Preis der Leipziger Buchmesse 2009

In der Glashalle des Leipziger Messegeländes während der Leipziger Buchmesse der “Preis der Leipziger Buchmesse” in den Kategorien “Belletristik”, “Sachbuch/Essayistik” und “Übersetzung” verliehen. Die Jury unter Vorsitz von Ulrich Greiner (DIE ZEIT) entschied sich unter den 16 nominierten Kandidaten für folgende Autoren:

Kategorie Übersetzung: Eike Schönfeld für die Übersetzung von: Saul Bellow: “Humboldts Vermächtnis” (Kiepenheuer & Witsch)

Zur Begründung:
Dieser Roman ist ein todtrauriges, grandios komisches Buch über Literatur, Liebe und Leben, Begierde und Tod. Er ist ein überwältigendes Sprach- und Erzählspiel, eine, wie es Saul Bellow selbst sagte, Komödie des “schwachsinnigen Infernos”. Schönfeld, einer der sprachwitzigsten, tonsichersten und fleißigsten Übersetzer aus dem Amerikanischen ins Deutsche, hat sich als idealer Botschafter für dieses Werk erwiesen. Seine kongeniale Übertragung ist genauso “lebendig, ironisch, spöttisch und klug”, wie der San Francisco Examiner den Ursprungstext einst charakterisierte.

Kategorie Sachbuch/Essayistik: Herfried Münkler für “Die Deutschen und ihre Mythen” (Rowohlt Berlin Verlag)

Zur Begründung:
Barbarossa, die Nibelungen, Faust und das Faustische, Arminius und die Schlacht im Teutoburger Wald, die Wartburg und der Rhein: Das sind mythische Namen, Orte und Begebenheiten, die in der Geschichte Deutschlands Bedeutsamkeit erlangt und eine politische ¿ nicht selten: eine politisch unheilvolle ¿ Rolle gespielt haben. Der an der Humboldt-Universität zu Berlin lehrende Politikwissenschaftler und Ideenhistoriker Herfried Münkler lässt sie in seinem umfang- und perspektivreichen Werk “Die Deutschen und ihre Mythen” Revue passieren – in aufklärerischer Absicht, aber in dem Bewusstsein, dass es Politik, die gänzlich ohne Mythen oder Großerzählungen auskäme, wohl nie geben wird.

Kategorie Belletristik: Sibylle Lewitscharoff für “Apostoloff” (Suhrkamp Verlag)

Zur Begründung:
“Apostoloff” ist ein von antiödipalem Furor gepeitschter, von jeglicher Nostalgie bereinigter Anti-Bulgarien und Anti-Familienroman, und zugleich das souveräne, manchmal lüsterne und immer reiche Spiel einer Sprachkünstlerin. Zwischen dem Stadtteil Stuttgart-Degerloch der fünfziger, sechziger Jahre und dem jungen EU-Mitglied Bulgarien entfaltet sich das Panorama einer skurrilen Mischung von Bulgaro-Machismus und schwäbisch-pietistischer Sprachkraft, zwischen der niederschmetternden Bestandsaufnahme der Ruinen des Postkommunismus und den erhebenden Begegnungen mit älteren Schichten der Geschichte, vornehmlich den Engeln und Popen und Kirchen. Denn so ätzend-sprachmächtig in “Apostoloff” auch gegrollt wird, es ist zugleich ein Roman, der das Gespräch findet mit den Engeln der Geschichte.

Der “Preis der Leipziger Buchmesse” wurde in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Insgesamt reichten die Verlage rund 760 Vorschläge ein. Neben Ulrich Greiner gehörten der Jury an: Ina Hartwig, verantwortliche Literaturredakteurin der Frankfurter Rundschau; Elmar Krekeler, Leiter der Literarischen WELT; Kristina Maidt-Zinke, Feuilleton-Autorin der Süddeutschen Zeitung; Volker Weidermann, Redaktionsleiter Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung; Michael Hametner, Literaturredakteur beim MDR, sowie Uwe Justus Wenzel, Feuilleton-Redakteur der Neuen Zürcher Zeitung.

Die Auszeichnung der besten Frühjahrs-Bücher in den Kategorien “Belletristik”, “Sachbuch/Essayistik” und “Übersetzung” ist zu gleichen Teilen mit insgesamt 45.000 Euro dotiert. Unterstützt wird der “Preis der Leipziger Buchmesse” durch den Freistaat Sachsen sowie die Stadt Leipzig. Partner ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB). Medienpartner ist die Wochenzeitschrift DIE ZEIT.

Hörproben aller Titel sind unter literaturport.de verfügbar.

Sony E-Book-Reader PRS-505

Die Markteinführung des Sony E-Book Reader PRS-505 wird von der Buchbranche mit Spannung erwartet

Sony E-Book-Reader PRS-505 Fast 450 Buchhandlungen werden den Reader von Sony deutschlandweit anbieten. Auch die Verlage stehen in den Startlöchern: Mehr als 80 Häuser sind direkt zur Markteinführung mit ihren Titeln dabei.

Am 11. März 2009 wird der Reader von Sony in Deutschland verfügbar sein. Mit Spannung wird das Gerät nicht nur von begeisterten Viellesern, sondern auch von Verlagen und Buchhändlern erwartet. Fast 450 Buchhandlungen werden den Reader von Sony deutschlandweit anbieten und partizipieren damit ab der ersten Stunde vom neuen Geschäftsfeld der elektronischen Lesegeräte. Auch die Verlage sind vom Potential des neuen Marktes überzeugt und werden ihre Titel im EPUB-Format über Libri distribuieren. Mehr als 80 Verlagshäuser stellen ihre aktuellen Bestseller ab dem Marktstart des PRS-505 zur Verfügung.

Neben den 230 Thalia-Filialen wird der Reader von Sony ab dem 11. März 2009 deutschlandweit auch in mehr als 200 weiteren Buchhandlungen angeboten. Hierzu zählen unter anderem 17 Filialen der Mayerschen Buchhandlung, aber auch unabhängige Buchhandlungen wie Lehmkuhl in München oder stories! und Heymann in Hamburg. Das Interesse ist riesig und die Begeisterung für den spannenden Markt der elektronischen Lesegeräte wächst.

Der Reader von Sony (PRS-505) ist ab dem 11. März 2009 im Handel. Unverbindliche Preisempfehlung: 299,- Euro

Deutscher Buchpreis 2008

Die sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2008 stehen fest. “Die Jury hat mit Engagement und großer Leidenschaft um die Shortlist gerungen.

Es wurde diskutiert, geworben, verworfen und verteidigt – in einer höchst anregenden, konstruktiven Art und Weise, ganz wie es sich für eine offene literaturkritische Auseinandersetzung gehört”, sagt Jury-Sprecher Rainer Moritz. “Das Ergebnis, die Shortlist, vertritt keine einheitliche thematische oder stilistische Linie; sie zeigt, wie die Jury hofft, vielmehr die reichhaltige Bandbreite dessen, was deutschsprachige Autorinnen und Autoren 2008 an sehr lesenswerten Romanen vorgelegt haben.” Die sieben Jurymitglieder haben in den letzten fünf Monaten insgesamt 161 Titel gesichtet, die zwischen dem 1. Oktober 2007 und dem 17. September 2008 erschienen sind.

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

Dietmar Dath: Die Abschaffung der Arten (Suhrkamp, September 2008)
Sherko Fatah: Das dunkle Schiff (Jung und Jung, Februar 2008)
Iris Hanika: Treffen sich zwei (Droschl, Januar 2008)
Rolf Lappert: Nach Hause schwimmen (Hanser, Februar 2008)
Ingo Schulze: Adam und Evelyn (Berlin Verlag, August 2008)
Uwe Tellkamp: Der Turm (Suhrkamp, September 2008)

“Die Jury hat in diesem Jahr ein umfangreiches Programm hinter sich gebracht und aus einer Fülle sehr guter deutschsprachiger Romane sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2008 ausgewählt. Ihre Werke prägen die Diskussion über die aktuelle deutschsprachige Literatur in diesem Herbst bei Lesern, Kritikern, Verlegern und Buchhändlern – eine Diskussion, die gerade auch in der ausländischen Literatur- und Verlagszene durch den Deutschen Buchpreis wieder intensiver geworden ist”, so Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Vorsitzender der Akademie Deutscher Buchpreis.

Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Mit dem Deutschen Buchpreis 2008 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Die Preisverleihung findet am 13. Oktober 2008 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Weitere Informationen und Termine des Preisträgers rund um die Frankfurter Buchmesse können abgerufen werden unter deutscher-buchpreis.de

Krimi – Der Frauenmoerder

Buchtipp: Der Kriminalroman “Der Frauenmörder” von Hugo Bettauer versetzt den Leser zurück ins Berlin der wilden 20er Jahre. Ein Serienkiller scheint umzugehen in Berlin.

Der Fall “Frauenmörder” beginnt mit dem geheimnisvollen Verschwinden einer Reihe von jungen Mädchen. Berlin ist in Aufruhr: Mehrere junge Frauen sind plötzlich spurlos verschwunden. Alle eben in der Großstadt Berlin angekommen, alle alleinstehend und, wie die jeweiligen Vermieter überseinstimmend aussagen, berichteten alle von der Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen Mann, der sie bald zu heiraten beabsichtigte. Dann verschwinden die Mädchen spurlos, lassen ihre armselige Habe zurück und tauchen auch als Leichen nicht wieder auf. Ein erfolgloser Schriftsteller soll der Mörder sein. Kommissar Krause aber deckt nach und nach Widersprüche in dem Fall auf. Wird der Kommissar den wahren Mörder ermitteln können? Lassen Sie sich fesseln von einem spannenden Krimi, der im Berlin der frühen 20er Jahre spielt.

Hugo Bettauer
“Der Frauenmörder” – Kriminalroman
ISBN-10: 3-8370-6094-2
ISBN-13: 9783837060942
132 Seiten, € 12,90

Hier können Sie das Buch online bestellen – Bestellen bei Amazon

Buch – Einfuehrung in Joomla

Joomla! gehört zu den beliebtesten freien Content-Management-Systemen. Für den Bau eines erstklassigen und pflegeleichten Internetauftritts liefert die jetzt erschienene zweite Auflage des Franzis-Buchs “Einführung in Joomla!” von Petra Nootz-Morick eine Sammlung von hilfreichen Tipps und Tricks.

Von der Installation bis zur fertigen Website spart die Autorin kein wichtiges Thema aus. Und das nötige Rüstzeug für die Programmierung liefert Nootz-Morick auch gleich mit.

“Ein wertvoller Ratgeber für den ambitionierten Privatanwender” – so urteilte “CHIP online” über die erste Auflage von “Einführung in Joomla!”. Und das gilt ohne Einschränkungen auch für die Neuauflage. Petra Nootz-Morick nimmt ihre Leser an der Hand, begleitet sie Schritt für Schritt von der Einrichtung einer Testumgebung für Joomla! über das Aufsetzen des nötigen Webservers Apache und der Datenbank MySQL mit dem freien Softwarepaket XAMPP bis zum ersten erfolgreichen Start von Joomla!.
Die umfangreichen Optionen für die Konfiguration der Software werden ausführlich erläutert. Darüber hinaus liefert die Autorin Tipps zum einfachen Ausbau eines Internetauftritts, etwa durch Foren, Kleinanzeigen oder eine Kalender-Anwendung.
Joomla! ist nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil es dem Anwender schon nach kurzer Einarbeitungszeit erlaubt, Seiten zu organisieren, Templates ohne großen Aufwand zu gestalten und nützliche Applikationen für die Website zu erstellen. Prägnante Einführungen in Cascading Style Sheets (CSS), XML sowie die Programmiersprache PHP liefern das dafür notwendige Handwerkszeug.

Auch wenn ältere Versionen des freien Content-Management-Systems noch weit verbreitet sind – Joomla! 1.5 ist die Zukunft. Das Buch informiert ausführlich darüber, wie Neuerungen der aktuellen Version produktiv zu nutzen sind – Tipps für die Migration zu Joomla! 1.5 inklusive. Weitere Themen: Das Kontrollzentrum von Joomla!, News-Feeds und Umfragen, Module erstellen, Webseiten mit dem JoomlaXplorer verwalten. Und weil im Zusammenhang mit Joomla! häufig von Hackern zu lesen ist, stellt Petra Nootz-Morick Schutzmaßnahmen für sichere Websites vor. Wie immer in der “Professional Series”: Ein Buch für alle, die es ganz genau wissen wollen.

“Einführung in Joomla!” aus dem Franzis Buch- und Software Verlag ist ab sofort im Handel und unter franzis.de erhältlich. ISBN: 978-3-7723-6948-3 / Preis: 29,95 Euro