iPhone 3G S – Was bringt das neue Handy?

Lange ist es erwartet worden, seit gestern ist das iPhone der dritten Generation nun da. Doch ist das iPhone 3G S wirklich der große Wurf?

iPhone 3G S Die Frage, die viele Handynutzer jetzt bewegt, beantworten die Experten von Xonio.com. “Das neue iPhone kann zwar mehr als die beiden Vorgänger”, sagt Uwe Baltner, Chefredakteur Xonio.com. “Aber viele Features bieten andere Handys schon längst, manche sogar deutlich mehr.”

So hat das iPhone 3G S zwar endlich eine 3-Megapixel-Kamera, die auch Videos aufnimmt, doch die Modelle der Konkurrenten knipsen mit bis zu 8 Megapixel. Das neue iPhone kann endlich MMS-Nachrichten versenden und surft mit voller HSDPA-Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Internet – aber auch das sind keine Innovationen. Immerhin: “Mit der ab 17. Juni erhältlichen neuen iPhone-Firmware OS 3.0 kommen weitere 100 neue Funktionen auch für alte iPhones hinzu”, erklärt Baltner. “Darunter etwa das sehnlichst erwartete Copy and Paste zum Ausschneiden und Einfügen von Textelementen und eine Suchfunktion über alle auf dem iPhone gespeicherten Daten.”

Pluspunkte bringen auch ein schnellerer Prozessor sowie die nach Apple-Angaben verlängerte Akkulaufzeit. Im Sprechbetrieb soll diese nun bei bis zu zwölf Stunden liegen (vorher zehn Stunden), im Internet-Betrieb sollen neun statt vorher sechs Stunden möglich sein. “Das iPhone lässt sich jetzt auch per Bluetooth als Modem nutzen”, erklärt Uwe Baltner. “Darauf haben viele Nutzer ebenfalls viel zu lange warten müssen. Genauso wie auf die nun endlich verfügbare Navigations-Software von TomTom.”

In Deutschland wird das neue iPhone mit 16 und 32 Gigabyte Speicher weiterhin exklusiv von T-Mobile angeboten. “Gerüchten im Internet zufolge soll der Preis für das iPhone 3G 16 GB in Verbindung mit den Tarif Complete 240 bis Complete L schon ab 1 Euro zu haben sein”, sagt Uwe Baltner. “Im günstigsten Tarif Complete XS soll der Preis etwa 130 Euro betragen”. Ein neues Tarif-Angebot speziell für das iPhone 3G S wird es bei T-Mobile voraussichtlich nicht geben, so die Redaktion von Xonio.com.

Das Fazit des Chefredakteurs: “Apple hat dringend erforderliche Verbesserungen vorgenommen”, meint Uwe Baltner. “Aber das waren nur kleine Schritte, der große Wurf ist ausgeblieben. Gründe für bisherige iPhone-Besitzer auf das neue Modell zu wechseln, gibt es fast keine. Vor allem, weil die neue Firmware viele neue Funktionen auch für die alte Hardware bringt. Dennoch lohnt es sich zumindest für Neukäufer, bis zum Verkaufsstart am 19. Juni zu warten. Denn natürlich ist das iPhone 3G S das beste iPhone aller Zeiten.”

Alle Details zum neuen iPhone sowie eine ausführliche Einschätzung durch die Xonio.com-Redaktion finden Sie unter xonio.com

Ueber 85 Millionen SMS bei T-Moblile versendet

Die Kunden des Mobilfunk Netz Betreibers T-Mobile haben das Angebot mit dem kostenlosen SMS-Versand offenbar stark in Anspruch genommen. T-Mobile wollte sich mit dieser Aktion für den kürzlichen Ausfall des Handynetzes entschuldigen.

“Unsere Aktion, am Sonntag kostenlos SMS zu versenden, hat enormen Anklang bei unseren Kunden gefunden”, teilte Georg Pölzl, Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland mit.

Mit mehr als 85 Millionen SMS wurde eine neue Rekordsumme von Kurznachrichten über das Netz von T-Mobile verschickt – sogar deutlich mehr als zu Weihnachten und Sylvester, die sonst die Tage mit der stärksten Nutzung darstellen. “Wir freuen uns, dass unsere Kunden unsere Geste so gut angenommen haben”, so Georg Pölzl.

Handynetz-Ausfall und T-Mobile-Reaktion

Nach dem bescheidenen Krisenmanagement geht der Marktführer T-Mobile holprig in die Offensive. Noch ist unklar, wo der Fehler lag und wer ihn verschuldete – eine Entschädigung schließt der Konzern aber schon einmal aus.

Das mag durch die Geschäftsbedingungen gedeckt sein, doch ein wenig Kulanz hätte der Kundenbindung nicht geschadet. So lautet die Botschaft aber: Sie konnten stundenlang nicht telefonieren – ihr Problem! Und die “Geste” mit Frei-SMS am Sonntag gerät auch eher schlaff und klingt nach Planwirtschaft: Man hat am Sonntag vielleicht niemandem etwas zu sagen, darf das dafür aber umsonst tun. (Mitteldeutsche Zeitung)

T-Offline bei T-Mobile – Handynetz ausser Betrieb

Ein Softwarefehler legte Gestern den Mobilfunk Betreiber T-Mobile lahm. Der Ausfall hatte etwa gegen 16 Uhr begonnen. Betroffen von der mehrstündigen Störung war sowohl der Sprachdienst als auch der SMS-Verkehr, wie ein Telekom-Sprecher sagte.

Ein Softwarefehler im sogenannten Home Location Register (HLR) war für den bundesweiten Ausfall im Mobilfunknetz von T-Mobile am Dienstag verantwortlich. Betroffen von dem Ausfall waren knapp 40 Millionen Kunden. Die Service-Hotline von T-Mobile war ebenfalls komplett ausser Betrieb, weil tausende wütende Kunden gleichzeitig dort angerufen haben. Mittlerweile soll der Fehler im Netz von T-Mobile wieder behoben sein und das geliebte iPhone, was in Deutschland nur mit einer SIM-Karte von T-Mobile funktioniert, kann auch wieder verwendet werden.

Beim Mobilfunk Konkurrenten Vodafone D2 kam es hingegen zu keinen Ausfällen. “Bei uns läuft alles im grünen Bereich”, sagte ein Sprecher Gestern zu der Presse. Das Problem war allerdings, dass Vodafone Kunden auch nicht mehr mit T-Mobile telefonieren konnten. Was hat man nur früher gemacht, als es noch kein Handy gab?

Preisgrenzen fuer SMS-Versand im Ausland

Der Hightech-Verband BITKOM hat die von der EU geplanten Preisgrenzen für den SMS-Versand im Ausland scharf kritisiert. Über den Gesetzentwurf soll morgen im EU-Parlament abgestimmt werden.

Anschließend muss noch der EU-Ministerrat zustimmen. Vorgesehen ist ein Preislimit von 13 Cent je SMS inklusive Mehrwertsteuer. “Das ist weniger als der typische Preis im Inland von 19 Cent”, gibt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer zu bedenken. Die Nutzung eines Fremdnetzes im Ausland könne aber logischerweise nicht billiger sein als der gleiche Service im Inland. “Offenkundig will die EU testen, wie weit sie die Unternehmen mit Preisdiktaten belasten kann.”

“Damit werden den Unternehmen Mittel entzogen, die anschließend für Investitionen in Netzausbau und -qualität fehlen”, so Scheer weiter. “Gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise sollte die Politik Zukunftstechnologien unterstützen und nicht bremsen.” Schon heute sind die Netzinvestitionen in Deutschland pro Einwohner nur noch halb so hoch wie in den USA oder Japan. Mittelfristig müssen 40 bis 50 Milliarden Euro aufgebracht werden, um die Super-Breitbandnetze der Zukunft aufbauen zu können. Prof. Scheer: “Um international Schritt zu halten, brauchen wir diese Investitionen in Infrastrukturen.”

Der BITKOM kritisiert auch den EU-Vorstoß, die bereits beschlossenen Preisobergrenzen für Handy-Gespräche im Ausland weiter zu senken. Über diese Pläne wird ebenfalls im Europäischen Parlament abgestimmt. “Den 2007 gefundenen Konsens zu Handytarifen sollte die EU nicht einfach aufkündigen”, so Scheer. Derzeit dürfen abgehende Gespräche im Ausland bis zu 55 Cent inklusive Steuern kosten, ankommende Telefonate maximal 26 Cent. Bereits fest vorgesehen ist eine weitere Senkung auf 51 und 23 Cent im August 2009. “Damit ist ein Höchstmaß an Eingriffen bereits erreicht”, kritisierte der BITKOM-Präsident. “Weitere Zwangstarife sind auch deshalb unnötig, weil bereits vor der EU-Regulierung die Roaming-Preise massiv gesunken sind.” Viele Mobilfunk-Anbieter hätten günstige Auslandstarife für Urlauber und Geschäftsleute im Programm. “Die massiven Interventionen der EU in den funktionierenden Markt schießen übers Ziel hinaus.”