wichtig: Die Reklamation muss dem Veranstalter innerhalb eines Monats nach der Rückkehr vorliegen.

Die kommende COMPUTERBILD-Ausgabe liefert weitere Tipps rund um Kritik und Reklamation nach dem Urlaub (Ausgabe 14, ab Montag, 22. Juni, im Handel).