Urteil gegen GEZ-Gebuehren auf Computer

Rund eineinhalb Jahre nach Einführung von Rundfunkgebühren auf so genannte “neuartige Empfangsgeräte” wie Computer und UMTS-Handys zeigt sich, dass diese unter großem Protest der Industrie- und Handelkammern (IHK) eingeführte Gebühr auch bei deutschen Gerichten auf wenig Gegenliebe stößt.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Verwaltungsgericht in Braunschweig entschieden, dass für einen zu Hause beruflich genutzten PC keine zusätzlichen Rundfunkgebühren anfallen, wenn bereits andere Rundfunkgeräte angemeldet sind.

In einem heute veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz (Az.: 1 K 496/08.KO) trafen die Richter eine noch weitergehende Entscheidung zu Lasten der neuen PC-Gebühr: Der betroffene Rechtsanwalt muss demnach für seinen beruflich genutzten Computer mit Internetanschluss keine Rundfunkgebühr zahlen, obwohl er damit Sendungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten theoretisch empfangen könne. Nach Auffassung des Gerichts rechtfertige dies nicht automatisch die Gebührenerhebung. Im Gegenteil werde der Computer typischerweise nicht genutzt, um Radio zu hören, wenn dieser in Geschäftsräumen oder einer Kanzlei stehe. Das Gericht ließ die Berufung zum Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz zu.

“Und wieder eine Niederlage für die ungerechten GEZ-Gebühren”, so Marcus Lippold, Pressereferent der IHK Offenbach. “Dass die Rundfunkgebühren für PCs juristisch auf wackligem Boden stehen, wurde jetzt erneut gezeigt. Gerade die hessischen IHKs freut das besonders. Wir sind von Anbeginn gemeinsam engagiert gegen die PC-Gebühr  vorgegangen.” In Einklang mit den Kollegen der hessischen IHKs fordert er: “Die PC-Gebühr  muss weg. Generell ist es an der Zeit, die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien neu zu ordnen.” Die IHKs haben dazu einen viel beachtete Vorschläge erarbeitet, jetzt müsse die Politik handeln.

Die Offenbacher IHK rät allen Betroffen in vergleichbaren Fällen, unter Hinweis auf das Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz (Az.: 1 K 496/08.KO) oder das Urteil des Verwaltungsgerichts Braunschweig (Az. 4 A 149/07) die Zahlungen an die GEZ zu überprüfen, zu stoppen und im Falle eines Gebührenbescheids Widerspruch einzulegen.

Kauf von Billig-PCs unter 200 Euro

Die Preise für PCs befinden sich im freien Fall. Seit Kurzem sind sogar Modelle für weniger als 200 Euro im Handel erhältlich. Doch was leisten Super-Billig-PCs und wo liegen ihre Schwachstellen? Die PC-WELT ist in ihrer neuen Ausgabe (Heft 8/2008, EVT 4. Juli) dieser Frage nachgegangen und hat fünf Rechner zwischen 160 und 200 Euro auf den Prüfstand gestellt.

“Prinzipiell kann der Anwender schon für weniger als 200 Euro einen kräftigen Rechner bekommen, der für Büroanwendungen sowie für Schule und Studium leistungsfähig genug ist”, erklärt PC-WELT-Experte Christian Helmiss. “Auch für das Heimkino sind die meisten Geräte gut geeignet. Für aktuelle 3D-Spiele und das Decodieren von hoch aufgelöstem Videomaterial sind Schnäppchen-PCs allerdings definitiv zu schwach.”

Beim Kauf von Billig-Computern sind einige Details zu beachten. Da bei PCs unter 200 Euro die Hersteller knapp kalkulieren, kommen die Rechner ohne Betriebssystem, Maus und Tastatur daher. Dies muss bei der Preiskalkulation mitberücksichtigt werden. Auch bei den Komponenten wird oft kräftig gespart. Wichtig ist zum Beispiel, dass das Netzteil mehr als 300 Watt leistet. PCs mit 250-Watt-Modellen lassen sich nur schlecht aufrüsten. Zudem sollten mindestens drei freie Kartensteckplätze etwa für eine zusätzliche 3D-Grafikkarte oder ein WLAN-Modul sowie mindestens 512 Megabyte Arbeitsspeicher für Windows XP verfügbar sein. Für ein flüssig laufendes Windows Vista sind mindestens 1.024 Megabyte Speicher notwendig. Vorsicht gilt auch bei der Festplattenausstattung: Bei Sparangeboten werden oft 40 Gigabyte-Modelle verbaut, da stößt man schnell an die Kapazitätsgrenze. Besser ist es, auf eine nahezu gleich teure 80 Gigabyte-Festplatte zurückzugreifen.

PC-WELT-Tipp: Wer einen besonders preiswerten und zugleich leisen und sparsamen PC sucht, sollte einen Blick auf den One System Sempron 64 LE-1100 für etwa 160 Euro werfen one.de. Dieses Modell ist als elektronische Schreibmaschine, Zweit- oder Ersatzrechner, Schüler-PC sowie zum Surfen und DVDs schauen sehr gut geeignet.

Asus Eee PC 900

Der Computerhersteller Asus nennt einen konkreten Liefertermin für den Eee-PC 900, das Warten auf das 8,9-Zoll-Gerät mit Windows XP hat demnach bald ein Ende. Außerdem kündigte Asus in Taiwan auf der Computex 2008 gleich mehrere neue Eee-PC-Modelle an, darunter auch den mit Atom-CPU bestückten Eee-PC 901. (Quelle: golem.de)

TFT-Monitore im Test

PC-Spiele-Fans sollten beim Kauf eines neuen Flachbildschirms die Leistung ihrer Grafikkarte berücksichtigen. Darauf weist GameStar in seiner neuen Ausgabe (Heft 7/2008) hin.

Der Grund: Breitbild-Monitore erreichen ihre optimale Bildqualität nur in der so genannten nativen Auflösung. Die native Auflösung von 22-Zoll-Geräten beträgt 1.680 x 1.050 Pixel, bei 24-Zöllern 1.920 x 1.200 Bildpunkte. Bekommt die verwendete Grafikkarte in der jeweiligen Einstellung keine flüssigen Bildraten auf den Schirm, muss die Auflösung verkleinert werden. Dadurch geht dem Bild Schärfe und Brillanz verloren.

In einem aktuellen Test hat “GameStar” zwölf Breitbild-Monitore auf den Prüfstand gestellt. Testsieger bei den 22-Zoll-Modellen ist der Eizo S2231W für rund 550 Euro. Dieser Bildschirm verfügt über ein spezielles S-PVA-Panel, das eine gleichmäßige Ausleuchtung, kräftige Farben und einen sehr hohen Kontrast bietet. Zudem lässt sich das Gerät nicht nur kippen, sondern auch in der Höhe verstellen, schwenken und um 90 Grad drehen. Preis-Leistungs-Sieger ist hingegen der LG W2252TQ (etwa 260 Euro), der sich vor allem durch das hohe Kontrastverhältnis und die maximale Helligkeit in seiner Preisklasse absetzt. Allerdings ist die Helligkeitsverteilung bei diesem Display nicht optimal, so “GameStar”.

Wer hingegen einen guten 24-Zoll-TFT-Bildschirm sucht, sollte einen Blick auf den 2470WVX von NEC (circa 450 Euro) werfen, empfiehlt “GameStar”. Dieser stabile und solide verarbeitete Monitor punktet durch die höchste Leuchtkraft im “GameStar”-Test und eignet sich besonders für entspanntes Spielen tagsüber in hellen Räumen. Relativ dunkel kommt dagegen das Panel des D24W33 von V7 daher. Für lediglich 340 Euro bietet dieser 24-Zöller aber eine vergleichsweise gute Bildqualität und erhält damit das Prädikat “GameStar”-Preis-Leistungs-Sieger.

Internet-PC statt CD-Spieler bei Jugendlichen

Der Internet-PC macht den CD-Spieler oder auch den Fernseher bei Jugendlichen zunehmend überflüssig. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie der Uni Leipzig. Danach hören vier von fünf Jugendlichen in Deutschland (78 Prozent) Musik oft am Rechner – während nur noch 36 Prozent dafür oft den CD- Spieler einschalten. Und sollen es Musikvideos sein, setzen sich zwei Drittel nicht vor den Fernseher, sondern fahren lieber den Computer hoch.

Weblinks:
medienkonvergenz-monitoring.de
uni-leipzig.de
golem.de