Johannes B. Kerner wechselt zu Sat1

Kurz nach der Verpflichtung von Oliver Pocher sorgt Sat.1-Geschäftsführer Guido Bolten mit dem Einkauf von Johannes B. Kerner schon wieder für Schlagzeilen. Im Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de spricht Bolten erstmals über Kerners Verpflichtung, seine neue Sat.1-Sendung und den Sendeplatz.

Ab 2010 soll Johannes B. Kerner für Sat.1 neben den Champions League-Spielen auch eine neue wöchentliche Live-Sendung moderieren. „Johannes B. Kerner wird sich bei uns sehr aktuell den Themen der Woche, den Themen, die Menschen in Deutschland in diesen Tagen bewegt haben, widmen. Sicherlich mit einem hohen Talk-Anteil, aber auch Zuspielern“, erklärt Sat.1-Geschäftsführer Guido Bolten im DWDL.de-Interview. Ob es eine Konkurrenz für Günther Jauchs „Stern TV“ werden soll? „Das Format wird sicher in der gleichen Liga spielen“, kündigt Bolten an.

Noch nicht geklärt ist, an welchem Wochentag die neue Kerner-Sendung laufen wird. Zum Sendeplatz hingegen sagt der Sat.1-Senderchef: „Wenn wir sagen, dass 20.15 bis 23.00 Uhr die Primetime ist, dann wird die neue Sendung mit Johannes B. Kerner in der Primetime laufen. Wir werden Herrn Kerner bestimmt nicht nach 23 Uhr verstecken.“ Möglicherweise soll die Sendung sogar vor 22.15 Uhr starten. Dass Sat.1 für den Kerner-Einkauf an anderer Stelle sparen müsse, dementiert Bolten: „Diese Budgets gibt es bei Sat.1, genauso wie bei anderen Sendern auch. Es ist ja nicht so, dass Sat.1 nicht auch vorher schon investiert hat.“

Ohnehin sei Geld nicht das ausschlaggebende Argument gewesen, um Johannes B. Kerner für Sat.1 zu begeistern, so der Senderchef im DWDL.de-Interview: „Verpflichtungen haben nicht immer nur etwas mit Honoraren zu tun. Jemanden für sich zu gewinnen, hat auch mit Perspektiven und Sympathien zu tun.“ So hätten Johannes B. Kerner und er sehr schnell einen „gemeinsamen Geist“ entwickelt. Bolten: „Da stimmte die Chemie auf Anhieb und der gemeinsame Ehrgeiz ist da, Sat.1 noch einmal in eine andere Liga zu bringen.“ Kerner muss übrigens nicht das letzte neue Sendergesicht bleiben. „Wir können uns auch noch weitere Zugänge vorstellen“, kündigt der Sat.1-Geschäftsführer an.

Harald Schmidt ueber Ex-Kompagnon Oliver Pocher

Harald Schmidt im stern: Lob für Merkel, Kritik an Obama, Nachtreten gegen Pocher

Eine Woche nach der letzten Sendung „Schmidt und Pocher“ gibt Fernsehstar Harald Schmidt erstmals Interna über die Zusammenarbeit mit seinem Ex-Kompagnon preis. In der aktuellen Ausgabe des Hamburger Magazins stern, die an diesem Mittwoch erscheint, sagt Schmidt über Oliver Pocher: „Wenn er zu sehr störte in einer Redaktionskonferenz, dann habe ich ihm auch schon mal direkt gesagt: ‚Halt die Fresse.‘ Damit war es geregelt. Auf Zwischentöne zu setzen, dazu ist das Geschäft zu schnelllebig, finde ich. Aber prinzipiell verstehen wir uns sehr gut. Und privat – null Kontakt.“

Schmidt äußert sich im stern aber auch lobend über seinen Kollegen: „Ich finde, dass Pocher immer besser geworden ist.“ Pocher sei „extrem gut im Beobachten und Adaptieren. Man lernt am schnellsten, wenn man Dinge, die man gut findet, kopiert. So hab ich’s auch gemacht.“

Lobende Worte findet Schmidt im stern auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Mir gefällt die abwartende Art von Merkel und wie sie sich den Medien verweigert. Ihre Karriere ist ja eigentlich bloß mit der von Ratzinger zu vergleichen“, so Schmidt. „Und wir alle kennen doch noch die Fotos von Angie am Riesenmobiltelefon, als sie aus der Zone rüberkam mit diesem Pott-Haarschnitt – und in 15 Jahren Bundeskanzlerin! Nein, ich bin überzeugt, sie macht ihren Job sehr gut.“

Von US-Präsident Barack Obama würde Schmidt sich nicht regieren lassen wollen: „Ich will keinen Obama. Weil ich die trainierten Keulenarme seiner Frau nicht sehen will. Ich will auch nicht jemanden sehen, der permanent so gut drauf ist, und ich will auch nicht lesen müssen, dass ich hier eine Mode-Ikone vor mir habe. Weil nach allem, was ich von Mode weiß im Bereich Rollkragen und Jeans, verstehe ich entweder die Welt nicht mehr, oder meine Netzhaut ist getrübt.“ Michelle Obama sei „eine hyperaktive Super-Mom. Entweder ist sie im aprikosenfarbenen Pulli in einer Suppenküche, oder sie gräbt im Garten Gemüse um.“