Windows 7 im Social Web

Empolis, an Attensity Group Company, hat mit den Produkten Attensity Cloud und Attensity Discover (zum Real-Time Monitoring sozialer Netzwerke und zur semantischen Analyse unstrukturierter Daten) die Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 7 in deutschsprachigen sozialen Medien analysiert.

Die Studie wurde von Prof. Hendrik Speck von der Fachhochschule Kaiserslautern wissenschaftlich begleitet. Im Zeitraum vom 3. Oktober bis 2. November 2009 wurden mit Attensity Cloud insgesamt mehr als 108.000 relevante Beiträge in Blogs, Nachrichten, Foreneinträgen und Mikromedien wie Twitter und Facebook erfasst und mit Hilfe von semantischen Technologien ausgewertet. Dieses Analyse-Verfahren unterscheidet mithilfe von intelligenter Sprachverarbeitung/Text Mining zwischen positiven und negativen Bewertungen der Nutzer.

Im Beobachtungszeitraum wurden 108.000 Beiträge erfasst, wovon rund 90% neutralen Charakter hatten. Insgesamt wurden 10.741 Äußerungen mit eindeutig positiver oder negativer Einstellung gegenüber dem neuen Betriebssystem registriert.

Dabei überwogen mit 89,2 % deutlich die positiven Aussagen (9.581) zu Windows 7. Unter anderem bewerteten die Nutzer das neue Betriebssystem im Beobachtungszeitraum mit den Attributen “gut” (2.997), “schnell” (2.698), “funktioniert” (2.504), “besser” (1.948) und “sicher” (1.359).

Nur 10,8 % (1.160) der wertenden Einträge waren in einem negativen Tenor gehalten. Die am häufigsten genannten negativen Assoziationen waren: “schlecht” (728), “langsam” (614), “teuer” (279), “kaputt” (204) und “unsicher” (69).

Ein wichtiges Ergebnis der Auswertung ist auch, dass Nutzer bei der Lösung von Problemen inzwischen verstärkt auf soziale Medien zurückgreifen. Bei Beiträgen, die sich direkt auf Schwierigkeiten und Probleme mit Windows 7 beziehen, bevorzugten Nutzer eine direkte Hilfestellung innerhalb von Online-Foren. Von allen 7.634 Beiträgen zu Problemen mit Windows 7 erschienen nur 146 in den Onlinenachrichten, dafür aber 2.072 Einträge in Blogs und 5.059 Fragen bzw. Antworten in Onlineforen. Darüber hinaus nutzten User zur Diskussion ihrer Probleme kaum Mikromedien wie Twitter – im Vergleichszeitraum nur 146 Beiträge – obwohl diese Dienste bei der allgemeinen Meinungsbildung über die Qualität des Produktes mit 8.638 Beiträgen eine führende Rolle spielen.

Prof. Hendrik Speck von der Fachhochschule Kaiserslautern: “Insgesamt ist die Einführung von Windows 7 in den deutschsprachigen sozialen Medien sehr positiv aufgenommen worden.” Dieses Ergebnis bestätigt indirekt auch den Erfolg der Microsoft Marketingkampagne “Ich bin ein PC. Und Windows 7 war meine Idee”. Microsoft legte nach eigenen Aussagen während der Entwicklung von Windows 7 einen Schwerpunkt darauf, seinen Nutzern zuzuhören und von ihnen zu erfahren, wie sie sich Windows 7 wünschen.

Dr. Stefan Wess, Geschäftsführer der Empolis GmbH sieht entsprechendes Potenzial bei allen Produktherstellern: “Wie einige Beispiele in unserer ausführlichen Studie zeigen, hat Microsoft zeitnah und sehr professionell auf die Diskussionen und Meinungsäußerungen in den sozialen Medien reagiert und damit die Einführung von Windows 7 auch zu einem Erfolg gemacht. Unsere Ergebnisse zeigen deutlich, wie zeitnahes Monitoring der Beiträge und eine schnelle Reaktion auf Probleme die Meinungsbildung der Kunden zu einem Produkt positiv beeinflussen kann.”

Spam in Web 2.0 Netzwerken

Spam, als unerwünschte Werbung bislang vor allem ein Problem bei der Nutzung von E-Mails, dringt immer mehr auch in die Netzwerke des Mitmach-Web 2.0 vor:

Wer sich bei Facebook, Twitter und anderen Internet-Diensten auf die Suche nach Experten-Informationen und Trends macht, stößt immer häufiger auf werbliche Inhalte, die Profi-Spammer dort platzieren. Zwei Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben jetzt gemeinsam mit drei britischen Kollegen eine Software entwickelt, die Abhilfe schafft: Sie ermittelt einerseits die Expertise aktiver Internet-Nutzer sowie die Qualität von Webseiten und lässt andererseits – quasi nebenbei -aufgespürte Spammer von der Oberfläche verschwinden.

„Studien zur Spammer-Dichte in Expertennetzwerken oder Interessens-gemeinschaften des Internets nennen Werte zwischen 10 und 80 Prozent“, berichtet HPI-Doktorand Michael Noll. Eine kürzlich veröffentliche Untersuchung zur Social Bookmarking-Website Delicious.com ermittelte beispielsweise, dass 19 der 20 zu jener Zeit aktivsten Benutzer Spammer waren. „Die Menge der Benutzeraktionen ist in der Praxis oftmals immer noch das wichtigste Kriterium, um die Expertise von Benutzern zu beurteilen – aber Quantität bedeutet nicht zwangsweise Qualität“, so der Informatiker.

Deshalb gingen Noll und sein Professor Christoph Meinel zusammen mit ihren britischen Kollegen einen anderen Weg bei der Entwicklung der SPEAR genannten Software (Spamming-resistant Expertise Analysis and Ranking): Die Expertise eines Internetnutzers liest das Programm daran ab, wie hoch die Qualität der von ihm gefundenen und mit Schlagworten erschlossenen Webseiten ist. Und die Qualität der Webseiten wird wiederum daran gemessen, wie viele Experten diese als interessant und hochwertig bezeichnen.

„Mit dieser Wechselwirkung bevorzugen wir somit eindeutig die Qualität vor der Quantität“, ergänzt Meinel, der das HPI und dessen Fachgebiet Internet-Technologien und -Systeme leitet. Das zweite wichtige Kriterium dieses neuen Ansatzes ist die Aktualität: Wer eine qualitativ hochwertige Information im Web früher als andere Internetnutzer entdeckt und auf sie verweist, dem gibt das Programm einen Bonus. „Wir suchten in einem Test mit unserem neuen SPEAR-Algorithmus die Delicious-Seiten nach Experten für eine Programmiersprache ab und fanden dabei unter den ersten 200 Listenplätzen nicht einen einzigen Spammer. Andererseits stufte SPEAR zwei professionelle Software-Entwickler als die beiden besten Experten für dieses Gebiet ein“, berichtet Noll.

Bessere Qualität von Empfehlungen, etwa bei Amazon und Last.fm
Der Ansatz der beiden deutschen Informatiker und ihrer britischen Kollegen Ching-man Au Yeung, Dr. Nicholas Gibbins und Prof. Nigel Shadbolt (Universität Southampton) kann zum Beispiel helfen, die individuellen Kaufempfehlungen des Online-Händlers Amazon passgenauer zu machen – durch Zusatzinformationen zum Kaufverhalten oder zu Produktrezensionen von Kunden. Oder Nutzer eines Musikdienstes wie Last.fm können verbesserte Empfehlungen bekommen, die sich stärker an ihren Hörgewohn-heiten orientieren. Gewissermaßen als Nebenprodukt filtert der SPEAR-Algorithmus Spammer heraus. Profis wird es dadurch sehr schwer gemacht, unerwünschte Werbung noch an prominenter Stelle auftauchen zu lassen.

Der Einsatzbereich von SPEAR ist jedoch nicht auf Online-Dienste beschränkt. Künftig könnte die neu entwickelte Analyse-Software auch dabei helfen, die Expertise von Forschern anhand ihrer wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu untersuchen. „Ob gedruckt oder online – solche Publikationen enthalten alle notwendigen Informationen, um den SPEAR-Algorithmus erfolgreich anzuwenden“, betont Meinel. SPEAR ist eine für den speziellen Verwendungs-zweck angepasste Weiterentwicklung des in Fachkreisen bekannten Algorithmus HITS (Hyperlink-Induced Topic Search) zum Ranking von Webseiten. Prof. Jon Kleinberg (Cornell University) hatte ihn 1999 entwickelt.

Weitere Informationen
spear-algorithm.org

Neue Heimatprofile im studiVZ und meinVZ

VZ-Gruppe stellt sich regional ab sofort noch stärker auf: Ausgewählte Medien präsentieren neue ‘Heimatprofile’ im studiVZ und meinVZ

Ab sofort gibt es in Deutschlands größtem sozialen Netzwerk für alle Nutzer eigene “Heimatprofile” – präsentiert von ausgewählten Medien. Damit stellt die VZ-Gruppe sich jetzt regional noch stärker auf und bietet allen Nutzern gleichzeitig spezielle Inhalte aus ihrer Umgebung. Den Auftakt machen Der Tagesspiegel für Berlin meinvz.net/berlin – das Hamburger Abendblatt meinvz.net/hamburg für die Stadtregion Hamburg sowie die Süddeutsche Zeitung meinvz.net/muenchen für den Raum München unter dem Titel “München – A bisserl was geht immer!”.

meinVZ-Hamburg

Die Nutzer finden in ihren jeweiligen Heimatprofilen u. a. aktuelle Nachrichten aus ihrer Region, Restaurant-, Bar-, Disco- und Partytipps sowie das Neueste aus ihrem Lieblings-Fußball-Klub. Die Mitglieder sind von ihrer neuen “Heimat” im VZ schon jetzt begeistert und hinterlassen zahlreiche Pinnwandeinträge wie beispielsweise “Det wurde aba och ma Zeit”, “Hamburg meine Perle!” oder “Teures Pflaster, aber in Bayern das Beste”.

Dr. Marion Bleß, Geschäftsführerin Der Tagesspiegel: “Mit dem neuen Heimatprofil für Berlin im studiVZ und meinVZ erreichen wir gezielt alle, die sich für die Hauptstadt interessieren und darüber hinaus viele weitere Leser, die den Tagesspiegel über diesen Weg kennen lernen können.”

Jochen Herrlich, Hamburger Abendblatt: “Wir freuen uns, dass wir über diesen Weg viele neue junge Leser mit unserer erfolgreichen Marke in Kontakt bringen.”

Die studiVZ Ltd. ist Betreiber von Deutschlands größtem sozialen Netzwerk für alle Altersgruppen im Internet. Mit schuelerVZ.net und studiVZ.net sowie meinVZ.net verfügt das Unternehmen über Onlinenetzwerke für alle Internetnutzer ab 12 Jahren. Über 14,5 Millionen Mitglieder sind bereits in den Netzwerken registriert, um sich online aktiv auszutauschen und mit Freunden, Kollegen und Bekannten in Kontakt zu bleiben.

Social Media auf Reise-Webseiten

Personalisierung, Individualisierung und Community: Neue europaweite Studie von Yahoo! untersucht Nutzererwartungen an Reise-Webseiten

Vertrauenswürdigkeit ist Trumpf! Wer in Europa eine Reisewebseite anklickt, der folgt meistens der persönlichen Empfehlung von Freunden oder Bekannten. Und auch bei der Urlaubsplanung spielen Bewertungen, Erfahrungen und Fotos von anderen Nutzern eine entscheidende Rolle. In der neuen Studie von Yahoo! Insights wurde untersucht, wie sich im Zeitalter von Social Media die Anforderungen an Reiseseiten im Netz verändert haben.

Vertrauenswürdigkeit kommt vor Information und einfacher, klarer Bedienbarkeit, wenn es um die Entscheidung geht, welche Reiseseite im Internet besucht wird. Der neuen Yahoo!-Studie “Reise-Websites im Zeitalter von Social Media” zufolge, an der sich über 11.000 Internetnutzer aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien beteiligten, ist für 60 Prozent der Europäer “Vertrauen” das wichtigste Auswahlkriterium. Die Ausnahme bilden die befragten deutschen Internetnutzer, denn für 63 Prozent steht der Informationsgehalt einer Reise-Website im Vordergrund.

Obwohl Reiseseiten im Web heftig beworben werden, bieten weder TV-Spots noch Anzeigen in Print- und Online-Medien den entscheidenden Impuls, eine spezielle Reiseseite zu besuchen. 56 Prozent der befragten Europäer und 62 Prozent der befragten Deutschen nennen die “Persönliche Empfehlung” als entscheidenden Faktor dafür, eine bestimmte Reise-Webseite zu wählen.

“Personalisierung und Individualisierung sind die großen Trends. Durch Social Media haben sich das Verhalten und die Anforderungen der Internetnutzer stark verändert”, betont Andreas Krawczyk, Chefredakteur Yahoo! Deutschland. “Mund zu Mund-Propaganda, Erfahrungsberichte aus erster Hand – kurzum die Möglichkeit zum direkten Austausch – sind heute für die meisten Nutzer als elementare Bestandteile von Internetangeboten nicht mehr wegzudenken. Das bestätigt auch die aktuelle Umfrage von Yahoo! Insights.”

Social Media-Features gefragt – insbesondere hierzulande Auf die Frage nach den gewünschten Inhalten ihrer idealen Reisewebseite votierten 52 Prozent der befragten Europäer für die “Möglichkeit der Personalisierung”. Für 78 Prozent ist das Fotomaterial “wichtig” bis “sehr wichtig”, um sich für eine Reisewebseite zu entscheiden – allerdings sollte dieses nicht aus Katalogen von Reiseveranstaltern stammen, sondern ganz authentisch von anderen Nutzern. Im europäischen Vergleich legt kein anderes Land so viel Wert auf “Nutzerkommentare und -meinungen” wie die Deutschen (7,4 auf einer Skala von 1 bis 10 / EU-Durchschnitt 6,8). Darüber hinaus sind sich die Europäer auch einig darin, dass ihr Wunsch-Reiseportal die Community-Features “Frage-Antwort-Seiten” (45 Prozent), “Was haben Freunde gesehen/empfohlen” (38 Prozent) und “Gruppen mit ähnlichen Interessen” (31 Prozent) enthalten sollte.

“Diese Veränderung der Nutzerbedürfnisse hin zu mehr Interaktion und Vernetzung, persönlicher Information und individuellen Antworten beobachten wir bei Yahoo! seit einigen Jahren”, erklärt Krawczyk. “Mit dem Anspruch, stets den Wünschen unserer User Rechnung zu tragen, sind Social Media-Features auch auf Yahoo! Reisen neben Last-Minute-Angeboten, günstigen Hotels, Luxusreisen und Mietwagen schon lange ein wichtiger Bestandteil: Neben umfangreichen Bewertungsmöglichkeiten für Nutzer – beispielsweise im Yahoo! Reiseführer oder auch von Hotels – ist der Yahoo! Reiseplaner eine zentrale Web 2.0-Plattform, über die man mit anderen die persönlichen Erfahrungen in fremden Ländern, aufregenden Metropolen oder in punkto idealem Wochenend-Kurztrip ganz einfach teilen kann – und damit dem Entdeckungsfreudigen und Wissbegierigen maßgeschneiderte Reiseinformationen bzw. einen individuellen Ratgeber bietet.”

Studiensteckbrief: Die Umfrage von Yahoo! Insights wurde im Dezember 2008 auf dem Yahoo! Network und dem SOKOS Panel in Deutschland (1.675 Befragte), Großbritannien (2.507), Italien (1.961), Spanien (2.338) und Frankreich (2.520) unter Nutzern durchgeführt, die in den letzten drei Monaten eine Reisewebseite besucht hatten. An der Umfrage beteiligten sich 11.001 Nutzer ab 18 Jahren.

Lehrerbenotung im Internet auf Spickmich bleibt erlaubt

Lausitzer Rundschau: “Nachdenken statt prozessieren BGH erklärt Lehrerbenotung bei ‘Spickmich’ für rechtens”

spickmich Die Lausitzer Rundschau schreibt zum Thema Lehrerbenotung im Internet auf Spickmich.de: “Das dürfte zu freudigen Gesichtern unter den Schülern kurz vor der Zeugnisausgabe führen: Sie bekommen nicht nur Noten, sondern dürfen auch weiterhin welche an ihre Lehrer vergeben.”

Der Bundesgerichtshof (BGH) urteilte am Dienstag in Karlsruhe, dass dies auf der Internetplattform spickmich.de legal ist. Das ist ein gutes Urteil, weil Kritik nicht zuletzt dafür da ist, Zustände oder Herangehensweisen zu verbessern. Dass sich die klagende Pädagogin durch eine 4,3.im Fachbereich Deutsch persönlich verletzt fühlt, ist nachvollziehbar. “Ausreichend” ist keine Note, die man für seine geleistete Arbeit bekommen möchte. Die Benotung ist aber weder schmähend noch beleidigend, wie auch der BGH feststellte, und deshalb ein Ausdruck von freier Meinungsäußerung, die eher zum Nachdenken als zum Prozessieren anregen sollte. Dies betrifft auch die Wissensvermittlung an deutschen Schulen, die sich stetig verbessern kann und muss. Genau hier kann das Feedback von Schülern helfen. An vielen deutschen Universitäten ist die Auswertung von Seminaren mittels Fragebögen gang und gäbe, um die Qualität der Lehre zu steigern. Anonymität ist dafür die Voraussetzung, sonst käme nie eine offene Kritik zustande. Eine solche Herangehensweise wäre auch an deutschen Schulen wünschenswert. Sie muss allerdings strengen Regeln unterliegen. Die Ergebnisse sollten intern ausgewertet und Schülern wie Lehrern zugänglich gemacht werden. Davon könnten beide Seiten profitieren, um sich weiterzuentwickeln. Und so könnte es vielleicht zu einem offenen statt zu einem anonymen Meinungsaustausch zwischen beiden kommen.