Definition Umsatz:
Der Umsatz bezeichnet den Geldwert aller Waren und Dienstleistungen, die ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft beziehungsweise erbringt. Er wird in Euro angegeben und ergibt sich vereinfacht aus der verkauften Menge multipliziert mit dem Verkaufspreis. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Umsatz berücksichtigt keine Umsatzsteuer und ist um Erlösschmälerungen bereinigt.
Wichtig: Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Auch ein Unternehmen mit hohen Umsätzen kann Verluste erwirtschaften, wenn seine Kosten die erzielten Erlöse übersteigen.
Was ist Umsatz? Einfach erklärt
Der Umsatz gehört zu den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen eines Unternehmens. Er beschreibt, welchen Wert die innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauften Produkte und erbrachten Dienstleistungen haben.
Ein Unternehmen kann seinen Umsatz beispielsweise monatlich, quartalsweise oder jährlich ermitteln. Dabei kann zwischen dem Gesamtumsatz des Unternehmens und dem Umsatz einzelner Produkte, Geschäftsbereiche oder Standorte unterschieden werden.
Die Begriffe Umsatz und Umsatzerlöse werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig gleichbedeutend verwendet. Im internationalen Geschäftsverkehr spricht man von Revenue oder Sales.
Die gesetzliche Grundlage für den Ausweis der Umsatzerlöse bei Kapitalgesellschaften findet sich in § 277 Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB). Danach umfassen Umsatzerlöse insbesondere den Verkauf sowie die Vermietung oder Verpachtung von Produkten und die Erbringung von Dienstleistungen. Erlösschmälerungen, Umsatzsteuer und sonstige direkt mit dem Umsatz verbundene Steuern werden abgezogen.
Wann entsteht Umsatz?
Bei bilanzierenden Unternehmen wird Umsatz grundsätzlich dann erfasst, wenn die entsprechende Leistung realisiert wurde. Bei einem Warenverkauf ist dafür insbesondere die vertragsgemäße Lieferung beziehungsweise der Übergang der maßgeblichen Risiken und Chancen entscheidend.
Der tatsächliche Zahlungseingang muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfolgt sein. Auch das bloße Schreiben einer Rechnung führt nicht automatisch zur Umsatzrealisierung.
Beispiel: Ein Unternehmen liefert im März Waren im Wert von 10.000 Euro netto und stellt eine Rechnung mit einem Zahlungsziel von 30 Tagen. Bei entsprechender Umsatzrealisierung werden die 10.000 Euro bereits dem März zugeordnet, obwohl der Kunde erst im April bezahlt.
Damit unterscheidet sich der Umsatz von der Liquidität, also den tatsächlich verfügbaren Zahlungsmitteln eines Unternehmens.
Wie wird der Umsatz berechnet?
Die Umsatzberechnung ist grundsätzlich einfach. Bei einem einzelnen Produkt wird die verkaufte Menge mit dem Verkaufspreis je Einheit multipliziert.
Umsatz = Absatzmenge × Verkaufspreis
Die Formel gilt unmittelbar, wenn der verwendete Verkaufspreis bereits ohne Umsatzsteuer und nach relevanten Preisnachlässen angegeben wird.
Einfaches Beispiel: Ein Unternehmen verkauft 500 Bürostühle zu einem Nettopreis von 120 Euro pro Stück.
500 × 120 Euro = 60.000 Euro Umsatz
Der Nettoumsatz beträgt somit 60.000 Euro. Bei mehreren Produkten werden die Umsätze der einzelnen Artikel addiert.
Formel für den Nettoumsatz
Für die Berechnung der Umsatzerlöse in der Gewinn- und Verlustrechnung müssen mögliche Erlösschmälerungen berücksichtigt werden.
Nettoumsatz = Nettoverkaufswert vor Preisnachlässen − Erlösschmälerungen
Wird mit Bruttopreisen gerechnet, muss zusätzlich die enthaltene Umsatzsteuer herausgerechnet werden.
Typische Erlösschmälerungen sind:
- Rabatte: Direkte Preisnachlässe beim Verkauf.
- Skonti: Nachlässe bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist.
- Boni: Nachträglich gewährte Vergütungen, beispielsweise bei Erreichen eines bestimmten Einkaufsvolumens.
- Retouren und Gutschriften: Rückabwicklungen oder nachträgliche Minderungen bereits erfasster Verkäufe.
Umsatz berechnen: Beispiel aus dem Onlinehandel
Ein Online-Shop verkauft innerhalb eines Monats 1.200 T-Shirts zu einem Bruttopreis von jeweils 29,90 Euro einschließlich 19 Prozent Umsatzsteuer.
Auf sämtliche Verkäufe wird ein Rabatt von 10 Prozent gewährt. Zusätzlich nutzen alle Kunden ein Skonto von 2 Prozent auf den bereits reduzierten Rechnungsbetrag.
| Berechnung | Betrag |
|---|---|
| 1.200 T-Shirts × 29,90 Euro | 35.880,00 Euro |
| Abzüglich 10 % Rabatt | − 3.588,00 Euro |
| Zwischensumme brutto | 32.292,00 Euro |
| Abzüglich 2 % Skonto | − 645,84 Euro |
| Verkaufserlös brutto | 31.646,16 Euro |
| Enthaltene Umsatzsteuer (19 %) | − 5.052,75 Euro |
| Nettoumsatz | 26.593,41 Euro |
Der Nettoumsatz des Online-Shops beträgt 26.593,41 Euro. Das ist der Betrag, der unter den getroffenen Annahmen als Umsatzerlös ausgewiesen wird.
Die Umsatzsteuer gehört nicht zum wirtschaftlichen Erlös des Unternehmens. Sie wird im Rahmen der umsatzsteuerlichen Abrechnung berücksichtigt.
Hinweis: Bei der Berechnung muss eindeutig zwischen Brutto- und Nettopreisen unterschieden werden. Bei einem Bruttopreis einschließlich 19 Prozent Umsatzsteuer wird die Steuer durch Division durch 1,19 herausgerechnet. Ein einfacher Abzug von 19 Prozent vom Bruttopreis wäre falsch.
Bruttoumsatz und Nettoumsatz: Was ist der Unterschied?
Bei der Umsatzanalyse wird häufig zwischen Bruttoumsatz und Nettoumsatz unterschieden. Die Begriffe sollten jedoch im jeweiligen Zusammenhang eindeutig definiert werden.
- Bruttoumsatz: Wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als Verkaufswert einschließlich Umsatzsteuer verstanden. Teilweise bezeichnet er auch Umsätze vor Abzug von Rabatten und anderen Erlösschmälerungen.
- Nettoumsatz: Bezeichnet die Umsatzerlöse ohne Umsatzsteuer und nach Abzug der relevanten Erlösschmälerungen.
Für die handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung sind die nach § 277 HGB ermittelten Umsatzerlöse maßgeblich.
Umsatz und Gewinn: Wo liegt der Unterschied?
Der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn ist für die wirtschaftliche Beurteilung eines Unternehmens besonders wichtig.
Der Umsatz beschreibt den Wert der verkauften Leistungen. Der Gewinn zeigt dagegen, was nach Berücksichtigung der entsprechenden Aufwendungen und weiterer erfolgswirksamer Positionen übrig bleibt.
Gewinn = Erträge − Aufwendungen
In einer vereinfachten Betrachtung ohne weitere Erträge oder Aufwendungen kann der Gewinn als Umsatz abzüglich der Kosten berechnet werden.
Beispiel: Ein Unternehmen erzielt innerhalb eines Monats 50.000 Euro Nettoumsatz. Die gesamten relevanten Kosten betragen 40.000 Euro.
Steigen die Kosten dagegen auf 55.000 Euro, erwirtschaftet das Unternehmen trotz unverändertem Umsatz einen Verlust von 5.000 Euro.
Ein hoher Umsatz bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ein Unternehmen profitabel arbeitet.
Umsatz, Erlös, Ertrag, Einnahme und Absatz im Vergleich
In der Betriebswirtschaft werden verschiedene Begriffe verwendet, die zwar miteinander zusammenhängen, aber nicht dieselbe Bedeutung haben.
| Begriff | Definition | Beispiel |
|---|---|---|
| Umsatz | Wert der innerhalb eines Zeitraums verkauften Produkte und erbrachten Leistungen. | 500 Produkte zu 100 Euro netto ergeben 50.000 Euro Umsatz. |
| Erlös | Wert einer verkauften beziehungsweise abgesetzten Leistung. | Der Verkauf eines Produkts bringt 100 Euro Erlös. |
| Absatz | Menge der verkauften Produkte oder Leistungen. | 500 verkaufte Produkte. |
| Gewinn | Positiver Saldo aus Erträgen und Aufwendungen. | 50.000 Euro Erträge minus 40.000 Euro Aufwendungen ergeben 10.000 Euro Gewinn. |
| Ertrag | Erfolgswirksamer Wertzuwachs einer Abrechnungsperiode. | Umsatzerlöse und Zinserträge. |
| Einnahme | Erhöhung des Geldvermögens, beispielsweise durch eine Einzahlung oder den Zugang einer Forderung. | Ein Warenverkauf auf Rechnung erhöht die Forderungen gegenüber Kunden. |
| Einzahlung | Zunahme der liquiden Mittel eines Unternehmens. | Ein Kunde überweist eine offene Rechnung auf das Bankkonto. |
Diese Unterscheidung ist besonders für das Rechnungswesen wichtig. Ein Unternehmen kann beispielsweise einen Umsatz erzielen und eine Forderung gegenüber dem Kunden besitzen, ohne bereits eine Einzahlung erhalten zu haben.
Welche Arten von Umsatz gibt es?
Unternehmen analysieren ihre Umsätze aus unterschiedlichen Perspektiven. Je nach Fragestellung werden verschiedene Umsatzarten und Betrachtungsweisen unterschieden.
Gesamtumsatz
Der Gesamtumsatz umfasst sämtliche Umsatzerlöse eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er dient häufig als grundlegende Kennzahl für die Unternehmensgröße und Geschäftsentwicklung.
Jahresumsatz
Der Jahresumsatz bezeichnet die gesamten Umsatzerlöse eines Geschäftsjahres. Er wird beispielsweise für Jahresabschlüsse, Unternehmensvergleiche und wirtschaftliche Planungen herangezogen.
Monatsumsatz
Der Monatsumsatz zeigt die Umsatzerlöse eines einzelnen Monats. Insbesondere im Einzelhandel und Onlinehandel hilft er dabei, saisonale Schwankungen und kurzfristige Entwicklungen zu erkennen.
Produktumsatz
Der Produktumsatz beschreibt den Umsatz eines einzelnen Artikels oder einer Produktgruppe. Er hilft Unternehmen, erfolgreiche und weniger erfolgreiche Sortimentsbestandteile zu identifizieren.
Außenumsatz und Innenumsatz
Außenumsatz entsteht durch Geschäfte mit externen Kunden. Innenumsatz bezeichnet Umsätze zwischen verschiedenen Gesellschaften eines Konzerns. Konzerninterne Umsätze werden bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert, damit sie nicht doppelt ausgewiesen werden.
Umsatz nach Geschäftsbereichen und Regionen
Größere Unternehmen unterteilen ihren Umsatz häufig nach Produktgruppen, Vertriebskanälen, Niederlassungen oder geografischen Märkten. Dadurch lassen sich Wachstumschancen und wirtschaftliche Abhängigkeiten besser beurteilen.
Warum ist der Umsatz für Unternehmen wichtig?
Der Umsatz zeigt, in welchem finanziellen Umfang ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen am Markt absetzt. Er ist deshalb eine zentrale Grundlage für die Unternehmenssteuerung.
Die regelmäßige Umsatzanalyse hilft unter anderem dabei:
- die Entwicklung des Unternehmens zu verfolgen,
- Verkaufsziele und Budgets zu überprüfen,
- erfolgreiche Produkte und Geschäftsbereiche zu erkennen,
- saisonale Umsatzschwankungen zu analysieren,
- Vertriebskanäle miteinander zu vergleichen,
- die Rentabilität in Verbindung mit Kosten und Gewinnen zu beurteilen.
Allerdings sollte der Umsatz niemals isoliert betrachtet werden. Erst zusammen mit Gewinn, Kosten, Deckungsbeitrag und Liquidität ergibt sich ein aussagekräftiges Bild der wirtschaftlichen Situation.
Wichtige Kennzahlen rund um den Umsatz
Umsatzwachstum berechnen
Das Umsatzwachstum zeigt, wie stark sich der Umsatz gegenüber einem Vergleichszeitraum verändert hat.
Umsatzwachstum = ((Neuer Umsatz − Alter Umsatz) / Alter Umsatz) × 100
Beispiel: Der Umsatz steigt von 200.000 Euro auf 250.000 Euro. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 25 Prozent.
Umsatzrendite
Die Umsatzrendite gibt an, welcher Anteil des Umsatzes als Gewinn verbleibt. Sie wird auch als Return on Sales (ROS) bezeichnet.
Umsatzrendite = (Gewinn / Umsatz) × 100
Ein Unternehmen mit 500.000 Euro Umsatz und 50.000 Euro Gewinn erzielt eine Umsatzrendite von 10 Prozent. Für Vergleiche muss dieselbe Gewinndefinition verwendet werden.
Umsatz pro Mitarbeiter
Diese Kennzahl setzt den Umsatz eines bestimmten Zeitraums ins Verhältnis zur durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter beziehungsweise zu Vollzeitäquivalenten.
Umsatz pro Mitarbeiter = Gesamtumsatz / Mitarbeiterzahl
Sie kann Hinweise auf die Produktivität geben. Aussagekräftige Vergleiche setzen jedoch ähnliche Geschäftsmodelle und vergleichbare Personaleinsätze voraus.
Break-Even-Umsatz
Der Break-Even-Umsatz ist der Umsatz, bei dem sämtliche relevanten Kosten gedeckt sind und das Unternehmen weder Gewinn noch Verlust erzielt.
Break-Even-Umsatz = Fixkosten / Deckungsbeitragssatz
Die Formel gilt für ein entsprechend vereinfachtes Kostenmodell mit konstantem Deckungsbeitragssatz. Sie hilft bei der Planung des notwendigen Mindestumsatzes.
Umsatz im Onlinehandel und E-Commerce
Für Online-Shops ist der Umsatz eine besonders wichtige Kennzahl. Er zeigt, welchen Wert die über den Shop verkauften Produkte und Dienstleistungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums haben.
Bei der Analyse sollten Onlinehändler unter anderem folgende Faktoren berücksichtigen:
- Bestellanzahl: Wie viele Bestellungen wurden aufgegeben und tatsächlich erfüllt?
- Durchschnittlicher Bestellwert: Welchen Wert hat eine Bestellung im Durchschnitt?
- Retourenquote: Welcher Anteil der verkauften Produkte wird zurückgegeben?
- Rabatte und Gutscheine: Wie stark mindern Preisnachlässe den Umsatz?
- Vertriebskanäle: Welche Umsätze werden beispielsweise über den eigenen Shop oder externe Marktplätze erzielt?
Der durchschnittliche Bestellwert lässt sich berechnen, indem der nach einheitlichen Kriterien ermittelte Bestellumsatz durch die Anzahl der dazugehörigen Bestellungen geteilt wird.
Wichtig ist außerdem die Unterscheidung zwischen dem in einem Shopsystem angezeigten Bestellwert und den tatsächlich im Rechnungswesen erfassten Umsatzerlösen. Offene Bestellungen, Stornierungen, Retouren und unterschiedliche Steuerbehandlungen können zu Abweichungen führen.
Häufige Fragen zum Umsatz (FAQ)
1. Was ist Umsatz einfach erklärt?
Umsatz ist der Geldwert aller Produkte und Dienstleistungen, die ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft beziehungsweise erbringt. Er zeigt die wirtschaftliche Verkaufsleistung, ist aber nicht mit dem Gewinn gleichzusetzen.
2. Wie berechnet man den Umsatz?
Die einfache Formel lautet: Umsatz = verkaufte Menge × Verkaufspreis. Für die handelsrechtlichen Umsatzerlöse werden Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen berücksichtigt beziehungsweise abgezogen.
3. Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn?
Der Umsatz beschreibt den Wert der verkauften Leistungen. Der Gewinn ist der positive Saldo aus Erträgen und Aufwendungen. Ein Unternehmen kann viel Umsatz erzielen und trotzdem Verluste machen.
4. Ist Umsatz brutto oder netto?
In der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung wird der Umsatz ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von Erlösschmälerungen ausgewiesen. Umgangssprachlich können mit Bruttoumsatz dagegen Verkaufsbeträge einschließlich Umsatzsteuer gemeint sein.
5. Gehört die Umsatzsteuer zum Umsatz?
Nein. Die Umsatzsteuer gehört nicht zu den Umsatzerlösen, die nach HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden. Bei Bruttopreisen muss die enthaltene Umsatzsteuer deshalb herausgerechnet werden.
6. Was ist der Jahresumsatz eines Unternehmens?
Der Jahresumsatz ist die Summe der Umsatzerlöse, die ein Unternehmen innerhalb eines Geschäftsjahres erzielt. Er wird beispielsweise zur Beurteilung der Unternehmensgröße und der Umsatzentwicklung verwendet.
7. Ist Umsatz dasselbe wie Einnahmen?
Nein. Umsatz beschreibt den Wert verkaufter Leistungen. Einnahmen bezeichnen in der Betriebswirtschaft eine Zunahme des Geldvermögens. Eine Einzahlung ist dagegen der tatsächliche Zugang liquider Mittel. Diese Vorgänge können zeitlich auseinanderfallen.
8. Wann wird ein Umsatz erfasst?
Bei bilanzierenden Unternehmen wird Umsatz grundsätzlich dann erfasst, wenn die Leistung nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften realisiert ist. Der Zeitpunkt der Bezahlung ist dafür nicht ausschlaggebend.
9. Werden Rabatte und Retouren vom Umsatz abgezogen?
Ja. Rabatte, Skonti, Boni und umsatzmindernde Retouren beziehungsweise Gutschriften reduzieren die entsprechenden Umsatzerlöse. Maßgeblich ist der tatsächlich anzusetzende Erlös nach den relevanten Abzügen.
10. Kann ein Unternehmen Umsatz machen, aber keinen Gewinn erzielen?
Ja. Übersteigen die Aufwendungen die erzielten Erträge, entsteht ein Verlust. Ein Unternehmen mit 100.000 Euro Umsatz und 110.000 Euro relevanten Kosten erwirtschaftet in einer vereinfachten Betrachtung einen Verlust von 10.000 Euro.
Fazit: Umsatz ist eine zentrale Unternehmenskennzahl
Der Umsatz misst den Wert der verkauften Produkte und erbrachten Dienstleistungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er zählt zu den wichtigsten Kennzahlen in der Betriebswirtschaft und bildet eine wesentliche Grundlage für die Analyse der Geschäftsentwicklung.
Zur Berechnung des Umsatzes werden grundsätzlich die Absatzmenge und der Verkaufspreis benötigt. Für die handelsrechtlich ausgewiesenen Umsatzerlöse müssen außerdem Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen berücksichtigt werden.
Ein hoher Umsatz ist jedoch allein noch kein Zeichen für wirtschaftlichen Erfolg. Erst zusammen mit Gewinn, Kosten, Umsatzrendite und Liquidität lässt sich beurteilen, wie erfolgreich ein Unternehmen tatsächlich arbeitet.
Weiterführende Informationen: BWL-Lexikon – betriebswirtschaftliche Begriffe und Definitionen