Fachkraeftemangel bei Unternehmen

90 Prozent der deutschen Unternehmen sehen im derzeitigen Fachkräftemangel eine Gefahr für die erfolgreiche und planmäßige Durchführung von Projekten. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie*, die das auf Project Management Offices (PMO) spezialisierte Beratungshaus Assure Consulting in Auftrag gegeben hat.

Nach Ansicht von 32 Prozent der befragten Top-Manager in der deutschen Wirtschaft können die Projekte zwar durchgeführt werden. Jedoch müssen die Firmen intern Fachkräfte aus anderen Bereichen abziehen. In 24 Prozent der Fälle müssen sogar geringer qualifizierte Mitarbeiter hinzugezogen werden, die den Projekterfolg aber häufig gefährden. Bei 13 Prozent der Firmen können wegen fehlender Fachkräfte viele Projekte gar nicht durchgeführt werden. 21 Prozent der Projekte werden zwar realisiert, aber nicht im vorgesehenen Umfang. Nur zehn Prozent sehen keine Auswirkungen durch den Fachkräftemangel.

Um trotzdem den Projekterfolg gewährleisten zu können, greifen laut Assure viele Firmen bereits auf externe Dienstleister zurück. Dadurch kann vor allem auch “Betriebsblindheit” vorgebeugt werden (41 Prozent). Externe Dienstleister, die auf Projektmanagement (PM) spezialisiert sind bringen Effizienzsteigerungen (40 Prozent, Mehrfachnennungen waren erwünscht), ferner ist ein Transfer von Methodenwissen (37 Prozent) zu erwarten. Dies führt zur Entlastung des Projektteams und stellt sicher, dass der Input immer auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik ist (jeweils 31 Prozent).

Eine spezielle Form externer Dienstleistungen im Bereich des Projektmanagement ist das PMO, welches alle im Rahmen eines Projektes anfallenden Aktivitäten plant, überwacht und steuert. Laut Assure-Studie sehen mehr als die Hälfte der Top-Manager die Professionalität im Projektmanagement als Hauptvorteil eines PMO (52 Prozent) an. Hinzu kommen Erfahrungsschatz (47 Prozent) und die Standardisierung der Prozesse (29 Prozent). Nach Ansicht der befragten Fach- und Führungskräfte ist zudem auch die Erreichung der Projektziele “in time” und “on budget” einer der größten Pluspunkte eines PMO (ebenfalls 29 Prozent). “Wie die Studie anschaulich zeigt, hat der Fachkräftemangel erhebliche negative Auswirkungen auf die Projektdurchführung. Die Wirtschaft hat bereits erkannt, dass durch das Zurückgreifen auf externe Dienstleister der Fachkräftemangel kurzfristig kompensiert werden kann”, kommentiert Assure Consulting-Geschäftsführer Tim Schmidt.

* Für die Studie wurden 75 Fach- und Führungskräfte aus der deutschen Wirtschaft befragt.

Jobboerse bei heise – Karriere Veranstaltungen Jobsuche

Mit den neuen Rubriken Karriere, Veranstaltungen, Weiterbildungssuche und Foren präsentiert sich heisejobs.de jetzt noch serviceorientierter. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene IT-Profis finden in den umfangreichen Zusatzinformationen noch mehr Möglichkeiten, ihre IT-Karriere Schritt für Schritt zu planen.

Die neue Rubrik “Karriere”, informiert ausführlich über aktuelle Entwicklungen und Trends im IT/TK-Bereich. Neben fundierten Hintergrundartikeln der c’t-Redaktion zum Arbeitsmarkt finden sich hier auch exklusive Meldungen zu aktuellen Job-Themen.

Zum Erfahrungsaustausch laden die ebenfalls neu eingerichteten Foren ein. Dabei gibt es getrennte Diskussionsplattformen für den IT- und TK-Nachwuchs und die Professionals. Schüler, Umschüler, Azubis und Studenten können hier Fragen der Berufs- und Studienwahl besprechen. IT-Profis finden bei heise jobs das passende Podium, um sich über die aktuelle Arbeitsmarktsituation auszutauschen und erhalten im c’t-Gehaltsspiegel wertvolle Informationen für das nächste Vorstellungsgespräch.

Die neue Veranstaltungsübersicht und die umfangreiche Weiterbildungssuche helfen, das passende Seminar und Workshop zu herauszusuchen. Auch Fernunterricht, Computer- und Web Based Training oder E-Learning-Angebote sind in der Datenbank gelistet. Bei der Weiterbildungssuche kooperiert heisejobs mit der Metasuche des IWWB, dem InfoWeb des Deutschen Bildungsservers.

Weblink:
Heise Jobs

Viele Deutsche haetten lieber einen anderen Beruf gewaehlt

Internationale Studie zeigt: Jeder siebte Deutsche bedauert seine Entscheidung über die getroffene Jobwahl.

Laut einer aktuellen Umfrage hätten mehr als ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer nach der Schule lieber einen anderen Berufsweg eingeschlagen. Jeder Siebte gibt sogar an, den falschen Beruf erlernt zu haben. Dies sind die Ergebnisse einer internationalen Studie des Personaldienstleisters Kelly Services. Die Studie wurde in 33 Ländern unter 115.0000 Jobsuchenden durchgeführt, darunter über 2.000 Deutsche.

Rund 31 Prozent der deutschen Studienteilnehmer gaben an, dass sie sich gerne weiter ausgebildet oder das Studium fortgesetzt hätten. 38 Prozent hätten im Nachhinein sogar eine völlig andere Fachrichtung vorgezogen. 15 Prozent der Teilnehmer gaben an, den falschen Beruf gewählt zu haben, während 20 Prozent sich nicht sicher über den eigentlichen Berufswunsch waren. Ganze 43 Prozent fühlten sich durch die schulische Bildung nicht genug auf das Arbeitsleben vorbereitet. Weitere 21 Prozent gaben an, dass ihre Ausbildung sie nicht ausreichend auf die Arbeitswelt vorbereitet hat.

Die Ergebnisse zeigen, wie Arbeitnehmer über die Qualität ihres Ausbildungssystems im eigenen Land denken. So fühlen sich indische Arbeitnehmer dank ihrer Schulbildung am Besten für das Berufsleben gewappnet, die geringste schulische Unterstützung empfanden die Befragten aus Schweden (26 Prozent), Norwegen (27 Prozent), Dänemark (29 Prozent), der Türkei (30 Prozent), der Ukraine (37 Prozent), Russland und Italien (39 Prozent). Die deutschen Teilnehmer liegen zusammen mit den Kollegen aus Frankreich und China auf Platz 24. Insgesamt 42 Prozent von ihnen gaben an, dass sie mit dem Schulsystem gut auf das Arbeitsleben vorbereitet wurden.

“Deutsche Arbeitnehmer fühlen sich durch die schulische Bildung schlecht und durch ihre berufliche Ausbildung nur durchschnittlich auf die Arbeitswelt vorbereitet”, erklärt Jessica Schönfeld, Marketing Manager bei Kelly Services Deutschland. “Betrachtet man die Werte im internationalen Vergleich, so erzielen die aufstrebenden Industrienationen wie Indien mit 80 Prozent sowie China und Indonesien mit jeweils 76 Prozent hier deutlich bessere Werte.” Die deutschen Teilnehmer sind gleichauf mit Hong Kong und liegen mit 64 Prozent leicht unter dem weltweiten Durchschnitt (65 Prozent).

Gestaltung von Online-Stellenanzeigen

Umfrage: Erhebliches Potenzial bei der Gestaltung von Online-Stellenanzeigen

Die Mehrheit der Recruiting-Experten in Deutschland findet die Qualität von Grafik und Texten in Online-Stellenanzeigen nur “befriedigend”. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage von stellenanzeigen.de und des eco Verbands der Internetwirtschaft e.V.

Die Umfrage lief im April online auf der Seite des Arbeitskreises E-Recruiting im eco Verband, parallel dazu wurde sie von stellenanzeigen.de auf der Messe Personal 2008 in Stuttgart durchgeführt. Insgesamt beteiligten sich 100 Recruiting-Experten. Den aktuellen Stellenwert von Online-Stellenanzeigen stuften die meisten Teilnehmer als hoch ein. 62 Prozent stimmten dem Statement ohne Einschränkung zu “Online-Stellenanzeigen spielen 2008 eine zentrale Rolle für unser Recruiting/Personalmarketing.” 29 Prozent hielten die Aussage für zum Teil richtig.

Nach den Kriterien befragt, die über den Erfolg einer Online-Stellenanzeige entscheiden, votierten 58 Prozent für die Gestaltung der Grafik und Bilder, 56 Prozent für den Text, 53 Prozent für die Verschlagwortung und 51 Prozent für die Jobbezeichnung. Mit großem Abstand zu diesen Erfolgselementen entschieden sich nur 13 Prozent für die Mediaplanung. Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage möglich. Die durchschnittliche Qualität von Texten der in Deutschland veröffentlichten Online-Stellenanzeigen bewerteten 10 Prozent der Teilnehmer als “sehr gut bis gut”. Eine große Mehrheit von 55 Prozent sieht sie als “befriedigend” an, 26 Prozent als “mäßig” oder “mangelhaft”. Die Güte der Grafik und Bilder schätzten immerhin 17 Prozent als “sehr gut bis gut” ein, 54 Prozent fand sie “befriedigend” und 21 Prozent “mäßig”.

Sowohl beim Thema Grafik und Bilder als auch bei den Texten zeigten sich erhebliche Differenzen zwischen der Bewertung der durchschnittlichen Qualität im Allgemeinen und der von Online-Stellenanzeigen des eigenen Unternehmens. So bewerteten immerhin 36 Prozent der Teilnehmer die Qualität der Texte in den eigenen Anzeigen als “sehr gut bis gut” (gegenüber nur 10 Prozent für Anzeigen im Allgemeinen), bei der Grafik waren es 38 Prozent (gegenüber 17 Prozent für Anzeigen im Allgemeinen). 64 Prozent der Teilnehmer stimmten der These zu, die Gestaltung der Grafik gehöre in die Hände eines externen Spezialisten. Die Mediaplanung sowie die Textgestaltung dagegen betrachten nur 27 beziehungsweise 22 Prozent als externe Spezialistenaufgabe.

“Online-Stellenanzeigen sind immer wichtiger im Wettbewerb um die besten Köpfe. Die Umfrage zeigt, dass hier in der konkreten Umsetzung noch erhebliches Potenzial vorhanden ist. Unternehmen, die auch bei diesem Medium ganzheitlich und gezielt auf Top-Qualität setzen, können in den gesuchten Zielgruppen punkten”, sagt Michael Weideneder, Geschäftsführer von stellenanzeigen.de und Vorsitzender des Arbeitskreises E-Recruting im eco Verband.