Social networking – Sicherheit bei Web 2.0 Communities

Die Communities des Web 2.0 leben vom Austausch der Mitglieder untereinander. Trotzdem gilt der Grundsatz „weniger ist manchmal mehr“. Eine gewisse Zurückhaltung bei der Veröffentlichung von persönlichen Informationen, sei es im Profil, als Text, Ton, Bild oder Video kann vor unliebsamen Überraschungen schützen.

Zu den Klassikern gehören – gerade bei weiblichen Mitgliedern – der Ex und verschmähte Verehrer, die sich an die virtuellen Spuren der Angebeteten heften. Dies kann eine Form von Stalking darstellen. Nicht selten sind Versuche aus Rache den Ruf durch das Streuen gezielter Informationen zu schädigen. Cyberkriminelle nutzen zunehmend die Möglichkeiten des social networking. Hierbei wird oft das Vertrauen der Mitglieder missbraucht. Die Gefahren reichen von Spam, der auf die Interessen des Mitglieds zugeschnitten ist, über das Einschleusen von Trojanern und Viren bis hin zum Diebstahl der kompletten Identität. Ziel ist hier immer in irgendeiner Form der Geldbeutel des Opfers.

Der beste Schutz sind der gesunde Menschenverstand und eine Portion Skepsis. Das ist wirksamer als der aktuelle Virenschutz und die Firewall, die natürlich trotzdem selbstverständlich sein sollten. Wer sich der Gefahren bewusst ist und entsprechend umsichtig handelt, kann das Risiko von Angriffen erheblich minimieren. Einige wichtige Regeln dazu:

1. Lesen Sie sich stets die Richtlinien des Anbieters zum Datenschutz und die AGB’s durch, damit Sie wissen, wie mit Ihren persönlichen Informationen umgegangen wird.

2. Nutzen Sie die Einstellungsmöglichkeiten zur Privatsphäre bei den Anbietern, wenn Sie ihr Profil anlegen. Überlegen Sie sich gut, wie öffentlich Sie sein möchten.

3. Sofern die Plattform die Verwendung von Nicknames erlaubt, wählen Sie einen Namen, der nicht automatisch Rückschlüsse auf Ihre Person zulässt. Teile des Namens, Geburtsdatums, Wohnortes, Autonummer, Haustiername haben dabei nichts zu suchen.

4. Für Passwörter gilt dasselbe wie für Nicknames. Auch sie sollten stets ohne Zusammenhang zu Ihrer Persönlichkeit sein. Nutzen Sie keine Passwörter, die Sie bereits für andere Zwecke wie z.B. Onlinebanking verwenden.

5. Einige Plattformen verlangen die Eingabe des Geburtsdatums. Informieren Sie sich vor der Eingabe, wie sichtbar das Datum für die anderen Mitglieder ist. Im Zweifel schummeln Sie lieber etwas.

6. Mail-Adresse: Ohne Mailadresse geht bei den Online-Plattformen gar nichts. Verwenden Sie für Ihre Aktivitäten am besten eine eigens dafür angelegte Adresse bei einem der Freemail-Anbieter.

7. Telefonnummer: Egal, ob Sie jetzt die Telefonnummer in Ihrem Profil eintragen oder Sie später einem der Kontakte geben. Wenn Sie sich nicht zu 100% sicher sind, verwenden Sie eine gesonderte Telefonnummer. Bestücken Sie z.B. ein altes Handy mit einer Prepaid-Karte.

8. Profilfoto: Ein Foto macht ein Profil erst richtig spannend und wer zeigt sich nicht gerne von seiner besten Seite. Mit Ihrem Bild senden Sie aber auch Signale, die unter Umständen unerwünschte Personen geradezu magisch anziehen.

9. Ziel des social networking ist es, neue Kontakte zu knüpfen und deshalb werden Sie eine Menge Anfragen von anderen Mitgliedern erhalten, die in Ihre Freundes- oder Kontaktliste wollen. Bevor Sie einen Kontakt bestätigen, überlegen Sie sich, ob wirklich ein gemeinsames Interesse besteht. Lassen Sie sich den Kontaktwunsch ruhig begründen und scheuen Sie sich nicht, auch Kontakte abzulehnen. Prüfen Sie im Zweifel die Echtheit eines Kontaktes über die Suchmaschine oder durch einen Anruf.

10. Beiträge in Gruppen und persönliche Nachrichten können mehr über Sie verraten, als Ihnen lieb ist. Das fängt schon bei einer Gruppenzugehörigkeit an, die Schlüsse auf Ihre religiösen, politischen oder sonstigen Einstellungen erlaubt. Wer dies kennt und nutzt, kann sich oft problemlos das Vertrauen von Mitgliedern erschleichen, die dann sehr offen Details der persönlichen Lebensumstände preis geben. Grundsätzlich nichts in der Öffentlichkeit verloren haben Informationen, die auf den täglichen Tagesablauf schließen lassen, wie „um 23:00 Uhr gehe ich immer mit dem Hund im Park Gassi“ oder die Abwesenheit von der Wohnung anzeigen „morgen geht mein Flieger und dann bin ich erst mal 14 Tage weg“.

Weitere Infos zur Sicherheit in Sozialen Netzwerken unter: social-network-security.de

Netlog beteiligt sich an OpenSocial-Initiative

netlog.com, Europas führende Plattform für soziale Netzwerke, gab heute bei der Google I/O-Konferenz in San Francisco bekannt, dass sich das Unternehmen an der OpenSocial-Initiative von Google beteiligen wird. Mit Beginn am heutigen Tag, können soziale Networking-Anwendungen, die unter Verwendung der OpenSocial-Standards entwickelt wurden, für die 35 Millionen Anwender von Netlog in ganz Europa verfügbar gemacht werden.

Netlog erwartet, dass das Unternehmen eine wichtige Rolle bei der europaweiten Einführung des OpenSocial-Standards in diesem Sommer spielen wird. Während die meisten Anwendungen in Originalfassung in Englisch entwickelt werden, sieht die Website für soziales Networking vor, grosse Bemühungen hinsichtlich der Lokalisierung zu unternehmen. Die Mehrzahl von Netlogs Mitgliedern nutzt die Website in ihrer Muttersprache, was eine der Stärken dieser Plattform ist. Um auf diesem Faktor aufzubauen, wird Netlog Entwickler aktiv dabei unterstützen, ihre Anwendungen in verschiedene europäische Sprachen zu lokalisieren.

Um die von Anwendern erwarteten hohen Standards beizubehalten, wird Netlog nicht automatisch alle OpenSocial-Anwendungen auf der Plattform zulassen. Neue Anwendungen werden eine Qualitätskontrolle durchlaufen müssen, bevor sie auf eine weisse Liste gesetzt werden, auf die Anwender zugreifen können. Zusätzlich dazu, um so genannten Anwendungs-Spam zu vermeiden, der andere Netzwerke befällt, werden Netlog-Anwender nicht die Möglichkeit haben, Anwendungen an ihre Kontakte zu versenden. Benutzer behalten somit die vollständige Kontrolle über ihre Profile und die sich darin befindlichen Anwendungen.

„Entwickler können nun auf einfache Weise Netlogs Publikum von 35 Millionen Anwendern in ganz Europa erreichen, indem sie einen globalen Open-Standard benutzen“, erklärt Toon Coppens, Mitbegründer und CTO von Netlog. „Wir sind überzeugt, dass OpenSocial nicht nur die beste Wahl für Entwickler und Anbieter von Anwendungen ist, sondern auch für unsere Nutzer, die Zugang zu den zugelassenen und nützlichsten Anwendungen haben werden.“

Netlog ist ebenfalls der Ansicht, dass durch seine Beteiligung an OpenSocial die Plattform des Unternehmens attraktiver für Werbeträger wird. „Die Entwicklung von Anwendungen von hoher Qualität in Kombination mit Werbung und Netlogs einzigartigem Kredit-System bieten eine unübertroffene Möglichkeit für Unternehmen, eine Interaktion mit ihren Kunden direkt einzugehen“, setzt Coppens fort.

Die Website für soziales Networking erwartet insbesondere ein Interesse an Anwendungen, die sich auf Kommunikation, Musik, Video- und Fotoaustausch konzentrieren, alles beliebte Themen bei den Nutzern.

„Wir sind sehr froh, dass Netlog OpenSocial unterstützt und dass Netlog-Benutzer jetzt die Möglichkeit erhalten, die Vorteile von OpenSocial-Anwendungen zu nutzen“, so Eric Tholome, Group Product Manager bei Google. „Das Hauptanliegen von OpenSocial ist es, das Internet weitaus sozialer zu gestalten. Netlogs Beteiligung ist ein grosser Schritt in diese Richtung.“

OpenSocial ist eine Reihe von gewöhnlichen Programmierungsoberflächen für die Entwicklung von Anwendungen, die in mehreren Plattformen für soziale Netzwerke eingesetzt werden können. Die Spezifikationen wurden ursprünglich von Google entwickelt und für den Markt im November 2007 freigegeben. Für weitere Informationen zu Netlogs Unterstützung von OpenSocial besuchen Sie bitte http://en.netlog.com/go/developer

Social Networking haelt Einzug in Unternehmen

Unternehmen planen zunehmend den Einsatz von Social Networking Lösungen und Web 2.0-Technologien zur Erhöhung der Teamproduktivität, so das Fazit einer aktuellen Umfrage von Novell in Deutschland.

Die rund 250 Befragten gaben an, dass Komponenten, die die Zusammenarbeit im Team steigern, für sie von besonderer Relevanz sind. Derzeit setzt knapp ein Fünftel der Befragten Social Collaboration Lösungen ein, knapp 50 Prozent planen den Einsatz innerhalb der nächsten 12 Monate.

Soziale Netzwerke und Web 2.0-Technologien verändern die Art und Weise, in der Benutzer zusammenarbeiten. Die Verbreitung von Tools wie Blogs, Wikis, Telefon- und Web-Konferenzen in Echtzeit führt zum Umbruch traditioneller Collaboration-Modelle. Social Collaboration ist für viele im Privatleben längst an der Tagesordnung, wie die hohen Nutzungszahlen von Facebook(c), StudiVZ(c), Xing(c) und anderen Portalen beweisen. Die aktuelle Umfrage von Novell zeigt, dass viele das sich dort angeeignete Knowhow bereits im Unternehmen einsetzen können, Tendenz steigend. Das Interesse der Unternehmen, auf diese Weise die Produktivität des Einzelnen und im Team zu steigern, ist groß.

„Collaboration, das heißt die vernetzte Zusammenarbeit, ist aus unserer heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. eMail und Instant Messenger gehören dabei längst zu den Standards. Inzwischen geht es nicht mehr nur darum, sich auszutauschen, sondern im Team effizient zusammenzuarbeiten und so die Produktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern,“ erläutert Christoph Stoica, Director Workgroup Novell Central Europe. „Beim Einsatz von interoperablen Social Collaboration-Lösungen optimieren Unternehmen die Produktivität und schonen gleichzeitig den Geldbeutel.“

Derzeit findet in den Unternehmen ein Paradigmenwechsel statt: Stand bislang eher die persönliche Produktivität im Vordergrund, geht der Trend heute in Richtung Team-Produktivität. Für 65 Prozent der Befragten ist eine gemeinsame Wissensdatenbank von großer Bedeutung, 60 Prozent räumen Dokumentenmanagement und der Vermeidung von doppelter Ablage eine hohe Priorität ein. Weniger relevant ist für die Teilnehmer der Umfrage dagegen z.B. eLearning, d.h. die Weiterbildung über das Internet.

Informationen zur Collaboration-Lösung von Novell, Teaming + Conferencing, die plattformübergreifend eingesetzt werden kann, finden Sie unter novell.com/de-de/products/teaming/