Tour de France 2009

Im Juli blicken die Radsportfans traditionell nach Frankreich: Vom 4. bis 26. Juli 2009 wird dort die 96. Tour de France in 21 Etappen und über eine Distanz von etwa 3.500 Kilometern ausgetragen.

Im Wechsel mit der ARD berichtet das ZDF in diesem Jahr in konzentrierter Form: An den zehn ZDF-Sendetagen können die Zuschauer von 16.15 bis 17.15 Uhr das jeweilige Etappenfinale live erleben. ZDF-Live-Reporter Peter Leissl begrüßt erstmals am Sonntag, 5. Juli 2009, die Zuschauer aus Monaco zur ersten Flachetappe nach Brignoles.

In den „ZDF SPORTextra“-Sendungen zur Tour de France 2009 erleben die Radsportfans nicht nur das entscheidende Renngeschehen live. Ein rund fünf- bis zehnminütiger Vorlauf fasst zudem zum Einstieg die Ereignisse seit Etappenstart zusammen. Die Sendung wird von Yorck Polus aus dem Studio in Mainz moderiert.

Wie schon in den vergangenen Jahren wird auch das Doping-Thema in den ZDF-Sendungen zur Tour de France immer wieder kritisch beleuchtet und hinterfragt – Hermann Valkyser berichtet als Fachredakteur von vor Ort. Auch im begleitenden Online-Angebot zu den Tour-Übertragungen des ZDF werden diese Schattenseiten des Profi-Radsports journalistisch aufgegriffen.

Zum Ende der Tour de France stehen drei Etappen auf dem ZDF-Programm, bei denen die Live-Berichterstattung bis 17.45/18.00 Uhr geht: Die Alpen-Bergetappe am 21. Juli vom schweizerischen Martigny nach Bourg-Saint-Maurice mit der Überfahrung des Kleinen St. Bernhard gehört ebenso dazu wie das Einzelzeitfahren über 40,5 Kilometer am 23. Juli in Annecy und die Schlussetappe auf den Champs Elysées am 26. Juli – bei den letzten beiden startet die ZDF-Übertragung dann auch erst um 16.45 Uhr.

TV Tipp: Mr. Ripley und die Kunst des Toetens

„Mr. Ripley und die Kunst des Tötens“ als Free TV-Premiere im ZDF-Montagskino. Einen spannenden und perfekt inszenierten Kriminalfilm mit überraschenden Wendungen und einer hervorragenden Besetzung präsentiert das ZDF-Montagskino am 20. April 2009, 22.15 Uhr als Free TV Premiere.

„Mr. Ripley und die Kunst des Tötens“ (Originaltitel: „Ripley Under Ground“) – Roger Spottiswoodes Verfilmung des zweiten Teils der Romanreihe von Patricia Highsmith mit dem Kanadier Barry Pepper („Flags of Our Fathers“) in der Titelrolle entstand 2005 als amerikanisch-britisch-deutsche Koproduktion.

Der Abend, an dem er die Vernissage eines Freundes in London besuchen will, beginnt für Tom Ripley (Barry Pepper) vielversprechend, als er die Bekanntschaft der bezaubernden Französin Héloise (Jacinda Barret) macht. Auch die Ausstellung läuft zunächst gut, die Kritiker sind von dem aufstrebenden Maler Derwatt (Douglas Henshall) begeistert. Nachdem jedoch Derwatts Freundin Cynthia (Claire Forlani) dessen Heiratsantrag ablehnt, kommt der aufgebrachte Künstler kurz darauf bei einem Autounfall ums Leben. Sein Manager Jeff Constant (Alan Cumming) fürchtet, dass sich Derwatts Bilder nun nicht mehr verkaufen lassen, und so ersinnen er, Cynthia und Ripley einen perfiden Plan: Der Tod des Künstlers wird geheim gehalten, und der befreundeter Maler Bernard Sayles (Ian Hart) soll in Derwatts Namen weitere Werke fertig stellen. Dabei obliegt es Cynthia nun, als Muse für Bernard zu fungieren. Zwischenzeitlich hat Ripley gegen den Willen ihres Vaters das Herz von Héloise erobert und alles scheint nach Plan zu laufen. Doch dann meldet der amerikanische Kunstsammler Neil Murchison (Willem Dafoe) Zweifel an der Echtheit der Gemälde an. Als Inspektor John Webster (Tom Wilkinson) von Scotland Yard auftaucht, der mit der Suche nach dem spurlos verschwundenen Amerikaner beauftragt wurde, stehen die Fälscher vor ernsten Problemen…

Die amerikanische Autorin Patricia Highsmith, weltberühmt geworden durch ihre psychologisch ausgefeilte Kriminalliteratur, verewigte Tom Ripley zwischen 1955 und 1991 in insgesamt fünf Romanen und setzte sich bewusst von den Erzählmustern und Konventionen der klassischen Kriminalliteratur ab. Ihre Romane sind nicht, wie üblich, aus der Sicht der ermittelnden Privatdetektive oder Polizisten erzählt, sondern aus der des Betrügers Tom Ripley, ein Hedonist mit vielen Gesichtern, der pragmatisch seine egoistischen Ziele verfolgt und dafür auch über Leichen geht. Nach zwei Verfilmungen des ersten Romans „Der talentierte Mr. Ripley“ (1960 durch René Clément mit Alain Delon in der Hauptrolle und 1999 durch Anthony Minghella mit Matt Damon) nahm sich Spottiswoode 2005 erstmals des zweiten Romans der Ripley-Reihe an.

TV-News in der Krise – Internet laesst Quoten sinken

Ob bei ARD, ZDF oder den Privatsendern – die Quoten der Newsformate sinken stetig. Allein das Flaggschiff „Tagesschau“ büßte in den letzten fünf Jahren 25 Prozent seiner jungen Zuschauer ein.

Im Gespräch mit TV Movie (7/09; EVT: 20. März) aus der Bauer Media Group erklärt Medienexperte Jo Groebel die sinkenden Quoten mit dem geänderten Informationsverhalten der Menschen. „Im Internet ist jede Nachricht immer und unmittelbar verfügbar“, sagt der Direktor des Deutschen Digital-Instituts und TV Movie-Filmrat. „Dadurch verlieren die klassischen TV-News an Bedeutung.“

Einzig „RTL aktuell“ trotzt dem Negativtrend: 2008 setzte sich das Format erstmals nicht nur beim jungen, sondern auch beim Gesamtpublikum durch – und war nach der „Tagesschau“ die zweiterfolgreichste Newssendung. „Mittelfristig kann ,RTL aktuell‘ sogar die ARD überholen. Gerade für junge Zuschauer ist RTL ein Leitmedium“, meint Groebel. Ausgerechnet die derzeitige Wirtschaftkrise könnte dem angeschlagenen News-Genre allerdings aus dem Quotentief helfen. „In Krisenzeiten kann der klassische Nachrichtenjournalismus durch Glaubwürdigkeit punkten“, weiß Experte Jo Groebel.

Der vollständige Bericht steht in TV Movie 7/2009, die am 20. März erscheint.

ZDF baut Engagement auf YouTube aus

Das ZDF verstärkt seine Präsenz auf der Internet-Videoplattform YouTube. Über einen eigenen Maybrit-Illner-Kanal auf YouTube haben Zuschauerinnen und Zuschauer künftig die Möglichkeit, an der wöchentlichen Diskussionsrunde von Maybrit Illner im ZDF teilzunehmen.

Meinungen und Fragen zum Thema der Sendung können unter youtube.de/maybritillner als Video hochgeladen werden. Eine Auswahl der Fragen oder Meinungen wird dann live in die Sendung eingebunden.

ZDF-Intendant Markus Schächter: „Wir haben bereits gute Erfahrungen mit unserem ersten Projekt, einem ZDF-Kanal auf YouTube, gemacht. Dieses Engagement auf der reichweitenstärksten Videoplattform bringt uns viele Kontakte mit einer Zuschauergruppe, die wir mit unserem Hauptprogramm nur schwer erreichen. Es freut mich deshalb sehr, dass wir gerade jetzt, im Superwahljahr 2009, Maybrit Illner auf YouTube mit Zuschauerinnen und Zuschauern zusammenbringen. Wir denken bereits über weitere Projekte nach.“

Patrick Walker, Director Partnerships EMEA bei YouTube ergänzt: „Die auf YouTube ausgerichteten Wahldebatten in den USA haben im Vorjahr eine völlig neue Form der Kommunikation zwischen den Wählern und der Politik geschaffen.“ Nun habe auch in Deutschland jeder Bürger die Möglichkeit, seine Frage direkt an die Volksvertreter zu richten – bei Maybrit Illner im ZDF.

„Ich finde großartig, dass jetzt auch Zuschauer von zu Hause bei uns mitdiskutieren können“, sagt Maybrit Illner. „Mit den Videobotschaften aus dem Internet nutzen wir eine neue, zeitgemäße Form der Kommunikation“. Die hermetische Trennung von Online- und Fernsehwelt sei ohnehin „längst passé“, so die ZDF-Moderatorin. Dies habe nicht zuletzt der Präsidentschaftswahlkampf in den USA eindrucksvoll bewiesen.

Ein Internetanschluss und eine (einfache) Videokamera genügen. Interessierte können ab sofort ihr Video unter youtube.de/maybritillner hochladen. Die Redaktionsleitung der Talkshow entscheidet kurzfristig, welche Fragen oder Aussagen an die Gäste weitergereicht werden.  „Maybrit Illner“ ist die erste politische Talkshow, die in dieser regelmäßigen Form Videobotschaften ins TV-Programm einbindet.

Gast der Auftakt-Sendung am 26. Februar ist unter anderem der Parteivorsitzende der SPD Franz Müntefering. Ab sofort können Interessierte ihr Video dazu unter youtube.de/maybritillner hochladen. Die Redaktionsleitung der Talkshow entscheidet kurzfristig, mit welchen Fragen oder Aussagen die Gäste live in der Sendung konfrontiert werden.

Fussball EM 2008 live im ZDF

Die Fußball EM 2008 – Am 7. Juni ist Anpfiff

Die ZDF-Live-Berichterstattung von der Fußball-EM 2008 will die Zuschauer emotional und informativ am Turniergeschehen teilhaben lassen. Im Mittelpunkt stehen dabei der Sport und die Athleten auf dem Rasen. Die journalistische Herangehensweise bedeutet: nah dran, aber mit der für die Berichterstattung unerlässlichen Distanz. Fachkompetenz und Ausgewogenheit sind die entscheidenden Kriterien. Das ZDF überträgt 14 der insgesamt 31 EM-Spiele live. Zudem strahlt der ZDFinfokanal die zwei Partien aus, die am letzten Gruppenspieltag parallel zum ZDF-Spiel laufen. Insgesamt sendet das Zweite so rund 55 Stunden von der Fußball-EM. Und auch im Live-Stream unter sport.zdf.de sind die vom ZDF ausgestrahlten EM-Partien zu sehen.

Herzstück der ZDF-Berichterstattung ist die Seebühne in Bregenz. Vom Dreiländereck am Bodensee aus werden die Live-Übertragungen der EM-Spiele vor großem Publikum anmoderiert, analysiert und besprochen – erneut von der bei der Fußball-WM 2006 erfolgreichen ZDF-„Dreierkette“ Johannes B. Kerner, Jürgen Klopp und Urs Meier. Das mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Erfolgstrio wird dank neuer Technik in der virtuellen Aufarbeitung von entscheidenden Spielszenen in 3-D noch einsichtigere Analyse bieten.

Bei der Spielanalyse werden immer auch umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen in den Blick geraten. Die Nach-Berichterstattung im ZDF geht deshalb auf besondere Regelfragen ein. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Urs Meier erklärt die strittigen Szenen. Unter sport.zdf.de sind die beiden ZDF-Experten Jürgen Klopp und Urs Meier zudem in der Expertenkolumne und im Chat präsent. Im Rahmen der Vorberichterstattung stellt das ZDF nicht nur Spielerund Mannschaften vor, sondern auch die jeweiligen Spielorte und Städte sowie Land und Leute. Da außer Spanien jede Nationalmannschaft, die in Österreich und der Schweiz antritt, einen Bundesligaspieler in seinen Reihen hat, ergibt auch dies Anknüpfungspunkte für die Vorberichte.

Sowohl in den Stadien als auch am Quartier der deutschen Mannschaft ist das ZDF stark vertreten: Katrin Müller-Hohenstein und Norbert König fangen an den Spielorten Stimmen und Stimmungen ein, Michael Steinbrecher ist der ZDF-Mann am Quartier der deutschen Mannschaft bzw. derjenige, der immer dort ist, wo sich die deutsche Nationalelf befindet. Diese ist zum Beispiel am ersten ZDF-Sendetag, dem ersten EM-Spieltag, ebenso auf der Anreise nach Klagenfurt wie am dritten ZDF-Sendetag, dem fünften EM-Spieltag. Wie es um die Verfassung jedes einzelnen DFB-Akteurs bestellt ist, erfahren die Zuschauer zudem in „Steinbrechers Formcheck“ unter sport.zdf.de. Das ZDF begleitet die Fußball-EM mit rund 50 Redakteuren. Die Live- Reporter bzw. Kommentatoren sind Béla Réthy, Thomas Wark und Wolf-Dieter Poschmann.

Zum jeweiligen Abschluss der zehn ZDF-Sendetage von der Fußball-EM bzw. im Anschluss an die Sportberichterstattung steht zudem wieder die kabarettistische Spielanalyse „Nachgetreten“ mit Ingolf Lück, Oliver Welke, Guido Cantz und anderen auf dem Programm.