1. Mai – Tag der Arbeit verliert an Bedeutung

Freizeit statt Protest – Tag der Arbeit verliert bei Deutschen an Bedeutung

“Arbeit für alle bei fairem Lohn” fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund am 1. Mai, dem Tag der Arbeit. Doch in der Bevölkerung ist die Proteststimmung mau. Laut einer Umfrage des Hamburger Magazins stern sieht nur jeder fünfte Deutsche den Maifeiertag als Tag der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung (19 Prozent). Selbst unter Gewerkschaftsmitgliedern hat der Maifeiertag an Bedeutung verloren: Nur knapp die Hälfte von ihnen (42 Prozent) sieht den 1. Mai als Tag der Arbeiterbewegung.

Die große Mehrheit der Deutschen (74 Prozent) sieht in dem Tag vor allem eines: willkommene Freizeit für Freunde und die Familie.

Datenbasis: 1.004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 16. April 2009. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte, Forsa-Institut, Berlin. Auftraggeber: stern.

Trend zum E-Recruiting bei der der Personalbeschaffung

Der Trend zum E-Recruiting hat auch den deutschen Mittelstand erfasst. E-Recruiting oder E-Rekrutierung bezeichnet die Unterstützung der Personalbeschaffung durch den Einsatz elektronischer Medien und Personalsysteme. Nicht nur deutsche Großunternehmen bevorzugen Online-Kanäle, um vakante Stellen zu besetzen, auch mittelständische Betriebe setzen mittlerweile verstärkt auf das Internet.

So kommen 40 Prozent der Neueinstellungen in deutschen Mittelstandsfirmen über die eigene Unternehmens-Webseite und Online-Stellenbörsen zustande.

Dies ergab die Studie “Recruiting Trends im Mittelstand 2009” des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg, die in Zusammenarbeit mit dem Online-Karriereportal Monster Worldwide Deutschland durchgeführt wurde. Dabei wurden 1.000 deutsche mittelständische Unternehmen im Zeitraum zwischen August und Oktober 2008 befragt.

Wie auch bei deutschen Großunternehmen kommunizieren die mittelständischen Betriebe ihre offenen Stellen vermehrt über Internetkanäle. Erstmals wurden in 2008 mehr als ein Drittel der Stellenanzeigen über Internet-Stellenbörsen (ein Plus von 4,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr) veröffentlicht und mehr als sechs von zehn über die unternehmenseigene Webseite (ein Zuwachs von 4,3 Prozentpunkten). Anders als bei den Großunternehmen spielen die Printmedien und die Arbeitsagentur bei den Stellenausschreibungen im Mittelstand noch eine größere Rolle – allerdings ist ihr Anteil rückläufig (Printmedien verlieren 3,0 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr – die Arbeitsagentur verliert 8,2 Prozentpunkte an Anteil).

“Mittelständische Unternehmen entdecken nach und nach die wichtige Funktion der neuen Kommunikationskanäle”, so Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg. “Denn durch das Internet können Arbeitgeber die Jobsuchenden schneller und durch die höhere Reichweite auch in größerer Quantität erreichen.”

Effizienter und praktischer finden die Mittelständler inzwischen auch die elektronische Bewerbung. So ergab die Studie zum ersten Mal, dass 46 Prozent der Befragten die Bewerbung via E-Mail oder Online-Bewerbungsformular bevorzugen. Zwar gehen im Moment immer noch mehr papierbasierte als elektronische Bewerbungen bei den Unternehmen ein. Doch die Umfrageteilnehmer erwarten, dass Online-Bewerbungen in vier bis fünf Jahren den Bewerbungseingang dominieren werden.

“Wie es bei Großunternehmen bereits der Fall ist, erkennt nun auch der deutsche Mittelstand die großen Vorteile des onlinegestützten Bewerbungsmanagements”, so Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. “Denn elektronische Bewerberprofile können in einer Datenbank schnell gespeichert und nach Bedarf abgerufen werden. Damit können die Personalabteilungen viel Zeit und Arbeitsaufwand sparen.”

Schon knapp die Hälfte der mittelständischen Unternehmen in Deutschland nutzt die Vorteile der elektronischen Bewerbungsunterlagen und behält eingehende Bewerbungen über den Rekrutierungsprozess hinaus. Immer öfter speichern die Unternehmen auch die Profile aktueller und ehemaliger Mitarbeiter für spätere, interne Stellenausschreibungen oder nutzen sie, um den Wiedereinstieg ehemaliger Angestellter – so genannte Boomerang Hires – zu ermöglichen.

Die vollständige Studie “Recruiting Trends im Mittelstand 2009” kann bei Monster Worldwide Deutschland unter alexandra.guentzer(AT)monster.de angefordert werden.

Die Computer-Kids steigen ins Berufsleben ein

Sie haben ein Leben ohne Internet und Handy nie kennengelernt: Die nach 1980 Geborenen, die sogenannten Digital Natives, die jetzt nach Ausbildung oder Studium ins Management vorrücken. “Sie bringen Fähigkeiten mit, die sie bei Computerspielen perfektioniert haben. Das verändert die Art und Weise, wie Business in den nächsten Jahren funktionieren wird, ganz grundsätzlich.”

Das sagte der IBM-Wissenschaftler Moshe Rappoport dem Technologiemagazin Technology Review in der Ausgabe 4/09.

“Die meisten Computerspiele präsentieren dem Spieler sehr viele multimediale Informationen”, erklärt Rappoport. “Aber nicht alle diese Informationen sind wesentlich.” Ganz wichtig für einen erfolgreichen Spieler sei deshalb die Fähigkeit, in Echtzeit zu entscheiden, welche Information notwendig ist, um zu gewinnen. Spieler müssten außerdem bereit sein, Risiken einzugehen – wer zu vorsichtig spielt, verliert. Und sie müssten verlieren können. Übertragen auf Geschäftsprozesse führe dies zu einer anderen Form von Management: “Man nimmt sich nicht mehr die Zeit, alle Informationen, die zur Verfügung stehen, zu studieren. Man probiert lieber aus.”

Dan Rasmus, Director of Business Insights bei Microsoft, sieht vor allem die im Internet erworbenen Sozialtechniken in einem positiven Licht. Er lobt die “Offenheit und Vernetzung” der Digital Natives: “Das ist die erste Generation von Wissensarbeitern, die tatsächlich global vernetzt ist.” Die Wahrnehmung, dass es keine Grenzen – weder zeitlich noch räumlich – gibt, unterscheide sich sehr stark von jener der Baby Boomer, die jetzt in Führungspositionen säßen. Ein wichtiger Punkt, den Unternehmen beim Umgang mit Digital Natives beachten müssten, sei deren großes Vertrauen in die eigenen sozialen Netzwerke. “Wir wissen aus unserer Forschung, dass Digital Natives in geschäftlichen Dingen wahrscheinlich eher auf Menschen aus ihren persönlichen Netzwerken hören als auf Kollegen aus dem eigenen Betrieb”, sagt Rasmus. Auf der einen Seite gebe es dabei natürlich Probleme mit der Sicherheit und dem Umgang mit geistigem Eigentum. Regierungen, Versicherungen oder Banken machten sich darüber eine Menge Sorgen. Aber es gebe auch Unternehmen, die jene neuen Möglichkeiten sehr positiv aufnähmen. Neue Ideen könnten so sehr schnell und kostengünstig getestet und diskutiert werden.

Damit das oft mangelhafte Sicherheitsbewusstsein und die hohe Risikobereitschaft der Digital Natives nicht zu Problemen führt, empfiehlt Rappoport, jungen Leuten ältere Kollegen mit Erfahrung zur Seite zu stellen. Das ergebe oft ein Powerteam: “Weil der eine das denkt, was der andere gar nicht denken kann.”

IT-Arbeitsmarkt 2008 – weniger Jobs

Nachdem es 2007 einen regelrechten Job-Boom für IT-Experten gab, haben sich die Aussichten für Arbeitssuchende trotz des weiterhin allseits beklagten Fachkräftemangels in diesem Jahr eingetrübt.

So stieg die Zahl der IT-Stellenangebote in den ersten acht Monaten 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur noch um sechs Prozent von 19.961 auf 21.166. In den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres lag das Wachstum gegenüber 2006 noch bei 20 Prozent. Das berichtet die IT-Wochenzeitung COMPUTERWOCHE (Ausgabe 37/2008, computerwoche.de) unter Berufung auf eine aktuelle Analyse des Personaldienstleisters Adecco, bei der IT-Jobangebote in 40 Tageszeitungen und der COMPUTERWOCHE ausgewertet wurden.

Zwar ist nach Angaben des COMPUTERWOCHE-Kooperationspartners Stepstone das Wachstum in den Online-Stellenbörsen nach wie vor zweistellig, aber mit Blick auf die einzelnen Branchen zeigt sich eine deutliche Eintrübung am IT-Arbeitsmarkt. So ist die Zahl der Job-Angebote in Beratungs- und Softwarehäusern überraschend um etwa fünf Prozent zurückgegangen. Unerwartet stagnieren die Angebote für IT-Profis in den Boom-Branchen Fahrzeugtechnik und Maschinenbau. Ebenfalls wenig Bewegung ist bei Finanzdienstleistern, in der Telekommunikationsindustrie und bei den Zeitarbeitsfirmen zu beobachten. Das größte Wachstum verzeichnet dagegen der Öffentliche Dienst mit 50 Prozent mehr inserierten Jobs. Ebenfalls positiv aufgefallen sind die Branchen Verkehr und Medien, die über 40 Prozent mehr freie Arbeitsplätze melden als im Vorjahr. Ganz besonders gefragt sind nach wie vor Anwendungs-Entwickler. Für sie gab es 4.690 Offerten, was allerdings nur einem Plus von fünf Prozent entspricht (Vorjahr plus 20 Prozent). Prozentual stärker stieg das Interesse an System- und Datenbank-Spezialisten – von 2.370 auf 2.773. Größer als 2007 ist auch die Nachfrage nach Internet-Spezialisten.

Im regionalen Ranking bleibt Bayern laut COMPUTERWOCHE weiter vorn. Auf Rang zwei folgt Baden-Württemberg. Stark im Kommen ist Berlin, die Hauptstadt schafft es erstmals im Ranking auf den dritten Platz. Positiv ist auch die Entwicklung in Sachsen, dort sind die Job-Angebote um ein Viertel auf 1.461 gestiegen, so dass der ostdeutsche Freistaat insgesamt das zweitstärkste Wachstum meldet.

Neues Job- und Karriere-Portal

Ratgeber- und Grundlagenartikel zu den Themen Bewerbung, Arbeitsrecht und Karriereberatung / Vergünstigte Weiterbildungsangebote von ExperTeach für TecChannel-Leser / Speziell auf IT-Profis abgestimmter Stellenmarkt von JobScout24

TecChannel, das deutsche Webzine für technische IT-Experten, erweitert seine redaktionelle Berichterstattung. Der neue “Job+Karriere”-Channel unter der Adresse TecChannel.de/jobs liefert IT-Profis ab sofort gezielt Informationen für ihre berufliche Weiterentwicklung. In der Rubrik “Aktuelle Themen” werden Ratgeber- und Grundlagenartikel zu den Themen Bewerbung, Arbeitsrecht und Karriereberatung veröffentlicht. Darüber hinaus haben TecChannel-Leser in dem Portal die Möglichkeit, Seminare des führenden IT-Weiterbildungsanbieters ExperTeach zu vergünstigten Konditionen zu buchen. Ein Stellenmarkt in Kooperation mit JobScout24 speziell für IT-Fachkräfte rundet das neue Angebot auf TecChannel.de ab. Anwender können dort mit den Kriterien “Berufsfeld” und “Ort” nach freien Stellen suchen, Bewerbungsunterlagen einstellen sowie den Online-Bewerbungsdienst nutzen.

“Angesichts der schnellen technischen Weiterentwicklung in der Branche ist es besonders für IT-Experten von entscheidender Bedeutung, immer auf dem aktuellen Wissensstand zu sein”, sagt Dirk Limburg, Verlagsleiter TecChannel. “Mit unserem neuen Job- und Karriere-Portal bieten wir allen Fachkräften einen umfassenden Service für die erfolgreiche Karriere-Planung.”