DVB-T-Sticks fuer mobilen Fernsehempfang

Wer sein Macbook als mobilen Zweitfernseher nutzen möchte, kommt mit einem DVB-T-Stick auf seine Kosten. Die “Macwelt”, die in ihrer aktuellen Ausgabe (9/2009) elf DVB-T-Empfänger getestet hat, zeigt, worauf beim Kauf zu achten ist.

Entscheidend für die Qualität des Fernsehbildes ist die Empfangsqualität des DVB-T-Signals. In einem gut abgedeckten Sendegebiet reicht in der Regel ein DVB-T-Stick mit einem einzelnen Empfänger (Single Tuner) aus. Ist das Signal zu schwach, schafft eine zusätzliche aktive DVB-T-Zimmerantenne Abhilfe. Eine bequeme Alternative ist der Einsatz eines Sticks mit zwei Empfängern (Dual Tuner). Diese lassen sich im Verbund betreiben und ermöglichen so einen deutlich besseren Empfang als Sticks mit Single Tuner. Wer über einen Kabelanschluss verfügt, kann laut “Macwelt” auch zu einem so genannten Hybrid-Stick greifen. Mit diesem lässt sich sowohl DVB-T als auch digitales (DVB-C) und analoges Kabelfernsehen empfangen. Da diese Empfänger zudem analoge Signale aufzeichnen können, eignen sie sich auch für die Digitalisierung von Videos, die auf VHS-Kassetten gespeichert sind.

Die Empfangsleistung der DVB-T-Sticks bewegt sich insgesamt auf hohem Niveau. Deutliche Unterschiede gibt es aber bei der verwendeten TV-Software, die die Signale in Bild und Ton umsetzt. Während die Qualitätsunterschiede bei Standbildern nur gering sind, stößt so manche Software vor allem bei schnellen Bewegungen an ihre Grenzen, berichtet die “Macwelt”. Am besten gelingt die Darstellung den Programmen The Tube und Eye TV. Sticks mit The Tube eignen sich gut für das Nebenbei-Fernsehen am Computer und punkten mit Community-Funktionen wie etwa Live-Chat im Internet. Wenn es um Programmierung, Aufnahme und Weiterverarbeitung von TV-Sendungen geht, bietet dagegen Eye TV den höchsten Komfort. Da ein Stick an die zugehörige Software gebunden ist, sollten Anwender vor dem Kauf genau überlegen, welche Funktionen ihnen wichtig sind.

“Macwelt”-Testsieger ist der Eye TV Diversity von Elegato (rund 100 Euro). Als bester Stick mit der Software The Tube landete der WinTV-HVR-900 Mac und PC (etwa 80 Euro) auf dem vierten Platz.

Mobilfunk – Kunden verstehen Handy Tarife nicht

Deutschlands Verbraucher blicken im Vertragswirrwarr der Telekommunikationsbranche nicht mehr durch und wünschen sich verständlichere Handyverträge, besseres Informationsmaterial zum Vergleichen und mehr Kulanz bei den Vertragslaufzeiten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Kölner Agentur “Die Gefährten” in Kooperation mit dem Fachmagazin “acquisa”.

Zwar werfen die Handyhersteller in immer kürzeren Zeitabständen immer bessere Geräte auf den Markt – waren gestern noch ausklappbare Handys gefragt, boomt derzeit der Absatz von Smartphones und Mini-Notebooks – doch lockt das die Kunden wirklich in die Mobile-Shops? Für die meisten Konsumenten sind vielmehr ein besonderes Angebot und die Lage des Geschäfts die entscheidenden Faktoren. Demnach kommt der Großteil der Kunden (69 Prozent) schlichtweg in den Mobile-Shop, weil er eben schon länger Kunde ist. Dabei haben 61 Prozent einen festen Vertrag beim Anbieter und 39 Prozent nutzen eine Prepaid-Karte.

Ein weiteres Ergebnis: Alle Befragten haben ihren Anbieter schon einmal gewechselt. Meist lockte der neue Anbieter mit günstigen Preisen – letztendlich war er jedoch qualitativ schlechter (97 Prozent).

Gute Nachrichten auch fürs Marketing: Allen Kunden sind die Werbemittel im Shop aufgefallen. Darunter Schaufensterdekoration, Broschüren, Deckenhänger und Promotions. Zudem geben über die Hälfte an, dass sie die Bilder aus der Werbung im Fernsehen und von Plakaten im Laden wiedererkannt haben. Das Top-Informationsmedium ist das Internet, über das sich der Großteil (85 Prozent) selbstständig schlau gemacht hat.

Die Kölner Agentur hatte für die Umfrage knapp 400 Kunden von E-Plus, O2, SMS Michel, Akia Handy Shop, Freenet und Phone House nach ihren Erfahrungen befragt. Den gesamten Artikel lesen Interessierte in der aktuellen Ausgabe der “acquisa”.

Sicherheitsrisiko Facebook-Widgets

Abzocker betrügen mit gefälschten Facebook-Applikationen. Virenschutz-Experte Avira klärt über die Gefahren bei der Nutzung von Facebook-Widgets auf und gibt Tipps zum Schutz der Privatsphäre

Jeder Nutzer von Facebook kennt die Applikationen, die zum Spielen oder Quizzen anregen. Doch die Anwendungen können die Nutzer schädigen, warnt IT-Sicherheitsspezialist Avira.

Bei den schädlichen Applikationen handelt es sich um geschickt getarnte Werbebanner, die die bekannten und immer neuen Facebook-Anwendungen (Widgets) in Aussehen und Funktion perfekt nachahmen. Klickt der Surfer darauf, landet er nicht bei einer vertrauenswürdigen Facebook-Applikation, sondern wird unbemerkt auf einen anderen Server im Internet geleitet. Die vermeintlichen Widgets sind so geschickt programmiert und gestaltet, dass der User bei der Nutzung keinen Verdacht schöpft. Am Ende einer Anwendung fragt die gaunerische Web-Anwendung beispielsweise nach der Handy-Nummer, um das Spielergebnis zu übermitteln. Doch mit der SMS wird es teuer, denn damit bestätigt der Anwender eine Abonnement-Buchung bei den Abzockern. Nähere Informationen finden sich meist nur im Kleingedruckten, die jedoch übersehen werden: Der Schaden kann sich auf zig Euro im Monat belaufen, die mit der nächsten Telefonrechnung abgebucht werden.

Das Risiko, zu viele persönliche Informationen preiszugeben, besteht grundsätzlich bei jeder Applikation, die innerhalb von Social-Webs angeboten wird. Wer Facebook-Anwendungen nutzt, sollte nur solche aus vertrauenswürdiger Quelle installieren und sich genau überlegen, welche Daten er auf der Plattform öffentlich macht. Um die Privatsphäre zu sichern, müssen lediglich einige Einstellungen geändert werden. In Facebook unter Einstellungen / Privatsphäre-Einstellungen können die richtigen Häkchen gesetzt werden. Bei den Einstellungen im Profil ist auf der sicheren Seite, wer alle Felder auf die Einstellung “nur Freunde” setzt. Aber auch hier gilt: Nicht hinter jeder Freundschaftsanfrage verbirgt sich ein echter Freund.

Zudem lassen sich die Freigaben für Werbeanzeigen bearbeiten. Unter Neuigkeiten und Pinnwand lässt sich der Reiter Facebook-Werbeanzeigen finden. Hier sollte in den Kästchen “niemand” ausgewählt sein. Auch ist es möglich, die Zugriffsrechte der Anwendungen einzustellen: Unter Anwendungen / Anwendungen bearbeiten können für alle Anwendungen individuelle Rechte verteilt werden. Hier ist es ebenfalls ratsam, als mindeste Maßnahme die Einstellungen für die Privatsphäre auf “nur Freunde” zu setzen und sich die Einstellungen für zusätzliche Genehmigungen genau anzusehen.

Computer-Prozessoren im Test

Wenn der PC mal wieder etwas länger braucht, liegt das häufig am Prozessor, dem Herzstück eines Rechners. Generell gilt: Je höher die Leistung des Prozessors und der Grafikkarte, desto schneller arbeitet der PC.

Vor allem grafisch aufwendige Spiele oder Videobearbeitungsprogramme stellen höhere Anforderungen an den Prozessor als normale Arbeitsprogramme. Viele Nutzer rüsten deshalb mit stärkeren Modellen nach. COMPUTERBILD SPIELE hat zehn aktuelle PC-Prozessoren von Intel und AMD sowohl im Arbeitseinsatz als auch im Spielbetrieb auf Leistung und Tempo getestet (Heft 9/2009, ab Mittwoch im Handel erhältlich).

Intel kann im Test mit der neuen Prozessorgeneration Core i7 punkten, die auf vier Kerne – Recheneinheiten – und den schnellen Arbeitsspeicher Typ DDR 3 setzt. Auch die AM3-Prozessoren von AMD können mit schnellen Zwischenspeichern und einer hohen Taktfrequenz aufwarten. Im Arbeitseinsatz mit Büroprogrammen wie “Word” und Multimediaanwendungen wie “Photoshop” und “Premiere” erzielten alle zehn Prozessoren “sehr gute” Werte, jedoch mit deutlichen Leistungsunterschieden. Der schnellste Prozessor in allen Disziplinen, der Testsieger Intel Core i7 975 Extreme Edition (1029,45 Euro), war um fast 70 Prozentpunkte schneller als das Schlusslicht Phenom 2 X3 710 (138,99 Euro) von AMD. Beim Test mit fünf verschiedenen PC-Spielen zeigten sich noch deutlichere Leistungsunterschiede. Sieben Modelle schnitten “gut” ab. Drei hingegen – alle von AMD – kamen bei einer hohen Bildschirmauflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten ins Stottern und erhielten nur ein “befriedigend”, darunter auch der Vierkerntyp Phenom 2 X4 810 (151,11 Euro).

Allerdings sind viele Prozessoren völlig überteuert: Die Modelle von Platz eins bis vier, alle von Intel, erhielten zwar die Gesamtnote “gut”, waren vom Preis-Leistungs-Verhältnis aber “ungenügend. Sie kosten zwischen 600 und satten 1030 Euro. Dass es auch billiger geht, beweist der Preis-Leistungs-Sieger Phenom 2 X3 720 von AMD – zwar etwas langsamer als die Konkurrenz, aber immer noch “gut” und mit 128,30 Euro ein wahres Schnäppchen. Unbedingt beachten: Ein neuer Prozessor erfordert in der Regel weitere Anschaffungen, beispielsweise einen neuen Lüfter oder ein neues Mainboard.