Internet Videorekorder fuer privaten Gebrauch zulaessig

Die Save.TV Ltd., Anbieter des Online-Videorekorders unter save.tv, hat vor dem Bundesgerichtshof (BGH) einen Sieg errungen und kann seinen Online-Videorekorder wie bisher anbieten.

Auf die Revision der Beklagten Save.TV hat der BGH das Berufungsurteil aufgehoben und an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Eine Unterlassungsklage wegen Verstoßes gegen das Sendegesetz war von RTL und anderen privaten Fernsehsendern angestrengt worden.

Internet Videorekorder Wie mit einem herkömmlichen Videorekorder können PC-User über einen internetbasierten Videorekorder weiterhin Fernsehsendungen aufnehmen und nach erfolgter Aufzeichnung abspielen. Im Zentrum der Auseinandersetzung stand die Frage, ob diese Vervielfältigung durch den Rekorder-Anbieter oder durch den Endnutzer für den Privatgebrauch vorgenommen wird. In einer Pressemitteilung (22.04.2009) zum Urteilsspruch (Az. I ZR 175/07) stellt der BGH fest, dass sofern “der Aufzeichnungsprozess vollständig automatisiert sei mit der Folge, dass der jeweilige Kunde als Hersteller der Aufzeichnung anzusehen sei, liege […] eine vom Gesetz als zulässig angesehene Aufzeichnung zum privaten Gebrauch vor.”

Der Betreiber eines Online-Videorekorders verletze nur dann das Recht der Sendeanstalt, Sendungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wenn er “die mit den Satelliten-Antennen empfangenen Sendungen […] an die “Persönlichen Videorecorder” mehrerer Kunden weiterleite”. Save.TV, das mit Dieter Bohlen einen prominenten Werbepartner hat, betont, dass dies beim eigenen Angebot nicht der Fall ist und sieht sich darin bestätigt, nicht urheberrechtswidrig zu handeln.

“Unser Angebot ist eine technische Weiterentwicklung des herkömmlichen Rekorders, und kein kategorialer Eingriff in bestehendes Recht. Das Urteil ist deshalb wegweisend, denn es garantiert die persönliche Freiheit zu entscheiden, wann, wo und mit welcher Technik TV-Sendungen aufzeichnet werden dürfen”, sagt Thomas Kutsch, Geschäftsführer der Save.TV Ltd. “Save.TV-Nutzer dürfen sich mit uns über das heutige Urteil freuen und unseren Online-Videorekorder mit bester Qualität und hohem Bedienkomfort weiterhin nutzen, auch wenn private Fernsehsender wie RTL eine Konkurrenz zu eigenen Online-Angeboten befürchten.”

Der mehrfache Testsieger Save.TV ist ein internetbasierter Videorekorder. Über einen Webbrowser oder ein HTML-fähiges Mobiltelefon können TV-Programme ausgewählt und die Aufnahme programmiert werden. Entscheidet sich ein Save.TV-Nutzer für eine bestimmte Sendung, wird diese in digitalisierter Fassung auf einem ausschließlich diesem Kunden individuell zugewiesenen Speicherplatz auf einem Server gespeichert. Von dort kann nur dieser Anwender die von ihm aufgezeichnete Sendung zu einem Zeitpunkt seiner Wahl abrufen.

Dabei ist die parallele Aufnahme von zehn Sendungen auf zehn verschiedenen Sendern möglich. Insgesamt kann der PC-User aus dem Programmangebot von 38 deutschen Hauptsendern auswählen. Erweiterte Funktionen und Dienste bietet Save.TV beispielsweise mit einem Serienassistenten, einem individuellen 50h-Videoarchiv und einem Download-Manager mit Medienbibliothek. Der redaktionell geführte Electronic Program Guide (EPG) führt darüber hinaus mit detaillierten Programminformationen durch das Menü.

Save.TV basiert auf einer ausgereiften Technologie, die das Unternehmen seit über 5 Jahren weiterentwickelt. Der Betrieb von mehreren Rechenzentren mit Aufnahme-, Kodierungs- und Datenservern ermöglicht besonders schnelle Downloads in TV-Auflösung (720 x 576 Bildpunkte). Darüber hinaus unterhält Save.TV ein Support-Center für technische Anfragen und Abonnentenbetreuung. Der Abonnement-Abschluß erfolgt nach dem Ablauf einer Testphase durch ein mehrstufiges Sicherheitsverfahren mit Altersverifikation und einem Bestätigungsanruf durch Save.TV beim Neukunden.

TV Tipp: Mr. Ripley und die Kunst des Toetens

“Mr. Ripley und die Kunst des Tötens” als Free TV-Premiere im ZDF-Montagskino. Einen spannenden und perfekt inszenierten Kriminalfilm mit überraschenden Wendungen und einer hervorragenden Besetzung präsentiert das ZDF-Montagskino am 20. April 2009, 22.15 Uhr als Free TV Premiere.

“Mr. Ripley und die Kunst des Tötens” (Originaltitel: “Ripley Under Ground”) – Roger Spottiswoodes Verfilmung des zweiten Teils der Romanreihe von Patricia Highsmith mit dem Kanadier Barry Pepper (“Flags of Our Fathers”) in der Titelrolle entstand 2005 als amerikanisch-britisch-deutsche Koproduktion.

Der Abend, an dem er die Vernissage eines Freundes in London besuchen will, beginnt für Tom Ripley (Barry Pepper) vielversprechend, als er die Bekanntschaft der bezaubernden Französin Héloise (Jacinda Barret) macht. Auch die Ausstellung läuft zunächst gut, die Kritiker sind von dem aufstrebenden Maler Derwatt (Douglas Henshall) begeistert. Nachdem jedoch Derwatts Freundin Cynthia (Claire Forlani) dessen Heiratsantrag ablehnt, kommt der aufgebrachte Künstler kurz darauf bei einem Autounfall ums Leben. Sein Manager Jeff Constant (Alan Cumming) fürchtet, dass sich Derwatts Bilder nun nicht mehr verkaufen lassen, und so ersinnen er, Cynthia und Ripley einen perfiden Plan: Der Tod des Künstlers wird geheim gehalten, und der befreundeter Maler Bernard Sayles (Ian Hart) soll in Derwatts Namen weitere Werke fertig stellen. Dabei obliegt es Cynthia nun, als Muse für Bernard zu fungieren. Zwischenzeitlich hat Ripley gegen den Willen ihres Vaters das Herz von Héloise erobert und alles scheint nach Plan zu laufen. Doch dann meldet der amerikanische Kunstsammler Neil Murchison (Willem Dafoe) Zweifel an der Echtheit der Gemälde an. Als Inspektor John Webster (Tom Wilkinson) von Scotland Yard auftaucht, der mit der Suche nach dem spurlos verschwundenen Amerikaner beauftragt wurde, stehen die Fälscher vor ernsten Problemen…

Die amerikanische Autorin Patricia Highsmith, weltberühmt geworden durch ihre psychologisch ausgefeilte Kriminalliteratur, verewigte Tom Ripley zwischen 1955 und 1991 in insgesamt fünf Romanen und setzte sich bewusst von den Erzählmustern und Konventionen der klassischen Kriminalliteratur ab. Ihre Romane sind nicht, wie üblich, aus der Sicht der ermittelnden Privatdetektive oder Polizisten erzählt, sondern aus der des Betrügers Tom Ripley, ein Hedonist mit vielen Gesichtern, der pragmatisch seine egoistischen Ziele verfolgt und dafür auch über Leichen geht. Nach zwei Verfilmungen des ersten Romans “Der talentierte Mr. Ripley” (1960 durch René Clément mit Alain Delon in der Hauptrolle und 1999 durch Anthony Minghella mit Matt Damon) nahm sich Spottiswoode 2005 erstmals des zweiten Romans der Ripley-Reihe an.

NDR startet Mediathek mit Videos und Audio Files

In der NDR Mediathek, die am Mittwoch (15. April 2009) im Lauf des Abends freigeschaltet wird, finden Sie künftig Beiträge und Sendungen aus dem NDR Fernsehen und den NDR Radioprogrammen gebündelt und zum kostenlosen Abruf per Mausklick.

Wer das Fernseh-Regionalmagazin am Abend verpasst hat oder eine Extradosis “extra3” will, wer ausgewählte Radiobeiträge seines Lieblingssenders nachhören oder als Podcast abonnieren möchte, wird unter www.ndr.de/mediathek fündig. NDR Intendant Lutz Marmor: “Sendung verpasst? Ab sofort kein Problem! Die NDR Mediathek bietet als zusätzlichen Service viele Radio- und Fernsehbeiträge aus den NDR Programmen zum Abruf im Internet.”

In der Mediathek werden redaktionell ausgewählte Sendungen aus den Programmen des NDR empfohlen. Die Nutzer können sich mit Suche und Merkliste ihr individuelles Programm zusammenstellen. Die klar gestaltete Mediathek listet Beiträge einer TV-Sendung ebenso auf wie Audios zu einem inhaltlichen Stichwort. Der Bestand der Mediathek wächst dabei mit der Zeit. Auch die Livestreams, also die gerade laufenden Programme aus Fernsehen und Radio, sind über die Mediathek abrufbar. Und selbstverständlich können Nutzer ihre Lieblingssendungen auch anderen empfehlen. Die Funktionen der Mediathek werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks hatte dem Vorhaben, die Programmangebote des NDR online noch besser verfügbar zu machen, Ende März zugestimmt. Damit wurde zugleich der bundesweit erste so genannte “Drei-Stufen-Test” abgeschlossen. Im Rahmen dieses Tests, der auf freiwilliger Basis stattfand, hatte der NDR Rundfunkrat vorab darüber zu befinden, inwieweit das Angebot den demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Gesellschaft entspricht, in welchem Umfang es in qualitativer Hinsicht zum publizistischen Wettbewerb beitragen wird und welcher finanzielle Aufwand dafür erforderlich ist. Intendant Marmor: “Ich bin froh, dass wir jetzt starten können. Im Laufe der Zeit werden wir das Angebot weiter ergänzen und verbessern.”

Harald Schmidt ueber Ex-Kompagnon Oliver Pocher

Harald Schmidt im stern: Lob für Merkel, Kritik an Obama, Nachtreten gegen Pocher

Eine Woche nach der letzten Sendung “Schmidt und Pocher” gibt Fernsehstar Harald Schmidt erstmals Interna über die Zusammenarbeit mit seinem Ex-Kompagnon preis. In der aktuellen Ausgabe des Hamburger Magazins stern, die an diesem Mittwoch erscheint, sagt Schmidt über Oliver Pocher: “Wenn er zu sehr störte in einer Redaktionskonferenz, dann habe ich ihm auch schon mal direkt gesagt: ‘Halt die Fresse.’ Damit war es geregelt. Auf Zwischentöne zu setzen, dazu ist das Geschäft zu schnelllebig, finde ich. Aber prinzipiell verstehen wir uns sehr gut. Und privat – null Kontakt.”

Schmidt äußert sich im stern aber auch lobend über seinen Kollegen: “Ich finde, dass Pocher immer besser geworden ist.” Pocher sei “extrem gut im Beobachten und Adaptieren. Man lernt am schnellsten, wenn man Dinge, die man gut findet, kopiert. So hab ich’s auch gemacht.”

Lobende Worte findet Schmidt im stern auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): “Mir gefällt die abwartende Art von Merkel und wie sie sich den Medien verweigert. Ihre Karriere ist ja eigentlich bloß mit der von Ratzinger zu vergleichen”, so Schmidt. “Und wir alle kennen doch noch die Fotos von Angie am Riesenmobiltelefon, als sie aus der Zone rüberkam mit diesem Pott-Haarschnitt – und in 15 Jahren Bundeskanzlerin! Nein, ich bin überzeugt, sie macht ihren Job sehr gut.”

Von US-Präsident Barack Obama würde Schmidt sich nicht regieren lassen wollen: “Ich will keinen Obama. Weil ich die trainierten Keulenarme seiner Frau nicht sehen will. Ich will auch nicht jemanden sehen, der permanent so gut drauf ist, und ich will auch nicht lesen müssen, dass ich hier eine Mode-Ikone vor mir habe. Weil nach allem, was ich von Mode weiß im Bereich Rollkragen und Jeans, verstehe ich entweder die Welt nicht mehr, oder meine Netzhaut ist getrübt.” Michelle Obama sei “eine hyperaktive Super-Mom. Entweder ist sie im aprikosenfarbenen Pulli in einer Suppenküche, oder sie gräbt im Garten Gemüse um.”

TV-News in der Krise – Internet laesst Quoten sinken

Ob bei ARD, ZDF oder den Privatsendern – die Quoten der Newsformate sinken stetig. Allein das Flaggschiff “Tagesschau” büßte in den letzten fünf Jahren 25 Prozent seiner jungen Zuschauer ein.

Im Gespräch mit TV Movie (7/09; EVT: 20. März) aus der Bauer Media Group erklärt Medienexperte Jo Groebel die sinkenden Quoten mit dem geänderten Informationsverhalten der Menschen. “Im Internet ist jede Nachricht immer und unmittelbar verfügbar”, sagt der Direktor des Deutschen Digital-Instituts und TV Movie-Filmrat. “Dadurch verlieren die klassischen TV-News an Bedeutung.”

Einzig “RTL aktuell” trotzt dem Negativtrend: 2008 setzte sich das Format erstmals nicht nur beim jungen, sondern auch beim Gesamtpublikum durch – und war nach der “Tagesschau” die zweiterfolgreichste Newssendung. “Mittelfristig kann ,RTL aktuell’ sogar die ARD überholen. Gerade für junge Zuschauer ist RTL ein Leitmedium”, meint Groebel. Ausgerechnet die derzeitige Wirtschaftkrise könnte dem angeschlagenen News-Genre allerdings aus dem Quotentief helfen. “In Krisenzeiten kann der klassische Nachrichtenjournalismus durch Glaubwürdigkeit punkten”, weiß Experte Jo Groebel.

Der vollständige Bericht steht in TV Movie 7/2009, die am 20. März erscheint.