Werbung trotz Wirtschaftskrise?

Für viele Unternehmen ist Werbung in der Wirtschaftskrise ein rotes Tuch. Kreativagenturen erleben es aus nächster Nähe: Aufgrund der schwierigen Verhältnisse werden jetzt vielerorts Werbebudgets gekürzt.

Gerade mittelständische Unternehmen ziehen sich zurück – und verpassen so eine wichtige werbliche Chance.

-> Werbebudgets kürzen? Ein strategischer Fehler!

Diese Chance hat einen Namen: antizyklische Werbung. Dahinter steckt die Strategie, trotz schlechter Marktlage intensiv zu werben. Die Leitlinie: Gegen den Trend stemmen und in die eigene Marke investieren. Die eigenen Produkte und Leistungen hochwertig kommunizieren. Offensiv und kreativ sein!

Das Fachblatt Horizont nannte antizyklische Werbung kürzlich das “Rezept in der Rezession”. Es stellte eine GfK-Studie vom 05. März vor, für die das Verhalten von rund 700 Marken nach dem Platzen der Internetblase analysiert wurde. Ergebnis: “Antizyklische Werbung erzielt Umsätze und Marktanteile.”

-> Macht Marken krisenfest: antizyklische Werbung.

Die Horizont erläuterte: “Marktanteile verschieben sich in Krisenzeiten rascher als in Wachstumsphasen.” Die Studie bestätige dies, zeige, dass Unternehmen “antizyklisch investieren und dabei den richtigen Mediamix wählen” sollten. Desweiteren gelte es jetzt, “Produktinnovationen” einzuführen und die Kundenbindung zu stärken.
Wer dies beherzigt, wird die Konjunkturflaute nicht einfach überbrücken, sondern als Gewinner der Krise hervorgehen. Und das bei bestem Preis-Leistungs-Verhältnis, denn infolge der niedrigen Nachfrage sinken die Kosten für Werbung. Dies wiederum vergrößert die Spielräume für kleinere und mittlere Unternehmen!

-> Investieren lohnt. Gerade in der Krise.

Die Frage “Werbung trotz Wirtschaftskrise?” muss also mit einem klaren “Ja!” beantwortet werden. Solange sich der Markt in Schockstarre befindet, ist die Hebelwirkung von “Krisen-Kommunikation” enorm. Einen innovativen Kreativansatz und ein nachhaltiges Markenkonzept vorausgesetzt, versteht sich. Aber das findet sich – dann klappt’s auch mit der Krise.

Quellen:
manager magazin (02|09), Der SPIEGEL (10|09), HORIZONT (10|09), W&V (02|09), wuv.de

Bild-Zeitung startet Promi-Werbekampagne

Die Axel Springer AG startet am Wochenende für die Bild-Zeitung eine große Werbekampagne, in der Prominente unverblümt ihre Meinung über die Boulevard-Zeitung äußern.

Dies berichtet das Branchenmagazin Werben & Verkaufen (W&V) in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Zu den Promis zählen u.a. Udo Lindenberg, Veronica Ferres, der Verleger Hubert Burda, der Rapper Sido und Nationalspieler Philipp Lahm. Dabei äußern sich die VIPs laut W&V durchaus kritisch zu dem Blatt. “Gelegentlich lese ich die Bild, um zu wissen, was Millionen Leserinnen und Leser denken sollen, Spaß macht mir die eine oder andere Gegendarstellung”, schreibt beispielsweise Gregor Gysi von der Linken. TV-Moderator Thomas Gottschalk schreibt, dass Bild ihn zuerst zur Schnecke und dann zum Titan gemacht habe. Man wolle mit der Kampagne zeigen, dass Bild “mutig und offen” mit kritischen Stimmen umgehe, so der Werbeleiter von Bild. Bis Ende des Jahres sollen rund 20 Motive für die Zeitung werben, zudem gibt es einen Werbespot. Die Kampagne stammt von der Hamburger Renommieragentur Jung von Matt.

E-Mail-Marketing – Studie

Kurz vor der Online Messe Düsseldorf (OMD) befragte acquisa exklusiv Unternehmen zu ihren Online-Marketingaktivitäten. E-Mail-Marketing ist absoluter Spitzenreiter als digitaler Werbekanal. Insgesamt 67,5 Prozent der Befragten nutzen diesen Kanal. Dahinter kommen die Marketingmaßnahmen: Eintragung in Kataloge und Verzeichnisse (60 Prozent), Suchmaschinenoptimierung (57,5 Prozent) und Suchmaschinenmarketing (45 Prozent).

Ein äußerst interessanter Teilaspekt der Studie waren die Ergebnisse über die Marketinggesamtausgaben der Befragten. Mehr als zwei Drittel (68,5 Prozent) der Unternehmen geben bis zu fünf Prozent für Marketingaktivitäten aus. Bei 60 Prozent sind jedoch gleichzeitig die Ausgaben für digitales Marketing weniger als 25 Prozent. Beide Zahlen belegen die Spielräume, die Unternehmen in Bezug auf das Gesamtmarketing-Budget als auch im Spezialbereich digitales Marketing noch haben.

Die Befragten stammten je zu einem Drittel aus Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern, Unternehmen der Größe bis 150 Arbeitnehmer sowie ein Drittel aus Firmen, die mehr als 500 Mitarbeiter haben.

Interact Congress 2008 in Berlin

Mehr als 400 Teilnehmer aus ganz Europa und der Welt haben sich in Berlin bei der Interact 2008 versammelt. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) als deutsche Vertretung des Interactive Advertising Bureau (IAB) hat mit Unterstützung des IAB Europe und der European Interactive Advertising Association (EIAA) hat führende Köpfe aus der Werbe-, Marketing-, Agenturen- und Medienszene zum Kongress in die Hauptstadt gelockt.

Im Blickpunkt standen dabei internationale Online-Strategien und -Kampagnen, die nach einhelliger Meinung der Experten immer breiteren Raum einnehmen werden. Dass längst nicht mehr nur die “Onliner” an ihren Siegeszug glauben, hat mit Dr. Andreas Wiele, als Vorstand BILD-Gruppe und Zeitschriften der Axel Springer AG zugleich Gastgeber, auch ein ausgewiesener Zeitungsmann in seiner Keynote unterstrichen.

Die neuesten Trends und Entwicklungen im Online-Werbemarkt sowie der länderübergreifende Erfahrungsaustausch standen beim Kongress-Highlight der Branche im Mittelpunkt. Einen Tag nach der Veröffentlichung der neuesten Zahlen für den europäischen Online-Werbemarkt, der 2007 ein Gesamtvolumen von 11,2 Milliarden Euro betrug, zeichneten die unterschiedlichen Experten aus der Werbe- und Medienszene ein sehr positives Bild für die nächsten Jahre. Langfristig wird ein Werbemarktanteil von 25 bis 30 Prozent gesehen. Insbesondere die zunehmende Breitbandpenetration und die so zunehmend intensivere Nutzung der Online-Medien forciert diese Entwicklung. Außerordentliche Wachstumsraten in den jungen Märkten in Osteuropa sorgen zudem dafür, dass Europa im Vergleich zum US-Markt weiter Boden gut machen wird. Zeitgleich wird die Verbreitung von Online-Anschlüssen in den USA, nach Auffassung von Randall Rothenberg, Präsident des IAB US, zur TV-Penetration aufschließen.

Content and Contacts are kings
Marken sind in diesem Kontext aufgefordert, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. “Die Markenloyalität nimmt weiter ab”, so Jaap Favier, Vice President und Research Director, Forrester Research. Vor diesem Hintergrund sei es für Unternehmen zunehmend wichtig, genau nachzuvollziehen, mit welcher Motivation ihre Zielgruppen ins Internet gehen. Gerade die Social Networks bieten hierfür seiner Meinung nach optimale Voraussetzungen. Welche Ansätze Marken und Medien dabei verfolgen können, war Bestandteil der Betrachtungen von Jay Stevens, Vice President Operations EMEA, MySpace. Die Zukunft des Social Webs liegt seiner Auffassung nach unter anderem in der Zusammenarbeit mit den reichweitenstarken Medienportalen. So könne die einfache Integration der Social Networks in die News-Portale, über die die Auswahl von einzelnen Nachrichten für das persönliche Profil des einzelnen Users ermöglicht wird, ein erfolgreicher Weg für beide Seiten sein. “Content ist still king”, so die These von Jay Stevens. Allerdings seien künftig nicht nur professionell produzierte Inhalte, sondern auch von Nutzern produzierte oder bewertete Inhalte für den Erfolg von Online-Plattformen verantwortlich. Alain Heureux, Präsident des IAB Europe, misst dem Dialog mit den Zielgruppen mindestens ebenso große Bedeutung bei: “Mit Behavioral Targeting sind wir heute in der Lage Nutzergruppen sehr gezielt zu adressieren und dann mit den richtigen Inhalten in einen Dialog einzubinden. Daher gilt: Content and Contacts are king!”

Integrierte Kampagnen kennzeichnen europäische Denkweise
Als wichtigste Treiber der positiven Entwicklung der Online-Werbung sehen die Experten nicht nur die weiterhin steigende Online-Nutzung, die nicht zuletzt dank der Social Networks weiter zulegen konnte. Auch die zunehmende Verfügbarkeit des Internets auf mobilen Endgeräten sowie die neue Targeting-Technologien, mit denen Streuverluste massiv reduziert werden können fördern das Wachstum. “Die Effizienz der Online-Werbung ist inzwischen akzeptiert”, so Alison Fennah, Executive Director of the European Interactive Advertising Association (EIAA). Als Vertreter der Agenturenseite sieht Norm Johnston, CEO MindShare Interaction EMEA, sogar die Chance, dass Europa den USA mittelfristig die Führungsrolle streitig macht. Seiner Meinung spricht hierfür vor allem, dass Online-Werbung in Europa stärker in die Gesamtstrategie und -konzeption integriert ist.

Anhand verschiedener Case Studies aus ganz Europa konnten die Teilnehmer zum Abschluss des Kongresses den Erfolg internationaler Kampagnen nachvollziehen, Mit Reebok, Peugeot, Kellogg’s und Ekstra Bladet ist es den Veranstaltern gelungen, prominente Beispiele präsentieren zu können. Hierbei stand vor allem der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. “Die Interact bringt führende Köpfe aus allen Teilen Europas zusammen, um das gegenseitige Lernen zu fördern und die Online-Werbung Schritt für Schritt voranzubringen”, fasst Alain Heureux die wichtigsten Ziele des paneuropäischen Kongresses zusammen. “Ich freue mich, dass es uns auch dank der hervorragenden Organisation durch das IAB Germany gelungen ist, den Kongress weiter zu etablieren und zu einem festen Bestandteil in den Terminkalendern der Online-Marketing-Elite Europas werden zu lassen.” Die Interact 2009 findet Anfang Juni 2009 in Krakau (Polen) statt.

Weitere Informationen: interactcongress.eu

RSS Nutzung waechst rasant

Browser, persönliche Webstartseiten, Podcasts oder Widgets – immer mehr Anwendungen nutzen das standardisierte XML-Format RSS zum Austausch von Informationen.

Dadurch steigt auch die Anzahl der Personen, die durch die bewusste oder unbewusste Nutzung von RSS über diesen Kanal erreichbar werden. So nutzen gemäß einer aktuellen Studie von AvenueA/Razorfish bereits über 50 Prozent der Online User wissentlich oder unwissentlich RSS. Bislang jedoch bleiben diese Anwender unbekannt und für das Marketing kaum zielgerichtet erreichbar. Unternehmen entgehen so wichtige Informationen über die Akzeptanz und Nutzung ihrer RSS-Angebote sowie die Möglichkeit RSS-Feeds individuell an die Wünsche der Abonnenten anzupassen.

Auch die Vermarktung von RSS-Angeboten ist ohne Kenntnis der Reichweite und der Erfolgskennzahlen kaum möglich. Abhilfe leistet die Online Direct Marketing-Software ELAINE, die erste Standard-Software für 1:1 RSS-Marketing. Die Software-Lösung wird auf den Mailingtagen 2008 in einer neuen, erweiterten Version vorgestellt. ELAINE erlaubt die individuelle, personengenaue, personalisierte und vollständig messbare Bereitstellung von RSS-Feeds. Überarbeitet wurde im neuen Release die Verwaltung von RSS-Feeds aus externen Quellen wie Content Management Systemen sowie die iRSS Fingerprinting Technologie zur Nutzererkennung. Das System ermöglicht es nun, bestehende RSS-Feeds einzubinden und diese für jeden Abonnenten je nach Interesse individuell und neu zusammengesetzt bereitzustellen. Über eine präzise Messung der Nutzung können u.a. Aktivität der Nutzer, Klicks, Interessen und Conversions gemessen und für die künftige Zusammenstellung der Feeds in Form von Nutzer-Profilen berücksichtigt werden. “ELAINE iRSS erschließt das populäre RSS-Konzept für die Anwendungen des Marketings” so Stefan von Lieven, Vorstand Marketing und Vertrieb der artegic, “Insbesondere können valide Aussagen über Reichweite, Nutzungsverhalten und den Erfolg von RSS-Feeds getroffen werden und die Inhalte zielgruppenspezifisch aufbereitet und optimiert werden.”

Der ELAINE RSS Server kann auf der Branchenmesse Mailingtage in Nürnberg am 18. und 19. Juni 2008 auf dem Stand des E-CRM Anbieters artegic AG (Halle 4/4-711) live getestet werden.

RSS (Really Simple Syndication) ist ein Sammelbegriff für plattformunabhängige und auf XML basierende Dateiformate zum Austausch von Inhalten. Eingesetzt wird RSS vor allem zur Bereitstellung von Website-News, welche mit gängigen Browsern und speziellen RSS Abrufprogrammen automatisiert abgerufen werden können ohne die Website aktiv zu besuchen. Als einfaches Format findet RSS in immer neuen Anwendungen zum automatisierten Bezug von Informationen Verwendung. Bekannteste Anwendung ist das Podcasting, bei welchem MP3 Audiodateien als Inhalte verteilt werden.